Wo landen die Hilfsgelder für Palästinenser?

Ein oft zitierter Schlüssel zum Frieden zwischen Israel und den Palästinensern ist die wirtschaftliche Entwicklung. [Weiterlesen]

von Tzipi Hotovely

Unterstützen wir indirekt und ungewollt Terror und Mord in Israel?

Der obige Beitrag von Tzipi Hotovely, stellvertretende Außenministerin Israels, lässt diese Mutmaßung zu.

Nach Hotovely zahlt die PA in Ramallah monatlich zwischen 370 und 3300 Euro an Terroristen und ihre Familien. Letzterer Betrag sei fünfmal mehr als der durchschnittliche Monatsverdienst eines palästinensischen Arbeiters.

Den Zahlen eines Haushaltsberichts des israelischen Außenministeriums vom Juni 2014 zufolge habe zum damaligen Zeitpunkt das jährliche Budget der Palästinensischen Autonomiebehörde für die Unterstützung palästinensischer Terroristen ungefähr 69 Millionen Euro betragen. Das seien ungefähr 16 Prozent der ausländischen Spenden gewesen, die die PA jährlich erhalte. Im Jahr 2012 hätten ausländische Hilfsgelder ungefähr ein Viertel des Haushalts der PA von 2,85 Milliarden Euro ausgemacht. Jüngere Zahlen seien nicht verfügbar, da die PA die Höhe der Hilfszahlungen nicht mehr offenlege.

Aber einem Bericht vom Global Humanitarian Assistance zufolge hätten die Palästinenser 732 Millionen Euro im Jahr 2013 als internationale Hilfe erhalten. Zwischen 1993 (als der Friedensprozess von Oslo begann) und 2013 hätten die Palästinenser nach Angaben der Weltbank insgesamt 20,04 Milliarden Euro als Entwicklungsunterstützung bekommen.

Am Beispiel des Jahres 2013 ließe sich somit feststellen, dass die Palästinenser weltweit die höchste Unterstützung pro Kopf erhielten, obwohl ihr Bruttosozialprodukt höher sei als der durschnittliche Bruttosozialprodukt von acht anderen Hilfsgeldbeziehern wie Sudan, Südsudan, Jordanien oder Libanon.

Bis heute erfolge mit Hilfe dieser zweckentfremdeten ausländischen Hilfszahlungen eine Unterstützung von Terrorismus durch die PA. Die Aufgabe der Geldzahlungen an Terroristen und ihre Familien sei jedoch an einen PLO-geführten Fonds übertragen worden, der aber ebenfalls von Herrn Abbas geleitet werde.

Was hätte bei zweckentsprechender Verwendung dieser Hilfsgelder von über 20 Milliarden Euro für die palästinensische Bevölkerung alles erreicht werden können?

Wohlstand, Bildung und wohl letztendlich Frieden.

Armes Deutschland?

Kinderarmut, niedrige Löhne, Rentenlücke: Viele Menschen klagen über eine wachsende Spaltung Deutschlands. Und das, obwohl die Wirtschaft rundläuft. Zu Recht?

Von Alexandra Endres, Marcus Gatzke, Zacharias Zacharakis und Johannes Neukamm

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/altersarmut-kinderarmut-loehne-deutschland

Interessanterweise sollen die ersten Forschungsergebnisse die Mindestlohn-Befürworter bestätigen. Auch Gerhard Bosch zufolge, Direktor des IAQ an der Universität Duisburg-Essen, dürfe die Einführung des Mindestlohns insgesamt als Erfolg betrachtet werden. Die Zahl der Arbeitslosen sei nicht – wie von einigen Ökonomen prophezeit – in Millionenhöhe gestiegen, sondern sogar weiter gefallen.

In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass nach dem Integrationspapier der CDU der Mindestlohn nun grundsätzlich auch für Asylberechtigte gelten soll. Die CDU reagierte damit auf Kritik seitens der SPD.

 

Holocaust-Überlebende: Wall of Witnesses

Ich bin auf ein interessantes Projekt von ICEJ gestoßen!

Das Projekt „Wall of Witnesses“ gibt Holocaust-Überlebenden Raum für ihre Zeugnisse und Lebensgeschichten. Es sind Menschen, die Auschwitz oder Treblinka überlebt haben, Todesmärsche oder andere Orte der Vernichtung.

