Sieben Leitlinien für die Flüchtlingskrise

In der Flüchtlingsdebatte scheint es nur Extreme zu geben. Dabei brauchen wir eine lösungsorientierte Debattenkultur in einer zutiefst strittigen und den Kern des menschlichen Daseins berührenden Frage. Sieben Punkte, die uns in der Flüchtlingskrise voranbringen.

von Boris Palmer

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/gastbeitrag-von-boris-palmer-sieben-leitlinien-fuer-die-fluechtlingskrise-13902762.html

Palmer, OB von Tübingen, schlägt in seinem Gastbeitrag vernünftige Handlungsmaximen vor, die die Flüchtlingsdebatte sachlicher machen könnten.

Und das ist meines Erachtens das Resultat einer unsachlichen ideologieverblendeten Debatte über die Flüchtlingskrise:

10 Prozent für die AfD.

Wenigstens einige, die sich jetzt freuen dürfen. Erstaunlicherweise hat auch die FDP deutlich zugelegt. Nach dem Insa-Meinungstrend würde sie jetzt auf 6 Prozent kommen. Die Totgeglaubten leben wirklich am längsten.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingsdebatte-afd-laut-umfrage-erstmals-bei-zehn-prozent-13903539.html

Das Glück von Schlichtheit

Es braucht so wenig, um glücklich zu sein. 🙂

Und hier das „Original“:

Es ist interessant, dass Louis Armstrong ein besonderes Verhältnis zu Juden hatte. Er soll bis zu seinem Tod einen Davidstern getragen haben. Die Verbundenheit zur jüdischen Bevölkerung entstand während der Zeit, als Armstrong in New Orleans bei einer jüdischen Familie namens Karnofsky arbeitete, die für ihn sorgte.

Die Kanzlerin geht in die Offensive

Im Deutschen Historischen Museum in Berlin hängt ein Plakat zum 10. Parteitag der SED im Jahre 1981. Darauf abgebildet: Eine dralle Traktoristin im Latzanzug – der jungen Angela Merkel wie aus dem Gesicht geschnitten – und quer über dem Plakat die Aufschrift „das schaffen wir!“. [Weiterlesen]

von Thilo Sarrazin (!)

Was sehe ich da auf der „Achse des Guten“? Ein Kommentar von Thilo Sarrazin, auch bekannt als Verbreiter unheilvoller Prophezeiungen wie „Deutschland schafft sich ab“ oder „Deutschland wird dümmer“, über die aktuelle Flüchtlingspolitik von „Mutti“.

Aufgrund der Unwägbarkeiten unserer Zeit müssten die Thesen des Sarrazins momentan „Hochkonjunktur“ haben.

Eine Geschichte von Fehlern, Exzessen und Scheinheiligkeit

Der Ausschluss des Hetzredners Akif Pirinçci aus dem öffentlichen Diskurs ist kein Verlust. Doch dass seine Aussagen bei Pegida von  Medien im falschen Zusammenhang zitiert wurden, ist verheerend.

von Stefan Niggemeier

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/katzen-des-boesen-akif-pirincci-und-die-medien-13886415.html

Ein interessanter Artikel über den Umgang insbesondere der Medien mit dem „Katzenliebhaber“ Akif Pirinçci.

Auf den ersten Blick wurde durch die Medien suggeriert, dass der Satz „Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“ sich auf die Flüchtlinge bezog. Tatsächlich war auch meiner Meinung nach der Umgang mit Gegnern der deutschen Flüchtlingspolitik gemeint. Dieser Zusammenhang ist nicht weniger geschmacklos, aber doch nun einmal ein anderer. Hätte ich nicht weiter recherchiert, wäre ich selbst weiterhin diesem „Irrtum“ unterlegen.

Eine Replik von Patrick Gensing:
http://publikative.org/2015/11/01/pirinccis-pr-coup-gute-kzs-schlechte-kzs/

SpaceNet Award 2015/16

Es ist soweit: Der Startschuss ist gefallen! Wir suchen wieder das beste Photo und die beste Kurzgeschichte für unseren diesjährigen Kreativwettbewerb. Alle kreativen Menschen sind zur Teilnahme am „SpaceNet Award 2015/16 – bestes Photo, beste Kurzgeschichte“ herzlichst eingeladen. Sind Sie auch mit dabei? [Weiterlesen]

Einsendeschluss ist der 15.12.2015. Es gibt Preise in Höhe von insgesamt 6.200 EUR zu gewinnen.

