Amnesty wirft Hamas Folter und Hinrichtungen vor

Während des Gazakriegs soll die Hamas zahlreiche Palästinenser entführt, misshandelt und erschossen haben. Keines der Verbrechen wurde geahndet.

http://www.zeit.de/politik/2015-05/amnesty-hamas-folter

(…) Dem Bericht zufolge verschleppte, folterte und attackierte die Hamas unter anderem Mitglieder der im Westjordanland regierenden Fatah. Keines der Vergehen der Hamas gegen Palästinenser sei geahndet worden. Dies deute darauf hin, „dass die Verbrechen von den Behörden entweder angeordnet oder gebilligt“ worden seien, schrieb Amnesty (…)

(Kann man ernsthaft von Israel erwarten, mit solch einer „Regierung“ bzw. Terrororganisation zusammenzuarbeiten?)

(…) Amnesty International hat auch Israel im Gazakonflikt Kriegsverbrechen vorgeworfen. Es soll ohne militärische Notwendigkeit zivile Ziele angegriffen und unnötig Menschenleben gefährdet haben. Die Hamas steht zudem für ihren Raketenbeschuss israelischer Städte in der Kritik: Amnesty International wertete sie als Kriegsverbrechen.

(Ob tatsächlich noch „zivile Ziele“ gegeben sind, wenn die Hamas von dort aus militärisch operieren, ist meiner Ansicht fraglich. Die juristische Bewertung überlasse ich aber denjenigen, die davon rechtlich etwas verstehen.)

Israel erwidert Raketenbeschuss aus Gazastreifen

Israelisches Militär hat mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Auslöser war der Einschlag einer Rakete aus dem Palästinensergebiet trotz Waffenstillstand.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/israel-hamas-gazastreifen

(…) Augenzeugen schilderten, das Militär habe Camps des Islamischen Dschihads in Rafah, Khan Yunis und Gaza Stadt getroffen. Ein Armeesprecher sagte, das Gebiet der Hamas werde für Angriffe auf Israel genutzt, das sei nicht akzeptabel und werde Konsequenzen haben. Israel machte aber die Hamas bisher nicht direkt für diesen Raketeneinschlag verantwortlich (…)

(…) Die Hamas bekannten sich bisher nicht zu dem Raketenbeschuss. Ein Vertreter der Palästinenser sagte, Unbekannte seien verantwortlich. Medien zitierten einen Hamas-Vertreter, der rivalisierende Palästinensergruppen als Hintergrund der Attacke vermutete. Im Norden des Gazastreifens führe zudem ein neuer Befehlshaber das Kommando, dessen Anhänger zwei Mitglieder einer rivalisierenden Truppe gekidnappt hätten. Die habe sich dann entschlossen, die Rakete auf Israel abzufeuern (…)

Recognising a Palestinian state now will thwart hopes for peace

Hamas and Islamic State are part of the same Islamist front.

http://www.thetimes.co.uk/tto/opinion/thunderer/article4247401.ece?shareToken=3408cf3565c9d1584379cbf88c4bae51

Ein interessanter Artikel vom Oktober 2014, der von José María Aznar, dem ehemaligen Ministerpräsident Spaniens, verfasst und auch von anderen Politikern unterzeichnet wurde. Der Tenor des Artikels geht dahin, dass eine unilaterale Anerkennung Palästina als Staat zum jetzigen bzw. damaligen Zeitpunkt unangebracht, kontraproduktiv und ungerechfertigt sei. Der Verfasser begründet dies vor allem damit, dass hierduch die Friedensverhandlungen behindert würden, entgegen den Verpflichtungen aus den Osloer Verträgen. Auch verfüge Palästina nicht über die Institutionen, die für ein Funktionieren eines Staates notwendig seien. Diese Anerkennungsbestrebungen würden nur Israel unter Druck setzten, nicht aber die Autonomiebehörde, die einen Kompromiss im Friedensprozess blockiere. Israel sei darüber hinaus ein Bollwerk gegen die Ausbreitung des Dschihadismus und anderer Bedrohungen im Nahen Osten.

…Recognising Palestine as a state in the face of Mr Abbas’s obstructionist behaviour, Hamas’s attacks on Israel and the present situation in the Middle East, is detrimental for peace since it will reward Palestinian unwillingness to negotiate a true peace with Israel and will encourage unilateral moves and a break with the Oslo Accords. Thus, we call on all responsible leaders of free nations to reject unilateral moves that only reward one side. We call our leaders to urge both parties to resume without pre-conditions direct bilateral talks as the only way to really promote a lasting peace. Actions that only undermine one of the parties will not produce peace, they will obstruct it. If we want to have a democratic, free, peaceful and prosperous Palestinian state alongside Israel, recognising now an entity that is far from democratic, free, peaceful and prosperous will only thwart any possibility that any such state will exist in the future.

Mein Arzt und Clown…

Der Blog „faehrtensuche“ hat seinem letzten Eintrag den sog. Traum-Doktoren gewidmet, israelische Ärzte, die um die heilende Wirkung des Humors wissen und neben der medizinischen Versorgung auf den Gesichtern der kleinen Patienten ein Lächeln hervorlocken wollen.

https://faehrtensuche.wordpress.com/2015/05/09/traumhafte-doktoren/
(in dem Youtube-Video ist 0:39 besonders schön, als ein Clown auf ein neugeborenes Kind blickt, das in einem Inkubator liegt)

Antrag im Bundestag: 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel

…Deutschland ist Freund und wichtiger Verbündeter des jüdischen und demokratischen Staates Israel und bekennt sich zur besonderen Verantwortung gegenüber Israel. Der Deutsche Bundestag bekräftigt die Aussage von Bundespräsident Gauck, dass „das Eintreten für die Sicherheit und das Existenzrecht Israels… für die deutsche Politik bestimmend“ ist. Die einzigartigen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sind ein Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik. Israels Existenzrecht und Sicherheit sind für den Deutschen Bundestag nicht verhandelbar. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Israel-Besuch 2008 das Eintreten für die sichere Existenz Israels als Teil der „deutschen Staatsräson“ definiert und in ihrer Rede vor der Knesset betont: „Deutschland und Israel sind und bleiben – und zwar für immer – auf besondere Weise durch die Erinnerung an die Shoah verbunden“…

Anlässlich des 50. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel haben die Fraktionen der CDU/CSU und SPD im Bundestag einen Antrag eingebracht, der meines Wissens angenommen wurde.

Weiterlesen „Antrag im Bundestag: 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel“

Netanjahu vergleicht Iran mit Nazi-Deutschland

Der israelische Ministerpräsident hat den westlichen Staaten Ignoranz vorgeworfen. Er warnte sie davor, erneut einen bitteren Fehler zu machen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-04/netanjahu-iran-vergleich-ns-regime


Damals habe die freie Welt versucht, das NS-Regime zu beschwichtigen und seinen guten Willen zu kaufen. Warnungen seien ignoriert worden. Und auch heute sei die Blindheit groß. Dabei finde die Aggression des Irans und dessen Unterstützung radikaler islamistischer Gruppen etwa im Jemen, in Syrien oder Gaza vor aller Augen statt, sagte Netanjahu.