In den Profilen werden anfangs die persönlichen Daten der Überlebenden angezeigt. Danach folgt die jeweilige Überlebensgeschichte dieser abgebilderten Menschen, die sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch gelesen werden kann.

Intention von „Wall of Witnesses“ ist nicht nur die Erhaltung der Lebensgeschichten dieser Holocaust-Überlebenden für die Nachwelt, sondern auch der Versuch, dem grassierenden Antisemitismus Einhalt zu gebieten.

 

„Du hast drei Tage Zeit“

Sie sollte ihrem Glauben abschwören: Die Sudanesin Meriam Ibrahim weigerte sich und wurde zum Tode verurteilt. Eine italienische Journalistin organisierte die Rettung der Christin – und schrieb ein Buch darüber.

Von Antonella Napoli

http://www.zeit.de/2016/04/sudan-glaube-todesurteil-rettungskampagne

Unglaublich, dass man noch im 21. Jahrhundert allein wegen Konversion durch den Staat zum Tode verurteilt werden könnte. Gibt es außer dem Islam noch eine andere Religion, die die sog. Apostasie mit der Todesstrafe ahndet? Interessanterweise soll der Koran selbst für Apostasie keine Strafe im Diesseits vorsehen.

Meriam Ibrahim wurde wegen Ehebruch und Apostasie zu 100 Peitschenhieben und zum Tod durch den Strang verurteilt. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit einem zweiten Kind schwanger.

Ihr wurde Apostasie vorgeworfen, obwohl sie nicht gewusst habe, dass ihr Vater Moslem gewesen sei. Vielmehr sei sie von klein auf im christlichen Glauben erzogen worden.

Die Sache mit dem vermeintlichen Ehebruch ist nicht weniger absurd. Der Ehemann von Meriam Ibrahim ist Christ. Als muslimische Frau hätte sie jedoch nur einen muslimischen Mann heiraten dürfen. Die Ehe mit einem Andersgläubigen sei nicht nur verboten und ungültig, sondern werde bestraft.

Wegen dieser abwegigen Vorwürfe wurde Meriam Ibrahim mit ihrem kleinen Sohn, keine 20 Monate alt, am 17. Februar 2014 ins Gefängnis geworfen, wo sie vor die“großzügige“ Wahl gestellt wurde: Bekehrung zum Islam oder Tod.

Meriam Ibrahim hat sich für den Tod entschieden, denn:

[...] Ich konnte meinen Glauben nicht verraten, der mich zu dem gemacht hatte, was ich war, und der meinem Leben einen Sinn gab. Der Glaube war meine Stärke, mein Halt, das Licht, das meine finstersten Momente erhellte.

Mit Hilfe der Journalistin Antonella Napoli und zahlreicher internationalen Organisationen und Akteure kamen Meriam Ibrahim und ihr Sohn schließlich am 23. Juni 2014 frei. Sie lebt jetzt mit ihrer Familie in den USA.

Über diese Rettungskampagne hat die Journalistin ein Buch mit dem Titel „Meriam – Mit der Kraft der Liebe gegen religiösen Fundamentalismus “ geschrieben, das seit Anfang 2016 erhältlich ist.

 

Mascha Kaléko: Letztes Lied

Diese Vertonung von „Letzes Lied“ ist hervorragend. Das Gedicht wird von Fritz Stavenhagen vorgetragen, die Musik stammt von Herb Weidner „Pico DellaMirandola„.

Tragischerweise überlebte Mascha Kaléko ihren einzigen Sohn Steven Vinaver, der 1968 im Alter von 31 Jahren nach einer schweren Krankheit verstarb.

Hier ein interessanter Nachruf für Mascha Kaléko von ihrer Nachlassverwalterin Gisela Zoch-Westphal (von 2007):

http://www.welt.de/welt_print/article914052/Mein-Lied-geht-weiter.html

 

Der Verlust der Mitte

Deutschland geht es wirtschaftlich bestens, aber das Land ist zerrissen wie selten zuvor: Hypermoral von links, blanke Gewalt von rechts. Was ist da passiert?

Von

http://www.zeit.de/2016/04/deutschland-wirtschaft-linke-diskurs-mitte-rechte

Ein interessanter Artikel über die aktuelle Zerrissenheit unserer (deutschen) Gesellschaft. Mangold zufolge erleben wir gerade „einen Kulturkampf, der viel mit Worten zu tun hat“. „Gender, Race, Diversity“, die „Frage nach den richtigen Lebensformen und der richtigen Art, darüber zu reden“ – das seien die Kraftfeldern, aus denen sich die Verfeindungsenergie speiste, die im Moment alles vergifte.

