Ein Terrorist kann kein Muslim sein

Sorge vor pauschaler Verurteilung: Muslime in der ganzen Welt distanzieren sich von den Anschlägen in Paris. Manche ärgert, dass das überhaupt nötig ist.

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http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-11/paris-anschlaege-muslime-reaktionen

Es ist ja schön und gut, dass sich die Moslems hierzulande sowie weltweit von Gewalt und Terror distanzieren. Aber ich habe die interessante Entdeckung gemacht, dass keiner der Moslems, die ich bis jetzt gefragt habe, den Koran (ganz) gelesen haben. Stellen diese Menschen die Ausnahme oder vielmehr die Regel dar?

Kann man eine Religion als friedlich bezeichnen, deren wichtigste Grundlage (Koran) man nicht kennt? Das erscheint mir sehr fraglich. Da ich den Koran ebenfalls (noch) nicht vollständig gelesen habe, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass der Islam eine gefährliche Religion ist. Aber diese Tatsache behaupte ich ja gerade nicht.

Wie kann ich als „Außenstehende“ glauben, dass der Islam eine friedliche Religion ist, wenn ich Suren wie folgende lese (Übersetzung von Rudi Paret)?

Sie möchten gern, ihr wäret ungläubig, so wie sie (selber) ungläubig sind, damit ihr (alle) gleich wäret. Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden, solange sie nicht (ihrerseits) um Allahs willen auswandern! Und wenn sie sich abwenden (und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Beschützer oder Helfer!
Sure 4, 89

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Fatwa zu der Frage: Was bedeutet der Ausdruck „Was eure rechte Hand besitzt“?

Dieser Ausdruck bezieht sich laut Institut für Islamfragen auf die Versklavung von Männern und Frauen. Er stammt aus Sure 4, 3.

Die Beantwortung dieser Frage hat ein Rechtsgutachter namens Abdullah al-Faqee übernommen (Rechtsgutachten vom 23.06.2005). Er bezieht sich in seinem Gutachten aber nur auf Frauen. Hier m.E. die wesentliche Aussage des Gutachtens:

(…) Das bedeutet jedoch nicht, dass die Sklaverei [im Islam] für ungültig erklärt worden ist. (..) Wenn Muslime gegen Ungläubige kämpfen, gelten die Frauen der Ungläubigen [für muslimische Männer] in diesem Fall als „Besitz der rechten Hand“, selbst wenn die weltlichen Gesetze dies verbieten würden. Wenn diese religiösen Gründe [für den „Besitz der rechten Hand“] nicht existieren, gelten die Menschen als frei [nicht als Sklaven].

https://www.islaminstitut.de/2008/fatwa-zu-der-frage-was-bedeutet-der-ausdruck-was-eure-rechte-hand-besitzt/

Die Aussage ist in jedem Fall interessant. Ob sie tatsächlich zustimmt, kann ich als Laie nicht beurteilen.