So jung und schon so müde

Sie sind gehorsam, manipulierbar, furchtlos und billig. Viele Kriegsherren halten Kinder für ausgezeichnete Soldaten. Den Vereinten Nationen zufolge werden momentan rund 250.000 Kinder in mindestens 17 Ländern von bewaffneten Gruppen als Soldaten missbraucht. Die Fotografen der Agentur Magnum haben ihr grausames Schicksal, Opfer und Täter zugleich zu sein, immer wieder festgehalten. Ihre Bilder aus Nicaragua, dem Libanon oder der Zentralafrikanischen Republik zeugen von Kampfesmut und Stolz und von einer unglaublichen Müdigkeit.

http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2015-05/kindersoldaten-magnum-krieg-fs

Unter anderem auch die Fatah-Partei (Bilder 7/8). Zumindest 1969. Ob das immer noch so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Hamas knüpfen an diese „Tradition“ an, indem sie vor allem Kinder als menschliche Schutzschilder missbrauchen.

Charlie Chaplin – Die Rede des „Großen Diktators“

Die Schlussrede des „Großen Diktaktors“ war 1940, vor genau 75 Jahren. Erschreckend, dass sich seitdem nicht viel geändert hat.

Hier ein tolles Video mit Hintergrundmusik von Hans Zimmer:

Und hier die Originalversion :

Deutsche Übersetzung:
http://www.der-grosse-diktator.de/global_html/hintergrund_3.html

Im Übrigen war Chaplin nicht jüdischer Herkunft, wie von den Nazis propagiert wurde.

[…] Chaplin hat die Angriffe von Nationalsozialisten, die ihn fälschlicherweise als Juden titulierten, aus Solidarität mit den Verfolgten erst viel später richtiggestellt. Sein Freund Ivor Montagu meinte, dass diese Behauptung der Grund war, warum Chaplin Der große Diktator produzierte; denn er hatte ihn zuvor auf eine Nazischrift mit dem Satz: „Dieses kleine jüdische Stehaufmännchen ist so ekelhaft, wie es langweilig ist“, aufmerksam gemacht. […]

http://de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Chaplin#1940:_Der_gro.C3.9Fe_Diktator

Zehn Jahre nach Andischan: Rekonstruktion eines Massakers

In Usbekistan starben 2005 Hunderte bei einem Blutbad durch Regierungstruppen. In Kooperation mit CORRECT!V rekonstruieren wir das Massaker – mit Zeichnungen und einem Augenzeugen.

http://www.zeit.de/video/2015-05/4232306832001/usbekistan-zehn-jahre-nach-andischan-rekonstruktion-eines-massakers

Bislang ist nicht geklärt, was am 13.05.2005 in Andischan tatsächlich passiert ist und wie viele Menschen von den Regierungstruppen erschossen wurden.

Vgl. auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Usbekistan_2005
http://derstandard.at/1363710818175/Usbekistan-Das-verschwiegene-Blutbad-von-Andischan

US-Senat stimmt für Mitspracherecht bei Atomdeal

Der Senat hat ein Gesetz beschlossen, das den Iran-Deal der parlamentarischen Kontrolle unterwirft. Senatoren könnten gegen die Aufhebung von Sanktionen stimmen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/usa-senat-iran-atomverhandlungen-mitspracherecht


US-Präsident Barack Obama muss dem Gesetz zufolge mit der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran mindesten 30 Tage warten, in denen der Kongress das Abkommen prüft. Sollten Senatoren dem Deal nicht zustimmen, könnte Obama zumindest einige vom Kongress gegen den Iran verhängte Sanktionen nicht aufheben.

Der Mensch kann seine Evolution nun selbst bestimmen

Der Tabubruch ist da: Chinesische Forscher haben frisch gezeugte Embryos im Labor genetisch verändert. Eine ungeheure Macht – jetzt gilt es, eine neue Grenze zu ziehen.

Ein Kommentar von 

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-04/genetik-erbgut-embryo-china

Alles geht dem Ende zu. Wie heißt es im Zauberlehrling von Goethe?

Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd ich nun nicht los.

Daran musste ich auf Anhieb denken, als ich diesen Artikel gelesen habe. So viel Macht in menschlicher Hand, das kann meiner Ansicht nach nur schiefgehen. Im Artikel stellte der Autor abschließend fest, dass die Technologie Augenhöhe mit der Evolution erreicht habe. Für sein weiteres Schicksal ist der Mensch nun allein verantwortlich. Wenn wir die Zeitung aufschlagen, sehen wir, wohin diese menschliche Verantwortung bislang geführt hat.

Im Bomben-Basar

Teheran zeigt den USA, was wahre Verhandlungskunst ist.

von 

http://www.zeit.de/2015/16/atomabkommen-iran-usa-zeitgeist


Vielleicht gibt es bis zum 30. Juni ein Abkommen, mit dem der Westen 10, 15 Jahre lang leben kann. Nur bleibt der beste Vertrag Papier, wenn Teheran, das seit Schahs Zeiten die Instrumente für den Bombenbau sammelt, tatsächlich Atommacht werden will. Die beiden Ex-Außenminister Kissinger und Shultz bringen es auf den Punkt: „In einem großen Land mit vielfältigen Anlagen und den bewiesenen Fähigkeiten, diese zu verbergen, lassen sich Verletzungen (des Abkommens) kaum aufdecken.“

Das stille Fazit kommt aus Israel, das die iranische Bombe schon „eingepreist“ hat. Fünf U-Boote hat es schon, 2017 kommt das sechste – Stand der Technik – aus Deutschland in Dienst. Unterwasser-Atomraketenträger sind immun gegen einen iranischen Erstschlag. Die Botschaft: Abschreckung ist besser als das beste Abkommen.