Ich habe Angst vor Merkels Gesinnungsethik

Frankreichs meinungsführender Philosoph Alain Finkielkraut über die deutsche Wehrlosigkeit im Krieg gegen den Terror.

Interview:

http://www.zeit.de/2015/48/terror-deutschland-frankreich-angela-merkel-alain-finkielkraut

Ein sehr interessantes Interview mit dem Philosophen Alain Finkielkraut über die aktuelle Terrorlage in Europa.

Finkielkraut zufolge habe Hollande nach dem Attentat im November zu Recht von Krieg gesprochen, da der „Islamische Staat“ Frankreich den Krieg erklärt habe.

Die Deutschen seien infolge der Erfahrungen im Nationalsozialismus in eine Art von Weltfremdheit erstarrt, aufgrund der sie bis heute nicht der Versuchung entgingen, „den Respekt vor dem Anderen zum moralischen und politischen Kardinalprinzip zu erheben“.

Die Integration des Islams in die europäische Zivilisation werde immer schwieriger. Für eine Modernisierung des Islams fehle uns die Zeit, da die Länder, die heute den radikalen Islam subventionieren, zu den reichsten der Welt gehörten, wie Saudi-Arabien und Katar. Angesichts der wachsenden Einwanderung nehme die Islamisierung ganzer Stadtviertel zu. Ein nicht zu übersehender Teil der Flüchtlinge hätten mit Regeln wie „Respekt vor den Homosexuellen“, „Gleichberechtigung der Frauen“, „Ablehnung aller Formen des Antisemitismus“oder „Anerkennung des Staates Israel“ nichts am Hut. Indem es den Antisemitismus von gestern sühnen wollte, hätte das Deutschland der Willkommenskultur womöglich den Antisemiten von morgen Spalier gestanden.

Finkielkraut betont, dass wir die Muslime nicht pauschal beschuldigen dürfen. Aber wir dürften den Islamismus auch nicht als Randphänomen betrachten. Der Islam sei seit seinen Anfängen eine eroberungslustige Religion. Für die Islamisten sei heute die Zeit der Rückeroberung gekommen. Europa müsss dem widerstehen, sich selbst behaupten, indem es seine Prinzipien und Sitten auf eigenem Boden unerbittlich durchsetzt. Andernfalls würden wir von innen ausgehöhlt.

Meiner Ansicht nach ist es, frei nach Merkel, nicht hilfreich, Bürger zu diffamieren, die mit Grund Angst vor der aktuellen (politischen) Lage in Deutschland haben. Angst verschwindet nicht, wenn man sie kleinzureden oder zu negieren versucht. Man muss sich mit ihr auseinandersetzen. Solange das seitens der Politik nicht geschieht, wundert es mich nicht, dass Pegida & Co. Zulauf erhält. Es ist schlimm genug, dass die Asylheime brennen. Noch schlimmer wäre es, wenn diese Straftaten von desillusionierten Bürgern insgeheim gebilligt werden. Und das wird zunehmend geschehen, wenn sich am politischen Diskurs nicht bald etwas ändert.

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