Eine überwältigende Mehrheit aller Araber ist gegen den „Islamischen Staat“, 62 Prozent halten einen Sturz Assads für die beste Option in Syrien. Und wie groß ist die Akzeptanz Israels? Die größte Umfrage im Nahen Osten zeigt es.
Bei der Umfrage handelt es sich um den „Arab Opinion Index„, der vermutlich jährlich vom Forschungsinstitut „Arab Center for Research and Policy Studies“ durchgeführt wird und als größte Umfrage in der arabischen Welt gilt. Mehr als 18.300 Menschen in zwölf Ländern des Nahen Ostens wurden befragt.
Die fehlende Akzeptanz Israels ist weiterhin beständig:
85 Prozent der Befragten lehnen die Anerkennung Israels ab. 75 Prozent sollen folgender Aussage zustimmen: „Die Palästinenserfrage betrifft alle Araber, nicht nur die Palästinenser.“ (hier ab Seite 25).
Bundespräsident Joachim Gauck: Weihnachtsansprache 2015
In seiner Weihnachtsansprache betonte Gauck erneut die hohe Stellung der Meinungsfreiheit in einer Demokratie. Zwar belaste gegenwärtig viele die Heftigkeit der Debatte über die Flüchtlingskrise. Der Meinungsstreit sei jedoch keine Störung des Zusammenlebens, sondern Teil der Demokratie. Nur mit offenen Diskussionen und Debatten könne Deutschland Lösungen finden, die langfristig Bestand haben und von Mehrheiten getragen werden.
Gauck rief dazu auf, Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen zu verachten und zu bestrafen, da Gewalt und Hass kein legitimes Mittel der Auseinandersetzung seien.
Die Menschenfreundlichkeit Gottes, die sich im Weihnachtsgeschehen zeige, solle gelebt und in unsere Welt hineingetragen werden.
In China breitet sich das Christentum mit einer für die Behörden beängstigenden Geschwindigkeit aus. In einer kleinen Gemeinde wurden jetzt wegen „Baumängeln“ die Kreuze von den Kirchendächern gerissen. Ein Vorgeschmack auf weitere Maßnahmen?
Ein sehr interessanter Artikel über die Situation der Christen in China. Ihm zufolge sollen von den etwa zwölf Millionen Katholiken in China geschätzte fünf Millionen zur „Untergrundkirche“ gehören. Trotz Verbots seitens der chinesischen Politik bekennt sich diese „Untergrundkirche“ nach wie vor zum Papst.
Darüber hinaus gibt es nach offiziellen Zahlen etwa 23 Millionen protestantische Christen in China. Laut FAZ-Artikel könnten es aber bereits an die 80 Millionen sein. Die meisten Protestanten gehören nicht der offiziellen „Drei Selbst“-Kirche“, sondern den sog. „Hauskirchen“ an. Nach den drei „Selbst-Prinzipien“ muss sich die protestantische Kirche selbst verwalten, finanzieren und ihre Lehre verbreiten, um den befürchteten Einfluss westlicher „Kräfte“ zu unterbinden. Die „Hauskirchen“ agieren wie die „Untergrundkirche“ im Untergrund. Sie treffen sich in privaten Wohnungen zu Gottesdienst und Bibelstudium.
Bei der kleinen Gemeinde im Artikel handelt es sich um die Stadt Wenzhou in der Provinz Zhejiang, die als die „christlichste“ in ganz China gelten soll. Der Anwalt mehrerer betroffenen Kirchengemeinden in Wenzhou, Zhang Kai, wurde bereits im August wegen „Weitergabe von Staatsgeheimnissen an ausländische Organisationen“ verhaftet.
Hat die chinesische Politik solch eine Angst vor Christen in China, dass sie mehr als 1200 christliche Kirchen ihrer Kreuze berauben muss?
Hat sie Angst vor der Hoffnung, die aus dem Christentum hervorgeht?
