Weltverschwörung und andere Theorien

Haben Muslime ein Problem mit Antisemitismus?

Nach einer Diskussion mit zwei Muslimen vor zwei Tagen vermute ich, dass Antisemitismus in muslimischen Kreisen kein Gerücht bzw. kein Randphänomen ist, sondern tatsächlich ein Problem darstellt.

Die Studie des Institute for the Study of Global Antisemitism (ISGAP) vom Mai 2015 mit dem Titel „Antisemitic Attitudes among Muslims in Europe: A Survey Review“ kommt zum Ergebnis, dass Antisemitismus unter Muslime verbreiteter sei als unter Nicht-Muslime. Der Studie zufolge soll muslimischer Antisemitismus vor allem von zwei Faktoren abhängig sein: von der eigenen Religiösitat und einer fundamentalen Auslegung des Korans. Interessanterweise wird darüber hinaus festgestellt, dass Antisemitismus keine „Negativreaktion“ von diskriminierten oder unterdrückten Muslime sei. Vielmehr könnten die demografischen und sozio-ökonomischen Faktoren die unterschiedliche Häufigkeit von Antisemitismus in den beiden Vergleichsgruppen nicht erklären.

Das Verhältnis von Antisemitismus und Muslime drängte sich mir auf, als ich mit den zwei besagten Muslime darüber diskutierte, ob Israel ein Besatzerstaat ist, die Juden Mörder von Palästinenser sind, und ob es gerechtfertigt ist, Juden auf offener Straße niederzumetzeln.

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Muslimische Mahnwachen

Gestern haben in ganz Deutschland Muslime nach dem Freitagsgebet vor Medienhäusern Mahnwachen abgehalten, für demokratische Freiheiten und Werte. Sie folgten damit dem Aufruf der konservativen Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). 

Hier gib es die Rede von Herrn Prof. Dr. Nevzat Yaşar AŞIKOĞLU, Vorstandsvorsitzender im DITIB-Bundesverband, am 15.01.2015 anlässlich der Pressekonferenz zu den deutschlandweiten Mahnwachen.

Unterdessen wurde ein Redakteur der Frankfurter Neuen Presse attackiert, weil er die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) las, weil auf dem Titel der FAZ vom 15.01.2015 eine Französin mit der neuen „Charlie-Hebdo“-Ausgabe zu sehen war.