Der gefährliche Prophet

Mohamed ist ein Vorbild für Millionen Muslime – und auch für Terroristen. Der Islamexperte Hamed Abdel-Samad kritisiert ihn als Paranoiker und Tyrannen. Ein Vorabdruck

Von

http://www.zeit.de/2015/38/Mohammed

Ein sehr interessanter Artikel von Hamed Abdel-Samad, der jedem zu raten ist, der sich ernsthaft mit dem Islam beschäftigt und beschäftigen möchte.

Abdel-Samad stellt in diesem Vorabdruck zu seinem neuen Buch „Mohamed. Eine Abrechnung“ die Person des Propheten Mohammed sehr kritisch dar. Er sieht Mohammed einerseits als einen Menschen, der „für Mitgefühl und Vergebung plädiert“, andererseits als einen „Massenmörder und psychisch kranken Tyrann“.

Die Auswanderung von Mekka nach Medina hätte einen wichtigen Wendepunkt im Leben des Propheten markiert. In Medina wäre „der gewalttätige Prophet“ zum Vorschein gekommen, „der für seine Ziele über Leichen ging“. Nach der Gründung des ersten muslimischen Staates wären „vormals hochgehaltene Prinzipien immer mehr in den Hintergrund“ geraten, „die Logik der Macht und die Angst vor dem Verrat“ hätten fast alles bestimmt.

Abdel-Samad macht die ambivalente Persönlichkeit Mohammeds auch an seine Beziehung zu Frauen fest, insbesondere anhand seiner Beziehung mit Aischa, die erst sechs Jahre alt gewesen sein soll, als er sie ehelichte. Das Thema Geschlechtsverkehr soll nach Abdel-Samad im Islam eine wichtige Rolle spielen. Seinen Angaben zufolge soll das Paradies nach islamischem Verständnis aus „einem himmlischen Bordell“ bestehen,

„wo jedem Märtyrer 72 Jungfrauen zustehen, dazu noch deren je 70 Dienerinnen“.

Mohamed selbst soll für die damalige Zeit nicht unbedingt frauenfeindlich gewesen sein. Er hätte sich mehrfach positiv über Frauen geäußert und seine Gefährten grundsätzlich dazu ermahnt, ihre Frauen liebevoll zu behandeln. Vom Propheten soll aber auch das im Koran statuierte Recht der Männer bestehen, die „Frau zu schlagen, wenn diese widerspenstig sei“.

Abdel-Samad sieht den Fundamentalismus letzendlich nicht als eine „Folge der Fehlinterpretation des Islams“, sondern als „eine Folge seiner Überhöhung“. Die muslimische Welt könne nur geheilt werden, wenn Muslime sich von den multiplen Krankheiten des Propheten lösten: „Selbstüberschätzung, Paranoia, Kritikunfähigkeit sowie die Neigung zum Beleidigtsein“.

Das Buch wird am 01.10.2015 erscheinen.

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