Vorläufig weiter ohne Israelis

Boykottpolitik der Fluggesellschaft in Frankfurt vor Gericht

von Martin Krauss

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/26109

Das LG Frankfurt verhandelt zurzeit über einen möglichen Fall von Diskriminierung. Der Fluggesellschaft Kuwait Airways wird vorgeworfen, in benachteiligender Weise einem Israeli allein aufgrund seiner Staatsangehörigkeit einen Flug von Frankfurt nach Bangkok storniert zu haben. Der Flug sah einen Zwischenstopp in Kuwait vor.

Der israelische Kläger wird  von Nathan Gelbart vertreten. Gelbart zufolge sei die in Frage stehende Handlungsweise von Kuwait Airways antisemitisch, da „Israel ein jüdischer Staat ist“, der „mehrheitlich von Juden bewohnt“ wird. Israelis seien ferner eine in Deutschland konkret abgrenzbare Bevölkerungsgruppe und zählten deshalb als relevantes Objekt einer Diskriminierungshandlung.

Interessanterweise scheint bei Kuwait Airways Hass vor Profit zu gehen, wie bereits vom  Wirtschaftsmagazin „Forbes“ festgestellt. Kuwait Airways ist nämlich schon in den USA und in der Schweiz in ähnlich gelagerten Verfahren verurteilt worden. Als Konsequenz hat die Fluggesellschaft nicht ihre offensichtliche Diskrimininierungspolitik gegenüber Israelis bzw. Juden überdacht, sondern einfach den Verkauf bestimmter Flüge eingestellt.

 

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