Weihnachtsflashmob im Weserpark 2016

Die Besucher des Bremer Einkaufszentrums Weserpark werden diesen Tag sicherlich nicht vergessen, an dem der aus Bremen stammende Komponist und Musiker Chris Lass gemeinsam mit seinem Gospelchor auszog, um den Menschen ein Geschenk zu machen.

Am  Anfang von allem steht ein kleines Mädchen alleine inmitten dieses riesigen Einkaufszentrums, nur mit einem Schild gewappnet, auf dem folgende Worte zu lesen sind: „Magst Du mir helfen?“. Die vorbeieilenden Besucher mögen nicht-denn kaum einer scheint sich um das hilflose Mädchen kümmern zu wollen. Doch wer es tut, wird nicht nur musikalisch geehrt…

Doch seht selbst…

Das Video von Chris Lass macht Mut und zeigt schön, dass Weihnachten aus mehr besteht als Geschenken und üppigem Essen. Weihnachten bedeutet für mich persönlich Nächstenliebe, Frieden und Hoffnung, ob im Kreis der Familie oder gegenüber einem fremden Menschen, der Hilfe braucht. Haben wir nicht gerade zu Weihnachten ein großes Vorbild-nämlich Jesus, der vor mehr als 2000 Jahren zu uns kam, um zu dienen und uns Frieden zu bringen? Frieden, den wir uns in diesen unruhigen Zeiten sehnlichst wünschen und den wir so nötig haben.

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Ich wünsche den Blog-Lesern, ob persönlich bekannt oder nicht, in diesem Sinne ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest! Erholt euch gut vom Einkaufsmarathon, genießt das Weihnachtsessen und vor allem: Drückt eure Liebsten ordentlich!

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Hoffnung im Leiden

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In allem sind wir bedrängt, aber nicht in die Enge getrieben,
ratlos, aber nicht verzweifelt,
verfolgt, aber nicht verlassen,
zu Boden geworfen, aber nicht am Boden zerstört.

(2. Korinther 4, 8-9)

Es ist schön zu wissen, dass wir Christen uns trotz schwieriger Situationen im Leben auf die vier ABER unseres Glaubens verlassen dürfen:

  • ABER nicht in die Enge getrieben
  • ABER nicht verzweifelt
  • ABER nicht verlassen
  • ABER nicht am Boden zerstört.

 

„Auf jeden Fall muss man leben“

Ende letzten Jahres hatten wir über eine Berliner Gemeinde berichtet, die zahlreiche Flüchtlinge tauft. Bei unserem zweiten Besuch wagte sich keiner von ihnen mehr offen vor die Kamera. Aus Angst vor Diskriminierung …

http://www.zeit.de/video/2016-08/5081037215001/fluechtlinge-auf-jeden-fall-muss-man-leben

Die Berliner Gemeinde „Haus Gotteshilfe“ ist laut Video dazu übergegangen, das Haus bei Veranstaltungen abzuschließen, aus Angst vor Angriffen auf die Gemeinde und die konvertierten Perser. Sind die von den Konvertiten berichteten Angriffe in den Berliner Flüchtlingsunterkünften tatsächlich nur Einzelfälle, wie von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales angegeben wurde (1:36)?

In diesem Zusammenhang ist auf die von „Open Doors“, einem christlichen Hilfswerk, durchgeführte deutschlandweite Befragung unter christlichen Flüchtlingen hinzuweisen. Ziel dieser Umfrage sei es, „Fehleinschätzungen entgegenzuwirken, die das Problem verharmlosen, und den Betroffenen eine Stimme zu geben“. Häufig werde von den verantwortlichen Entscheidungsträgern in Politik und Gesellschaft nämlich pauschal von Einzelfällen gesprochen, die nicht religiös motiviert seien, ohne dass hierfür eine belastbare Erhebung vorliegen würde. Die Umfrage fand vom 15.02.2016 bis zum 15.04.2016 statt. 86 % der Befragten seien Christen muslimischer Herkunft, wobei der Großteil von ihnen schon in ihrem Heimatland zum christlichen Glauben übergetreten sei.

Dem Bericht „Religiös motivierte Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge in Deutschland“ von „Open Doors“ zufolge sind bis zum Stichtag 15. April 2016 231 Vorfälle aus ganz Deutschland dokumentiert worden, die von Diskriminierung über Körperverletzungen bis hin zu sexuellen Übergriffen und Todesdrohungen reichen (ab Seite 11). Wie viele Fragebögen insgesamt verteilt wurden, lässt sich dem Bericht nicht entnehmen. Die bis zum obigen Stichtag gemeldeten Vorfälle stellen aus Sicht der Organisation jedoch nur die Spitze des Eisbergs dar, da ein Großteil der christlichen Flüchtlinge und anderer religiöser Minderheiten Vorfälle aus Angst nicht melden würde.

Hier ein Video von „Open Doors“ zu dieser Thematik:

Christenverfolgung in Deutschland

 

Freisprecher: „Wann hast du losgelassen?“

Hier ein weiterer interessanter Beitrag zum Thema „Loslassen“. Die „Freisprecher“ mussten bereits Kind, Heimat, Partner und den Tod „loslassen“. Nicht nur der Akt des Loslassens wird angesprochen, sondern auch die Möglichkeiten, die das Loslassen birgt.

