Jüdische Realität II – Anleitung zum Hass

Im Video ist Scheich Khaled Al-Mughrabi während einer Predigt zu sehen, die er am 16. Oktober 2015 in der Al Aksa-Moschee hielt. Der Prediger warnte die Muslime davor, dass die Juden ihren dritten Tempel auf den Grundfesten der Al Aksa-Moschee bauen wollten. Sie würden den Teufel anbeten. In der Endzeit würden die Muslime die Juden überall verfolgen. Der Prediger bezieht sich hierbei auf eine Hadith von al-Buchari (Kapitel 50, Sure 30), die folgenden Inhalt hat:

„Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs (erg. Mohammed), Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: »Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“

„Hadith“ bezeichnet im Islam die Überlieferungen der Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed sowie der Handlungen Dritter, die durch Mohammed stillschweigend gebilligt wurden. Sie gelten nach dem Koran als wichtigste Quelle der islamischen Normenlehre und weisen daher einen normativen Charakter auf.

Meines Erachtens erkannt Khaled Al-Mughrabi durch seine Predigt aber gerade an, dass die beiden vormaligen Tempel der Juden existierten und sie auf dem Tempelberg standen. Welchen Grund hätten die Juden sonst, den dritten Tempel ausgerechnet (laut Al-Mughrabi) auf dem Tempelberg bauen zu wollen?

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