Zwischen den extremen Polen von „linkem Hyperkritik“ und „rechtem Ressentiment“ hätte sich die bürgerliche Mitte schweigsam davon geschlichen. Die Mitte, die „es nicht für die Aufgabe des Staates hält, die Auflösung überkommener Normativitäten gesetzgeberisch zu begleiten, sondern einen liberalen Ordnungsrahmen garantieren möchte, in dem plurale Lebensformen ohne normativen Druck in Zivilisiertheit miteinander auskommen können“.

 

Salman Rushdie: Interview zur Freiheit des Wortes

Das Interview stammt vom 27.11.2015. Es wurde kurz nach den islamistischen Anschlägen in Paris am 13.11.2015 aufgenommen.

Salman Rushdie soll 12 Jahre lang im Versteck gelebt haben, nachdem der Iran, unser zukünftiger Busenfreund, ihn Ende der Achtziger mit einer Todes-Fatwa belegte bzw. verfluchte. Die Fatwa besteht immer noch. Seit einigen Jahren könne Rushdie aber wieder ohne Leibwächter das Haus verlassen und würde auch nicht mehr rund um die Uhr bewacht.

Ab 4:14 kommt eine interessante Aussage von Rushdie, derzufolge „wir“ [vermutlich der Westen] uns davor schützen sollten, „uns die Schuld zu geben, dass wir diesen Feind [„IS“ und andere Befürworter von Tod und Terror] haben“. Das sei nicht unser Fehler. Dieser Totenkult sei im Islam entstanden.

Diese Aussage ist für mich interessant, da es im Westen immer noch „Experten“ zu geben scheint, die den Zerfall des Nahen Ostens und das Erstarken des islamistischen Terros nur auf vermeintliche (politische) Versäumnisse des Westens zurückführen wollen. Ich bin keine Nahost-Expertin. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir alleine schuld daran sein sollen, dass irgendwelche Möchtegern-Märtyrer sich auch hier bei uns in die Luft sprengen oder Menschen erstechen wollen.

Hier das Interview:

http://www.cicero.de/videos/video-salman-rushdie-im-interview-zur-freiheit-des-wortes

Das neueste Buch von Rusdie heißt „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte„.

 

Mindestlohn: „Ich kann nicht nachvollziehen, warum es für mich weniger sein soll“

Da hat der Flüchtling aus Eritrea ein wahres Wort gesprochen (3:26). Warum soll er für die gleiche Tätigkeit weniger Geld verdienen? Die Aussetzung des Mindestlohns zwecks (beruflicher) Integration von Flüchtlingen wird zurzeit unter Wirtschaftswissenschaftlern diskutiert.

Hier der Link auf das interessante Video:

http://www.cicero.de/videos/video-eine-bilanz-zum-mindestlohn

 

Reutlingen: Aktion Sterntaler

Die „Aktion Sterntaler“ fördert Kinder aus benachteiligten Familien, die im Kreis Reutlingen leben. Sie wird verantwortet und organisiert von Citykirche Reutlingen, Caritaszentrum Reutlingen und Diakonieverband Reutlingen.

Die Aktion ermöglicht Kindern aus Familien mit sehr geringem Einkommen Mitgliedschaften in Vereinen, Sport- und Musikunterricht, künstlerisch-gestalterische Angebote, Sport- oder Musikausrüstung sowie Freizeit- und Ferienmaßnahmen.

Ein überaus unterstützenswertes soziales Engagement, das Beachtung verdient!

 

Weitere Informationen finden sich hier:

http://www.sterntaler-sternenfunkeln.de/aktion-sterntaler.php

 

„Be like everyone else“: Erstes faltbares Elektromobil

Der „Atto Mobility Scooter“ des israelischen Unternehmens „Moving Life“ wiegt nur 25 Kilos, passt auch durch schmale Türe und kann zusammengefaltet werden.

Eine tolle Erfindung, die sicherlich das Leben vieler gehbehinderten Menschen erleichtern könnte!

https://movinglife.com/product/

Artikel dazu:

http://www.timesofisrael.com/israeli-polio-victim-builds-a-scooter-for-the-disabled/