Strafanzeige gegen Kramp-Karrenbauer

Eine Berliner Anwältin hat wegen der Inzucht-Aussage Strafanzeige gegen die saarländische Ministerpräsidentin erstattet. Die Vorwürfe: Beleidigung und Volksverhetzung.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-06/homo-ehe-inzest-vergleich-strafanzeige-kramp-karrenbauer

Beleidigung und Volksverhetzung. „Die“ Straftaten unserer Zeit. Zumindest machen die Menschen regen Gebrauch von diesen zwei Paragraphen des deutschen Strafgesetzbuches. Der „islamophobe“ Dieter Nuhr, unser „Hassprediger“ Olaf Latzel, der „regenbogenphobe“ Gabriel Stängle, nur um einige Beispiele zu nennen. Inzwischen alle offiziell „unschuldig“.

Denn es gibt zum Glück noch eine vernünftige Staatsanwaltschaft, die Contenance bewahrt, und sich nicht von der „empörten Masse“ mitreißen lässt.

Und hier gibt es das fragliche Interview mit Kramp-Karrenbauer in der Saarbrücker Zeitung: „. . . und dann die Forderung nach Heirat von mehr als zwei Menschen?“

Diese Passage ist Auslöser des öffentlichen Ärgernisses (kursiv von mir):

Wenn man die Diskriminierung beseitigt hat, was spricht dann noch dagegen, eine eingetragene Lebenspartnerschaft auch als Ehe zu bezeichnen? Das ist doch eher eine symbolische Frage.

Kramp-Karrenbauer: Das ist mehr als Symbolik. Es stellt sich die Frage, ob wir grundlegende Definitionen unserer Gesellschaft verändern wollen, und zwar mit womöglich weitreichenden Folgen. Wir haben in der Bundesrepublik bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau. Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen. Wollen wir das wirklich?

Ich finde diesen Gedankengang von Frau Kramp-Karrenbauer durchaus berechtigt. Denn schließlich können wir Menschen, die in einer polyamoren Beziehung bzw. einer inzestuöse Beziehung leben, nicht absprechen, dass sie sich genauso lieben wie hetero- bzw. homsexuelle Paare und auch auf Dauer füreinander Verantwortung übernehmen wollen. Ist es dann nicht folgerichtig, auch diese Gruppen nicht ganz außer Acht zu lassen? Was soll dieses scheinheilige Getue der SPD?

 

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