Resolution im UN-Sicherheitsrat gescheitert

Die von Jordanien (nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat) vorgelegte Resolution ist vor einigen Tagen im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Nur acht von neun benötigten Ja-Stimmen wurden abgegeben. Argentinien, Tschad, Chile, China, Frankreich, Jordanien, Luxemburg und Russland stimmten für den Entwurf, die USA und Australien stimmten dagegen. Die fünf Länder Nigeria, Südkorea, Litauen, Ruanda und Großbritannien enthielten sich. Für den Fall einer Mehrheit hätte Washington wohl ein Veto eingelegt.

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Neues von mir…

Mir geht es super. Seitdem die Hamas-Raketen nicht mehr fliegen, kann ich mich besser entspannen, logisch.

Ich habe zuletzt am Sonntag einen Raketenalarm miterlebt, ausgerechnet in einem Kleidungsgeschäft. Zum Glück habe ich mich noch nicht umgezogen, sonst wäre es stressig gewesen, sich schnell wieder anzuziehen. Ich habe aber gehört, dass die Leute aus dem Süden das ruckzuck können. Manche haben ja auch nur 15 Sekunden Zeit…

Ich hoffe, dass die Waffenruhe dieses Mal eingehalten wird und die Parteien zu einer Regelung kommen. Das würde ich mir für die Bewohner des Gazastreifens wünschen, aber auch für die Israeli, die schon jahrelang unter Raketenbeschuss leiden, besonders für die im Süden.

Die Arbeit läuft gut, vor einigen Tagen habe ich eine tolle Entdeckung gemacht (zumindest ich war ganz „begeistert“!).

Ihr kennt bestimmt alle Helmut Schmidt, oder? Bei Bearbeitung einer Akte bin ich zufällig auf den leiblichen Großvater von ihm gestoßen, ein jüdischer Bankkaufmann. Der Vater von Helmut Schmidt, Gustav Schmidt, stammte aus einer flüchtigen Affäre und wurde nach der Geburt von der Familie Schmidt adoptiert.

Laut Gesetzeslage ohne nähere Prüfung hätte Helmut Schmidt theoretisch einen Anspruch auf Zahlung aus dem Fonds, den die Claims Conference (dazu später! Für die Ungeduldigen: http://www.claimscon.org/) für die Überlebenden des Holocaust und ihrer Angehörigen eingerichtet hat!

Ich fand diese Entdeckung total überraschend. Es ist unglaublich, wie präsent die Vergangenheit noch manchmal ist. Die Familiengeschichten und Tragödien, die hinter jedem Fall stecken, machen mich sprachlos und traurig, gerade und besonders angesichts des grassierenden Antisemtismus in Deutschland. Die Geschichtsbewältigung ist nicht einmal abgeschlossen, schon geht es wieder los…

Jetzt könnte ich wieder ans Reisen denken. Bis jetzt war ich nur in Tel Aviv und eine längere Zeit in Jerusalem. Aber um den Süden werde ich wahrscheinlich weiterhin einen Bogen machen…

Reise nach Jerusalem…

Heute wieder etwas Neues von mir:

Momentan befinde ich mich in Jerusalem. Auf der Hinfahrt von Ramat Gan nach Jerusalem geisterte mir immer wieder im Kopf herum, was wäre, wenn jetzt eine Bombe hochgeht. Vielleicht habe ich doch mehr Angst, als ich es mehr selbst eingestehe. Die Busse nach Jerusalem werden, im Gegensatz zu Reisen vom Zentralbusbahnhof aus, nicht kontrolliert, theoretisch könnte man eine Bombe im Gepäck verstecken. Schon möchten die Hamas die Dritte Intifada ausrufen:

http://www.i24news.tv/en/news/israel/diplomacy-defense/37961-140723-liveblog-no-gaza-ceasefire-in-sight

Hunderprozentige Sicherheit wird es wohl nie geben, trotz Kontrollen, wie die Vergangenheit zeigte.

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Warum Nahostkonflikt?

Der Konflikt im Nahen Osten bewegt seit so vielen Jahren die Welt und vor allem die Gemüter der Menschen. Es wird verteidigt, verleumdet, verschimpft.

Nun sitze ich mittendrin in diesem Wespennetz, mit dem Wissen, nur Halbwissen über diesen Dauerbrenner in den Nachrichten zu haben.

Ich will mich über dieses Thema informieren, und würde Euch gerne an meiner Recherche teilhaben lassen. Ich bin mir absolut sicher, dass es vielen genauso geht wie mir.

Ich möchte nur verteidigen oder verschimpfen (nicht verleumden), wenn ich tatsächlich Wissen besitze, nicht gares Halbwissen.

In diesem Sinne,

Shalom