phoenix Runde: Morden im Namen des Islam – Die missbrauchte Religion

Ein interessanter Beitrag der „phoenix Runde“ vom 01.10.2015

Die Moderatorin Anke Plättner diskutiert mit den Gästen Khola-Maryam Hübsch (Autorin), Guido Steinberg (Islamwissenschaftler), Jochen Bittner (Journalist Die Zeit) und Sabatina James (Publizistin und Islamkritikerin) über die Frage, welcher Islam mit seinen konkreten Ausprägungen zu Deutschland gehört.

Es gib nach meinem Eindruck zwei Fraktionen: Die „islamkritische“ um Sabatina James und Jochen Bittner sowie die „islamfreundliche“ um Khola-Maryam Hübsch und Guido Steinberg.

Ich habe das Gefühl, dass Frau Hübsch, die der Ahmadiyya-Gemeinschaft (übrigens Körperschaft des öffentlichen Rechts) angehört, sehr viele reale Probleme im Hinblick auf den Islam verharmlost. Als Frau James sie darauf ansprach, dass es auch in der Ahmadiyya-Gemeinschaft zu Menschenrechtsverletzungen wie Gewaltanwendung gekommen seien (ab 11:52), leugnete sie zuerst diese Vorwürfe. Dann versuchte sie, den Vorwürfen aus dem Weg zu gehen, indem sie das Thema wechselte und um den „heißen Brei herumredete“. Das ist aber lediglich mein Eindruck.

Ich weiß nicht, ob das Ausweichen und der „Gegenangriff“ Taktiken von Frau Hübsch sind. Angesprochen auf die Problematiken der Ehrenmorde und Zwangsheiraten wies sie primär darauf hin (ab 40:32), dass es auch in anderen Kulturen solche Probleme gäbe, anstatt sich mit diesen Problemen speziell in der islamischen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Diese „Taktik“ von Frau Hübsch ist so auffällig, dass die Moderatorin sie direkt fragte, ob sie die Ehrenmorde und Zwangsheiraten überhaupt ablehne (ab 41:40).

Weiterhin ist es sehr interessant, dass laut Frau James die Ahmadiyya-Gemeinschaft weniger als ein Prozent der muslimischen Gemeinschaft darstelle und diese Gemeinschaft weltweit von vielen Muslimen nicht als gleichwertig betrachtet würde (ab 4:35). Falls es wirklich so ist, stellt die Meinung von Frau Hübsch nicht den Mainstream dar. Dann wäre es viel interessanter, wichtige Vertreter der Hauptströmungen des Islams anzuhören. Diese werden vermutlich nicht eingeladen, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht zu radikal?

Die Biografie von Frau James verdient Beachtung. Frau James ist Pakistanerin und wuchs in Österreich auf. Sie tauchte unter und nahm eine neue Identität an, nachdem sie die Zwangsheirat mit einem Cousin ablehnte und infolgedessen Todesdrohungen ihrer eigenen Familie erhielt. Seitdem lebt sie unter Polizeischutz. Sie nahm den Namen „James“ nach ihrer Konversion zum Christentum an. Heute ist Frau James Botschafterin der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes und im 2006 von ihr gegründeten Verein „Sabatina„tätig, der sich insbesonders für die Rechte muslimischer Frauen einsetzt.

GEMEINSAM GEGEN ZWANGSHEIRAT

Ich habe Angst vor Merkels Gesinnungsethik

Frankreichs meinungsführender Philosoph Alain Finkielkraut über die deutsche Wehrlosigkeit im Krieg gegen den Terror.

Interview:

http://www.zeit.de/2015/48/terror-deutschland-frankreich-angela-merkel-alain-finkielkraut

Ein sehr interessantes Interview mit dem Philosophen Alain Finkielkraut über die aktuelle Terrorlage in Europa.

Finkielkraut zufolge habe Hollande nach dem Attentat im November zu Recht von Krieg gesprochen, da der „Islamische Staat“ Frankreich den Krieg erklärt habe.

Die Deutschen seien infolge der Erfahrungen im Nationalsozialismus in eine Art von Weltfremdheit erstarrt, aufgrund der sie bis heute nicht der Versuchung entgingen, „den Respekt vor dem Anderen zum moralischen und politischen Kardinalprinzip zu erheben“.