Freisprecher – Wann hast du losgelassen? | Folge 131 | EinsPlus

 

Besonders die Ansicht der „Luftballon-Dame“ hat es mir sehr angetan. Nicht nur mir, sondern auch einem Zuschauer auf YouTube, der sie laut Kommentar kennenlernen möchte. 🙂

EinsPlus-Sendung: „Freisprecher“

Vor kurzem habe ich die tolle Sendung „Freisprecher“ entdeckt, die für den ARD-Digitalsender EinsPlus entwickelt wurde.

Innerhalb von drei Minuten kommen Menschen jeglicher Couleur zu Wort, mal „frank und frei“, mal zu bestimmten Themen. Die Fragen betreffen religiöse oder ethische Themen. „Freisprecher“ wird nämlich – in Zusammenarbeit mit dem SWR – von der evangelischen und katholischen Kirche verantwortet.

Intention von „Freisprecher“ sei, zur Diskussion und zum Nachdenken anzuregen, auch zum Widerspruch, zum Beispiel auf Facebook.

http://www.frei-sprecher.de/

Hier ein interessanter Beitrag zum Warmwerden:

Freisprecher – Wie jüdisch sind wir Christen? | Folge 46 | EinsPlus

http://www.frei-sprecher.de/sendungen/wie-j%C3%BCdisch-sind-wir-christen

Mitwirkende: Milena, Diplomtheologin

 

Nachtrag:

Diese Sendung wurde leider eingestellt. Im Sendungsarchiv gibt es aber weiterhin interessante Beiträge.

 

Der Herr ist mein Hirte

 

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Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

(Luther 1984)

Dieser schöne Psalm 23, auch als „Hirtenpsalm“ oder „Psalm vom guten Hirten“ bekannt, wird David zugeschrieben. David lebte um 1000 v. Chr und war nach Saul der zweite König von Israel.

In diesem poetisch religiösen Text wird das bedingungslose Vertrauen Davids in Gott thematisiert. Es wird darin das Bild eines Gottes gezeichnet, der uns wie ein guter Hirte auf unserem gesamten Lebensweg begleitet, uns durch all die Unwägbarkeiten des Lebens hinweg behütet und begleitet.

„Du hast drei Tage Zeit“

Sie sollte ihrem Glauben abschwören: Die Sudanesin Meriam Ibrahim weigerte sich und wurde zum Tode verurteilt. Eine italienische Journalistin organisierte die Rettung der Christin – und schrieb ein Buch darüber.

Von Antonella Napoli

http://www.zeit.de/2016/04/sudan-glaube-todesurteil-rettungskampagne

Unglaublich, dass man noch im 21. Jahrhundert allein wegen Konversion durch den Staat zum Tode verurteilt werden könnte. Gibt es außer dem Islam noch eine andere Religion, die die sog. Apostasie mit der Todesstrafe ahndet? Interessanterweise soll der Koran selbst für Apostasie keine Strafe im Diesseits vorsehen.

Meriam Ibrahim wurde wegen Ehebruch und Apostasie zu 100 Peitschenhieben und zum Tod durch den Strang verurteilt. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit einem zweiten Kind schwanger.

Ihr wurde Apostasie vorgeworfen, obwohl sie nicht gewusst habe, dass ihr Vater Moslem gewesen sei. Vielmehr sei sie von klein auf im christlichen Glauben erzogen worden.

Die Sache mit dem vermeintlichen Ehebruch ist nicht weniger absurd. Der Ehemann von Meriam Ibrahim ist Christ. Als muslimische Frau hätte sie jedoch nur einen muslimischen Mann heiraten dürfen. Die Ehe mit einem Andersgläubigen sei nicht nur verboten und ungültig, sondern werde bestraft.

Wegen dieser abwegigen Vorwürfe wurde Meriam Ibrahim mit ihrem kleinen Sohn, keine 20 Monate alt, am 17. Februar 2014 ins Gefängnis geworfen, wo sie vor die“großzügige“ Wahl gestellt wurde: Bekehrung zum Islam oder Tod.

Meriam Ibrahim hat sich für den Tod entschieden, denn:

[...] Ich konnte meinen Glauben nicht verraten, der mich zu dem gemacht hatte, was ich war, und der meinem Leben einen Sinn gab. Der Glaube war meine Stärke, mein Halt, das Licht, das meine finstersten Momente erhellte.

Mit Hilfe der Journalistin Antonella Napoli und zahlreicher internationalen Organisationen und Akteure kamen Meriam Ibrahim und ihr Sohn schließlich am 23. Juni 2014 frei. Sie lebt jetzt mit ihrer Familie in den USA.

Über diese Rettungskampagne hat die Journalistin ein Buch mit dem Titel „Meriam – Mit der Kraft der Liebe gegen religiösen Fundamentalismus “ geschrieben, das seit Anfang 2016 erhältlich ist.