Das Motto ist übrigens „Was geht, wenn nichts mehr geht?“. Na, davon kann ich ein Lied singen! 🙂

Darüber hinaus gibt einen Nachwuchspreis für Künstler unter 18 Jahren.

Weitere Infos:
https://www.autorenwelt.de/verzeichnis/foerderungen/spacenet-award

Der Siedlungsbau ist nicht illegal

Wann immer es um den Friedensprozess im Nahen Osten geht, wird für dessen Stillstand der israelische Siedlungsbau verantwortlich gemacht. Höchste Zeit, einige zentrale Punkte sachlich zu klären.

Von Arthur Cohn

http://www.cicero.de/siedlungsbau-im-westjordanland-pro-israels-siedlungsbau/56556

Der Artikel von Cohn liegt bereits eine Weile zurück (Dezember 2013). Er ist aber aufgrund der aktuellen Israel-Politik der EU immer noch hochaktuell, insbesondere im Hinblick auf die geplante Kennzeichnungspflicht.

EU setzt Israel unter Druck

Brüssel schreibt künftig für Produkte aus den israelischen Siedlungen gesonderte Herkunftsbezeichnungen vor. Israelische Diplomaten kritisieren den Schritt scharf.

Von

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kennzeichnungspflicht-fuer-waren-eu-setzt-israel-unter-druck/12524692.html

Ich kann mich nicht oft genug darüber wundern, in welcher scheinheiligen Zeit wir leben.

Jetzt will die EU Kennzeichnungspflichen für Waren einführen, die aus umstrittenen israelischen Siedlungen im Westjordanland stammen. Laut einem Artikel in der JA soll diese Kennzeichnungspflicht auch für Produkte aus Ost-Jerusalem und dem Golan Anwendung finden. Damit müsste Israel in der europäischen Politik einmal mehr eine singuläre Stellung innehaben. Ich wüsste nämlich nicht, dass für Produkte aus Tibet, Nordzypern und der Krim, nur um einige zu nennen, eine solche Kennzeichnungspflicht besteht.

Zur Frage, ob die Siedlungen nun illegal oder doch „nur“ umstritten sind, habe ich übrigens einen interessanten Artikel von Arthur Cohn gefunden, der genau dieser Frage nachgeht. Cohn zufolge liege eine Illegalität gerade nicht vor.

Die EU verteidigt dieses Vorgehen laut Tagesspiegel-Artikel damit, dass damit nur die seit „Jahren bestehende EU-Regeln zum Verbraucherschutz umgesetzt“ würden. Für David Walzer, Israels Botschafter bei der EU, sind diese verbraucherschutzrechtlichen Gesichtspunkte nur Vorwände. Die EU solle das Kind beim Namen nennen. Bei der Kennzeichnungspflicht geht es dem Botschafter zufolge nicht um Verbraucherschutz, sondern um die politische Stigmatisierung Israels. Der Verbraucherschutz würde nur für politische Zwecke missbraucht.

Etwa 1,5 Prozent der israelischen Exporte wären laut Brüssel von den neuen Kennzeichnungspflichten betroffen. Ausnahmen von dieser Kennzeichnungspflicht sollen jedoch bei Agrarprodukten gelten.

Mir drängt sich die Frage auf, ob bei dieser EU-Entscheidung die Palästinenser berücksichtigt wurden, deren Existenzgrundlage durch diese Entscheidung zerstört werden könnte. Wer gibt ihnen Arbeit, wenn die israelischen Firmen sich aufgrund des politischen Drucks aus dem Westjordanland zurückziehen, wie bereits geschehen?

Nach internen Angaben soll die Kennzeichnungspflicht nur der erste Schritt sein. Es sei geplant, zukünftig auch Bank- und Darlehensgeschäfte, Steuerbegünstigungen und Ausbildungsabschlüsse zu „differenzieren“. Demnach hat der damalige Außenminister Avigdor Lieberman nicht ganz unrecht, als er seinen europäischen Kollegen empfahl, „doch gleich einen gelben Stern auf die Produkte zu kleben“.

Die Nazis und der Nahe Osten

Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Nationalsozialisten aus Europa. Was lange unbekannt war: Ägypten und Syrien heuerten Dutzende NS-Männer und Kriegsverbrecher an – um eine Armee für den Kampf gegen Israel aufzubauen. Die Bundesregierung wusste davon.

Von Géraldine Schwarz

http://www.welt.de/print/wams/article137463087/Die-Nazis-und-der-Nahe-Osten.html

Ein weiterer interessanter Artikel über die „Nazis/Arabs“-Connection.