Die Integration des Islams in die europäische Zivilisation werde immer schwieriger. Für eine Modernisierung des Islams fehle uns die Zeit, da die Länder, die heute den radikalen Islam subventionieren, zu den reichsten der Welt gehörten, wie Saudi-Arabien und Katar. Angesichts der wachsenden Einwanderung nehme die Islamisierung ganzer Stadtviertel zu. Ein nicht zu übersehender Teil der Flüchtlinge hätten mit Regeln wie „Respekt vor den Homosexuellen“, „Gleichberechtigung der Frauen“, „Ablehnung aller Formen des Antisemitismus“oder „Anerkennung des Staates Israel“ nichts am Hut. Indem es den Antisemitismus von gestern sühnen wollte, hätte das Deutschland der Willkommenskultur womöglich den Antisemiten von morgen Spalier gestanden.

Finkielkraut betont, dass wir die Muslime nicht pauschal beschuldigen dürfen. Aber wir dürften den Islamismus auch nicht als Randphänomen betrachten. Der Islam sei seit seinen Anfängen eine eroberungslustige Religion. Für die Islamisten sei heute die Zeit der Rückeroberung gekommen. Europa müsss dem widerstehen, sich selbst behaupten, indem es seine Prinzipien und Sitten auf eigenem Boden unerbittlich durchsetzt. Andernfalls würden wir von innen ausgehöhlt.

Meiner Ansicht nach ist es, frei nach Merkel, nicht hilfreich, Bürger zu diffamieren, die mit Grund Angst vor der aktuellen (politischen) Lage in Deutschland haben. Angst verschwindet nicht, wenn man sie kleinzureden oder zu negieren versucht. Man muss sich mit ihr auseinandersetzen. Solange das seitens der Politik nicht geschieht, wundert es mich nicht, dass Pegida & Co. Zulauf erhält. Es ist schlimm genug, dass die Asylheime brennen. Noch schlimmer wäre es, wenn diese Straftaten von desillusionierten Bürgern insgeheim gebilligt werden. Und das wird zunehmend geschehen, wenn sich am politischen Diskurs nicht bald etwas ändert.

Ein Terrorist kann kein Muslim sein

Sorge vor pauschaler Verurteilung: Muslime in der ganzen Welt distanzieren sich von den Anschlägen in Paris. Manche ärgert, dass das überhaupt nötig ist.

Von

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-11/paris-anschlaege-muslime-reaktionen

Es ist ja schön und gut, dass sich die Moslems hierzulande sowie weltweit von Gewalt und Terror distanzieren. Aber ich habe die interessante Entdeckung gemacht, dass keiner der Moslems, die ich bis jetzt gefragt habe, den Koran (ganz) gelesen haben. Stellen diese Menschen die Ausnahme oder vielmehr die Regel dar?

Kann man eine Religion als friedlich bezeichnen, deren wichtigste Grundlage (Koran) man nicht kennt? Das erscheint mir sehr fraglich. Da ich den Koran ebenfalls (noch) nicht vollständig gelesen habe, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass der Islam eine gefährliche Religion ist. Aber diese Tatsache behaupte ich ja gerade nicht.

Wie kann ich als „Außenstehende“ glauben, dass der Islam eine friedliche Religion ist, wenn ich Suren wie folgende lese (Übersetzung von Rudi Paret)?

Sie möchten gern, ihr wäret ungläubig, so wie sie (selber) ungläubig sind, damit ihr (alle) gleich wäret. Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden, solange sie nicht (ihrerseits) um Allahs willen auswandern! Und wenn sie sich abwenden (und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Beschützer oder Helfer!
Sure 4, 89

Weiterlesen „Ein Terrorist kann kein Muslim sein“

Gemischte Gefühle

Antisemitismus ist kein Import. Jeder fünfte Deutsche ist latent antisemitisch. Doch mit der Zahl der Flüchtlinge wächst auch die Angst vor der arabisch-stämmigen Judenfeindlichkeit. Ist die Sorge berechtigt? Wir müssen reden

Von Mirjam Fischer, Julie Lenarz

http://www.cicero.de/weltbuehne/fluechtlinge-und-antisemitismus-gemischte-gefuehle/60074

Je früher die (rechtlichen) Grenzen aufgezeigt werden, desto besser.

Ich habe den Eindruck, dass nicht nur die unkontrollierte massenhafte Einwanderung den Deutschen schlaflose Nächte bereitet, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Migranten größtenteils Moslems sind. Ob diese Ängste gerechtfertigt sind, will und kann ich nicht beurteilen. Aber zumindest sind diese Ängste meines Erachtens nachvollziehbar, da in letzter Zeit nicht Christen, Juden oder Buddhisten die Welt in Atem halten, sondern nun einmal Islamisten, demnach wenigstens pro forma Anhänger des Korans und Mohammeds.

