Israels Geheimdienst warnte vor Anschlag in Hannover

Vor der Länderspielabsage soll es Hinweise auf einen Anschlag nach Pariser Vorbild gegeben haben. Bei den kommenden Bundesligaspielen gelten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-11/laenderspiel-absage-hannover-terror-warnung-israel-geheimdienst

Die Kommentare unter dem Artikel sind lesenswert. Ein kleines Dankeschön hätte auch gereicht.

Der Westen kassiert sich selbst

Kisslers Konter: Zwei Attentäter schießen auf eine Ausstellung, in der Mohammed-Karikaturen gezeigt werden. Die Tat ist unentschuldbar. Dennoch sehen sich nun eher die Veranstalter als die Angreifer auf der Anklagebank. So verspielt der Westen sein Freiheitsversprechen, dessen Kern die Freiheit zum Streit ist – und die Bereitschaft, fremde und falsche Ansichten zu ertragen
Von Alexander Kissler

http://www.cicero.de/salon/islamistischer-anschlag-texas-der-westen-kassiert-sich-selbst/59214


Der Rechtspopulist (Anm. Geert Wilders) gilt als schmieriger Geselle, sein Identifikationspotential außerhalb der Sympathisantenszene ist gering. Doch hätte er den Tod verdient, entschuldigt die charakterliche oder weltanschauliche Disposition eines potentiellen Opfers die Täter, ein kleines bisschen zumindest? Offenbar tut sie das, lautet der Tenor der Berichterstattung doch, dies- und jenseits des Atlantiks: Selber schuld. Man weiß, was einem blüht, wenn man Muslime reizt.

Darüber aber gerät in Vergessenheit, dass das Umstrittene der Normalfall ist in einer freien Gesellschaft. Dinge sind nur dann umstritten, wenn man über sie streiten darf. Und wenn man öffentlich nicht mehr frei streiten darf, mit richtigen oder mit falschen Argumenten, ist es vorbei mit der Freiheit…Nicht am Umstrittenen geht eine freie Gesellschaft zugrunde, sondern an denen, die keinen Streit ertragen.

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Verfolgung ohne Folgen

In Paris demonstrierten nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ die Staatsoberhäupter der Welt. Warum blieben die Studenten in Kenia mit ihrer Trauer allein?

von Wolfgang Thielmann

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/menschenrechte-religioese-verfolgung-anschlag-kenia

Diese Frage ist berechtigt. Wenn wir ehrlich sind, hat uns die Nachricht aus Paris mehr erschreckt, die vom Absturz der Germanwings-Maschine mehr mitgenommen. Zumindest ich empfinde es für meinen Teil so. Warum? Weil der Kontinent Afrika uns so fremd erscheint?

Der Autor stellt nur Vermutungen auf, die die aufgeworfene Frage nicht beantworten können:

Warum blieb Kenia mit seiner dreitägigen Staatstrauer allein? Warum versammelten sich keine Staatsführer der Welt in Garissa oder in Nairobi? Warum ging in Europa niemand auf die Straße? Weil Garissa unwichtig ist und auf der südlichen Erdhalbkugel liegt? Weil nur Schwarze starben? Weil die Al-Shabaab-Milizen sicher nicht in Berlin oder Kopenhagen morden? Weil die Milizionäre ihr Blutbad eindeutig und unübersehbar religiös getränkt hatten?