Wie Obama das neue Alter christlichen Märtyrertums einläutete

von Raymond Ibrahim

http://de.gatestoneinstitute.org/6691/obama-christlichen-maertyrertums

Das Schicksal der Christen in den muslimischen Ländern geht meines Erachtens in den (deutschen) Medien sehr unter. Auf der Webseite des „Gatestone Institue“ habe ich nun einen Artikel gefunden, der sich explizit mit der Leidensgeschichte dieser Christen befasst.

Das „Gatestone Institut“ ist laut Selbstdarstellung

ein internationaler, parteiunabhängiger und gemeinnütziger Expertenrat und Think Tank.

Es hat sich der

Unterrichtung der Öffentlichkeit von Angelegenheiten verschrieben, über die die Mainstream-Medien nicht berichten.

Die im Artikel geschilderten Schicksale der Christen sind unbeschreiblich schrecklich. Man mag es kaum glauben, dass noch im 21. Jahrhundert Menschen, darunter Kinder, „gefoltert, verstümmelt, öffentlich vergewaltigt, geköpft und gekreuzigt“ werden, nur aus dem alleinigen Grund, dass sie ihren (christlichen) Glauben nicht „verraten“ und zum muslimischen Glauben wechseln wollen.

Wie kann man solch einem unmenschlichen Glauben anhängen, wie der IS ihn propagiert? Unabhängig davon, ob dieser Glaube nun tatsächlich islamisch ist oder nicht. Gibt es nicht im Wesen eines jeden Menschen so etwas wie ein Naturrecht bzw. Vernunftrecht, das ihn zu Menschlichkeit zwingt und ihm das „richtige“ Handeln zeigt, unabhängig davon, ob er gläubig ist oder nicht?

Angesichts dieser Bilder kann ich nur die Forderung unterstützen, Christen in der Flüchtlingspolitik bevorzugt zu behandeln, da es ihnen augenscheinlich noch schlimmer ergeht als ihren muslimischen Mitmenschen.

Und wo bleibt angesichts dieser Gräueltaten der Aufschrei hier im Westen?

Ich wundere mich immer wieder darüber, wie das Schicksal der anderen (abgesehen vom Nahostkonflikt in Israel – da gibt es immer einen „Aufschrei“) uns so lange kalt lässt, bis das Problem unser eigenes wird, wie in der aktuellen Flüchtlingskrise.

Ich meine mich zu erinnern, dass Länder wie Griechenland und Italien schon vor Jahren um Hilfe baten, als sie mit dem Flüchtlingsansturm an den europäischen Außengrenzen nicht fertig wurden. Und was geschah? Nicht viel.

Nun, da die Flüchtlinge quasi vor unserer Haustür stehen, ihre vermeintlichen Rechte einfordern, erheben wir (bzw. die deutsche Politik) uns endlich aus unserer Komfortzone, werden erst jetzt aktiv. Es wird hektisch Gesetze erlassen, ohne dass ein konstruktiver Plan ersichtlich wird, wie die Flüchtlingsproblematik tatsächlich bewältigt werden kann.

Christen im Nahen Osten: Mariä Himmelfahrt im Iran, Mönche in Ägypten

Christen leben an vielen Orten im Nahen Osten friedlich mit der muslimischen Mehrheit zusammen. Andere wandern aus, weil sie ausgegrenzt, diskriminiert oder sogar verfolgt werden – wie aktuell von den Terroristen des „Islamischen Staates“. Aber schätzungsweise 12 Millionen Christen leben noch in der Region. Die Fotografin Linda Dorigo und der Journalist Andrea Milluzzi sind über zwei Jahre durch neun Länder gereist. Sie zeigen nicht die Flüchtlinge, sondern die in der Region gebliebenen Christen in ihrem Alltag, mit ihren Geschichten und Traditionen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-07/bedrohtes-refugium-fs

„Es geht um die Art und Weise, wie wir leben“

In letzter Zeit wurde in den Medien hauptsächlich nur über den Kampf um Kobani berichtet. Es ist kaum bekannt, wie die Lage der Jesiden im Sindschar-Gebirge ist.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/jesiden-verfolgung-sindschar-gebirge-islamischer-staat

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/sindschar-gebirge-jesiden-is-eingekesselt-voelkermord

Weiterlesen „„Es geht um die Art und Weise, wie wir leben““