Mal wieder die Medien…

Sechs der 17 Terroropfer bzw. der 14 zivilen Opfer waren jüdisch. Die deutschen Medien und Politiker haben das wohl noch nicht mitbekommen oder geflissentlich übersehen. Zumindest vier dieser Opfer wurden nur wegen ihrem Glauben abgeschlachtet.

Wäre es nicht spätestens jetzt angebracht, öffentlich zu diskutieren, wie wir unsere jüdischen Mitbürger schützen können? Warum dürfen Juden in Deutschland nicht mit einer Kippa oder einem Davidstern herumlaufen, ohne Angst vor Attacken zu haben? Ist das die Gesellschaft, die wir haben wollen?

Die jetzige Situation erinnert mich irgendwie an die von 1933. Sehe ich es zu pessimistisch? Die potentielle Auswanderung der Juden nach Israel, Kanada oder die USA darf nicht die einzige Lösung sein, um dem Terror zu entkommen. Und falls doch, hat unsere westliche Gesellschaft total versagt.

„Am Ende des Tages geht es aber nur darum, den Beweis zu erbringen, dass die Juden im Grunde schlechte Menschen sind“

Der israelisch-amerikanische Autor Tuvia Tenenbom, bekannt für Kolumnen wie  „Fett wie ein Turnschuh“hat dieses Jahr sein zweites Buch „Allein unter Juden – Eine Entdeckungsreise durch Israel“ veröffentlicht, das an seinem ersten Reisebericht „Allein unter Deutschen“ anknüpft.

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„Israel hat keine Schuld am Antisemitismus“

Ein meiner Ansicht nach sehr guter Artikel über die Frage, was zuerst da war: der Staat Israel oder der Antisemitismus.

http://www.cicero.de/berliner-republik/nahostkonflikt-israel-hat-keine-schuld-am-antisemitismus/58013

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass der Nahostkonflikt nicht schuld am Antisemitismus ist, dieser vielmehr älter ist als der israelische Staat selbst. Insbesondere sei der Antisemitismus keine Folge israelischer Politik.

Der Antisemitismus im arabischen Raum, seine radikalste Form in Gestalt terroristischer Organisationen wie Hamas oder Hisbollah, sind keine Folgen israelischer Politik. Wer glaubt, Israel müsse nur seine Politik ändern, seine Siedler zurückpfeifen (in Gaza gibt es im Übrigen gar keine) oder die Gaza-Blockade aufheben, dann würde Friede einkehren sowie Gewalt und Antisemitismus verschwinden, hat das Wesen des Antisemitismus nicht verstanden. Dieses zweitausendjährige Phänomen braucht kein Bezugsfeld. Oder mit den Worten Isaiah Berlins gesprochen: „Antisemitismus ist, wenn man die Juden mehr hasst als unbedingt nötig.“

Dem Autor zufolge hat der Antisemitismus nun endgültig seine antizionistische Tarnung verloren.

„In der Schlagzeile ist Israel fast immer Aggressor“

Und sie ist nicht tabu, die Kritik an Israel in den deutschen Medien!

Laut Monika Schwarz-Friesel, Linguistin an der TU Berlin, kritisieren die deutschen Medien kaum ein Land so oft wie Israel. „In den Artikeln finden sich ungewöhnlich viele NS-Vergleiche, es gibt ein sehr negatives Bild des Landes“.

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Was wollen wir?

Wollen wir das?

Reichskristallnacht in Bonn 1938

In einem Interview war Wolfgang Benz, Experte für Antisemitismus, der Ansicht, dass der „Judenhass“ in Deutschland nicht zugenommen habe. Der Antisemitismus, der sich als Kritik an der israelischen Regierung tarnt, werde aber salonfähiger.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/gaza-antisemitismus-demonstrationen

Hat der Antisemitismus tatsächlich nicht zugenommen?

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