„Hoffnung ist das einzige Gefühl, das stärker ist als Angst.“
Dieses Zitat stammt vom Präsidenten Snow, dem fiktiven Despoten aus Panem, einer Diktatur.
Die ICEJ veranstaltet am 27.01.2016 (Internationaler Holocaustgedenktag) wieder eine Gedenkfeier in Stuttgart mit Kranzniederlegung und Lichterentzünden am Holocaustmahnmal. Die Auschwitz-Überlebende Judith Rosenzweig wird dieses Jahr als besonderer Ehrengast anwesend sein. Darüber hinaus haben weitere jüdische Ehrengäste sowie hochrangige Politiker aus Israel und Deutschland ihr Kommen zugesagt.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier:
Ein interessanter Beitrag der „phoenix Runde“ vom 01.10.2015
Die Moderatorin Anke Plättner diskutiert mit den Gästen Khola-Maryam Hübsch (Autorin), Guido Steinberg (Islamwissenschaftler), Jochen Bittner (Journalist Die Zeit) und Sabatina James (Publizistin und Islamkritikerin) über die Frage, welcher Islam mit seinen konkreten Ausprägungen zu Deutschland gehört.
Es gib nach meinem Eindruck zwei Fraktionen: Die „islamkritische“ um Sabatina James und Jochen Bittner sowie die „islamfreundliche“ um Khola-Maryam Hübsch und Guido Steinberg.
Ich habe das Gefühl, dass Frau Hübsch, die der Ahmadiyya-Gemeinschaft (übrigens Körperschaft des öffentlichen Rechts) angehört, sehr viele reale Probleme im Hinblick auf den Islam verharmlost. Als Frau James sie darauf ansprach, dass es auch in der Ahmadiyya-Gemeinschaft zu Menschenrechtsverletzungen wie Gewaltanwendung gekommen seien (ab 11:52), leugnete sie zuerst diese Vorwürfe. Dann versuchte sie, den Vorwürfen aus dem Weg zu gehen, indem sie das Thema wechselte und um den „heißen Brei herumredete“. Das ist aber lediglich mein Eindruck.
Ich weiß nicht, ob das Ausweichen und der „Gegenangriff“ Taktiken von Frau Hübsch sind. Angesprochen auf die Problematiken der Ehrenmorde und Zwangsheiraten wies sie primär darauf hin (ab 40:32), dass es auch in anderen Kulturen solche Probleme gäbe, anstatt sich mit diesen Problemen speziell in der islamischen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Diese „Taktik“ von Frau Hübsch ist so auffällig, dass die Moderatorin sie direkt fragte, ob sie die Ehrenmorde und Zwangsheiraten überhaupt ablehne (ab 41:40).
Weiterhin ist es sehr interessant, dass laut Frau James die Ahmadiyya-Gemeinschaft weniger als ein Prozent der muslimischen Gemeinschaft darstelle und diese Gemeinschaft weltweit von vielen Muslimen nicht als gleichwertig betrachtet würde (ab 4:35). Falls es wirklich so ist, stellt die Meinung von Frau Hübsch nicht den Mainstream dar. Dann wäre es viel interessanter, wichtige Vertreter der Hauptströmungen des Islams anzuhören. Diese werden vermutlich nicht eingeladen, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht zu radikal?
Die Biografie von Frau James verdient Beachtung. Frau James ist Pakistanerin und wuchs in Österreich auf. Sie tauchte unter und nahm eine neue Identität an, nachdem sie die Zwangsheirat mit einem Cousin ablehnte und infolgedessen Todesdrohungen ihrer eigenen Familie erhielt. Seitdem lebt sie unter Polizeischutz. Sie nahm den Namen „James“ nach ihrer Konversion zum Christentum an. Heute ist Frau James Botschafterin der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes und im 2006 von ihr gegründeten Verein „Sabatina„tätig, der sich insbesonders für die Rechte muslimischer Frauen einsetzt.