Der gefährliche Prophet

Mohamed ist ein Vorbild für Millionen Muslime – und auch für Terroristen. Der Islamexperte Hamed Abdel-Samad kritisiert ihn als Paranoiker und Tyrannen. Ein Vorabdruck

Von

http://www.zeit.de/2015/38/Mohammed

Ein sehr interessanter Artikel von Hamed Abdel-Samad, der jedem zu raten ist, der sich ernsthaft mit dem Islam beschäftigt und beschäftigen möchte.

Abdel-Samad stellt in diesem Vorabdruck zu seinem neuen Buch „Mohamed. Eine Abrechnung“ die Person des Propheten Mohammed sehr kritisch dar. Er sieht Mohammed einerseits als einen Menschen, der „für Mitgefühl und Vergebung plädiert“, andererseits als einen „Massenmörder und psychisch kranken Tyrann“.

Die Auswanderung von Mekka nach Medina hätte einen wichtigen Wendepunkt im Leben des Propheten markiert. In Medina wäre „der gewalttätige Prophet“ zum Vorschein gekommen, „der für seine Ziele über Leichen ging“. Nach der Gründung des ersten muslimischen Staates wären „vormals hochgehaltene Prinzipien immer mehr in den Hintergrund“ geraten, „die Logik der Macht und die Angst vor dem Verrat“ hätten fast alles bestimmt.

Abdel-Samad macht die ambivalente Persönlichkeit Mohammeds auch an seine Beziehung zu Frauen fest, insbesondere anhand seiner Beziehung mit Aischa, die erst sechs Jahre alt gewesen sein soll, als er sie ehelichte. Das Thema Geschlechtsverkehr soll nach Abdel-Samad im Islam eine wichtige Rolle spielen. Seinen Angaben zufolge soll das Paradies nach islamischem Verständnis aus „einem himmlischen Bordell“ bestehen,

„wo jedem Märtyrer 72 Jungfrauen zustehen, dazu noch deren je 70 Dienerinnen“.

Mohamed selbst soll für die damalige Zeit nicht unbedingt frauenfeindlich gewesen sein. Er hätte sich mehrfach positiv über Frauen geäußert und seine Gefährten grundsätzlich dazu ermahnt, ihre Frauen liebevoll zu behandeln. Vom Propheten soll aber auch das im Koran statuierte Recht der Männer bestehen, die „Frau zu schlagen, wenn diese widerspenstig sei“.

Abdel-Samad sieht den Fundamentalismus letzendlich nicht als eine „Folge der Fehlinterpretation des Islams“, sondern als „eine Folge seiner Überhöhung“. Die muslimische Welt könne nur geheilt werden, wenn Muslime sich von den multiplen Krankheiten des Propheten lösten: „Selbstüberschätzung, Paranoia, Kritikunfähigkeit sowie die Neigung zum Beleidigtsein“.

Das Buch wird am 01.10.2015 erscheinen.

Angela Merkel und die Angst vor der Islamisierung

Die Antwort von Merkel am 03.09.2015 in Bern (ab 0:49)

Ich kann ihr nur Recht geben.

Wir (ich zähle mich einfach zu den Deutschen 🙂 ) können uns nicht ernsthaft auf das sog. christlich-jüdische Abendland berufen, wenn wir uns schon nicht bewusst sind, was dieses christlich-jüdische Abendland überhaupt ausmacht.

Die entscheidende Passage für mich ist die ab 2:06:

„Wir haben doch alle Chancen und alle Freiheiten, uns zu unserer Religion (…) zu bekennen. (…) Haben wir doch den Mut zu sagen, dass wir Christen sind. (…) Haben wir doch bitteschön die Tradition, mal wieder in den Gottesdienst zu gehen oder ein bisschen bibelfest zu sein und vielleicht auch mal ein Bild in der Kirche noch erklären zu können. Wenn Sie mal Aufsätze in Deutschland schreiben lassen, was Pfingsten bedeutet, da würde ich mal sagen, ist es mit der Kenntnis über das christliche Abendland nicht so weit her. (…) Und vielleicht kann uns diese Debatte auch wieder mal dazu führen, dass wir uns mit unseren eigenen Wurzeln befassen und ein bisschen mehr Kenntnis darüber haben.“