Bundespräsident Gauck hielt diese bemerkenswerte Rede bereits am 27.09.2015 bei der bundesweiten Eröffnung der Interkulturellen Woche der Kirchen zur Flüchtlingskrise.
App „Accessible?“
Ich möchte euch sehr gerne auf eine Crowdfunding-Kampagne für eine tolle App namens „Accessible?“ aufmerksam machen.
Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich hierbei um eine mehrsprachige App, die Informationen über die Barrierefreiheit von öffentlichen Plätzen weltweit bündeln und Anwendern zentral zur Verfügung stellen will.
Hierdurch sollen nicht nur Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, sondern auch Personen mit Kleinkindern in die Lage versetzt werden, sich schnell und umfassend über die Zugangsmöglichkeiten bestimmter Orte (vorab) zu informieren.
Die Entwicklung dieser App wird von der Unternehmerin Nadine Bdil, geborene Zielinsky, verantwortet, die von einem Züricher Vorort nach Israel eingewandert ist. Auf die Idee soll sie gekommen sein, als sie in einem Zentrum für therapeutisches Reiten im Süden Israels arbeitete:
„Zuerst überlegte ich, etwas im Bereich behindertengerechter Tourismus zu machen. Aber ich stellte schnell fest, dass das schwierig war, weil es so wenig Informationen darüber gab, welche Orte überhaupt behindertengerecht sind. Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, mit der App diese Lücke zu schließen.“
Weitere Informationen finden sich hier:
CDU stimmt für Einwanderungsgesetz und gegen Obergrenzen
Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag auf eine gemeinsame Linie für die Flüchtlingspolitik geeinigt. Zudem stimmten die Delegierten für ein Einwanderungsgesetz.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-12/fluechtlinge-cdu-parteitag-beschluss
Interessant, dass laut ZEIT-Artikel Grenzkontrollen nur dann eingeführt werden sollen, wenn Schengen nicht funktioniert. Ist das aber nicht bereits der Fall? Darüber hinaus sollen die „Flüchtlinge“ sich zur hiesigen Wertordnung bekennen. Wie das nachgewiesen werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Letztendlich sollten meiner Ansicht nach an dieses „Bekenntnis“ zur deutschen „Werteordnung“ gewisse Konsequenzen geknüpft werden, da diese Leitlinien ansonsten nur leere Worthülsen bleiben. Wir müssen keine Masochisten sein. Wir müssen keine Menschen aufnehmen, die uns und unsere Gesellschaftsformen in Deutschland ablehnen.
Wieder aufstehen!
Eltern wollen ihre Kinder vor Unheil bewahren. Aber auch die Kleinsten sollten ab und zu auf die Nase fallen dürfen. Ökonomen beschäftigt die Frage danach, was Kinder erfolgreich macht, ebenfalls immer wieder.
von Inge Kloepfer
Wie werden Kinder später erfolgreich?
Nach der sog. „Charakterhypothese“sollen für den zukünftigen Erfolg nicht nur Wissen, Kommunikationsfähigkeiten und Abstraktionsvermögen entscheidend sein, sondern -wie der Begriff bereits andeutet- bestimmte Charaktereigenschaften wie die Funktion der Frustrationstoleranz, des Durchhaltevermögens und der Selbstmotivation.
Deutsch-Israelischer Freiwilligendienst
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel ist der sog. Deutsch-Israelischer Freiwilligendienst geschaffen werden, der der Fortentwicklung und weiteren Vertiefung dieser Partnerschaft dienen soll.
Dieses Programm soll es Israelis und Deutschen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren ermöglichen, in pflegerischen, sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Institutionen des jeweiligen Partnerlandes tätig zu werden.
Die Freiwilligen werden als Vollzeitkraft in diesen gemeinwohlorientierten Einrichtungen arbeiten, die Aufenthaltsdauer wird sich auf sechs bis zwölf Monate belaufen. Die Einsatzstelle hat im Gegenzug für die Unterkunft und Verpflegung der Freiwilligen zu sorgen.
Für dieses Programm soll bald eine eigene Homepage entstehen. Informationen zu diesem Freiwilligendienst gibt es vorläufig hier:
Heile Welt
Kann eine Jugendpsychiatrie Kindern helfen, die am Leben verzweifeln?
Von Jana Simon
Die Autorin hat zwei Jugendliche in der Jugendpsychiatrie des Martin Gropius Krankenhauses Eberswalde zwei Jahre lang begleitet:
Die fiktive Lena schien an den hohen Anforderungen an sich selbst und der erdrückenden Liebe ihrer Eltern zu verzweifeln. Sie litt an Bulimie, ritzte sich selbst und plagte sich mit Selbstmordgedanken. Der fiktive Nico stammt aus schwierigen Verhältnissen. Der Vater war gewalttätig und drogenabhängig. Er beging Selbstmord, als Nico vier Jahre alt. Nico soll im klinischen Sinne nicht krank sein, er kannte „lediglich“ keine Grenzen. Nico hätte nur eine Unterkunft gebraucht, da er in den anderen geeigneten Einrichtungen wegen seinem Verhalten nicht mehr bleiben durfte. Und so landete auch er in der Jugendpsychiatrie.
Der Oberärztin Gräfe zufolge, die in der obigen Jugendpsychiatrie arbeitet, leiden die Jugendlichen heutzutage an Reizüberflutungen durch Medien und Soziale Netzwerke auf der einen und an der Beziehungsarmut auf der anderen Seite.
Laut Artikel sollen 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland psychisch auffällig, 12 bis 15 Prozent davon behandlungsbedürftig, jedoch nur 8 Prozent in Behandlung sein. Darüber hinaus sei Suizid nach Verkehrsunfällen die häufigste Todesursache unter Jugendlichen.
Ob das Leiden dieser Kinder und Jugendlichen nur ein Spiegelbild unserer heutigen Gesellschaft darstellt? Meine größte Hochachtung gilt den Menschen in der Psychiatrie und anderswo, die diese Kinder und Jugendlichen nicht aufgeben und ihnen eine Zukunft ermöglichen wollen.
Vietnamesischer Food-Blog: „danangcuisine“
Hier gibt es einen ausgezeichneten Food-Blog rund um die vietnamesische Küche. Die Schwestern „Summer“ und „Helen“ kommen aus Đà Nẵng, einer Hafenstadt in Zentralvietnam. Während „Summer“ die Essenslandschaften auf den Straßen von Đà Nẵng erkundet, kocht „Helen“ vietnamesische Gerichte.
Das Beste an diesem Blog sind die YouTube-Videos, die für jedes Gericht zur Verfügung gestellt werden. Die Rezepte gibt es inzwischen als Kochbuch, auch als E-Book.
Hier gibt es eine Übersicht der Rezepte:
https://helenrecipes.com/recipes/
Die Rezepte sehen alle sehr lecker aus, besonders dieses Rezept für die Zuckerrohrgarnelen:
Ich habe mich bereits vor einigen Jahren glücklos an dieses Rezept versucht. Jetzt wird es Zeit für eine neue Runde! 🙂
Die Weiße Rose in Israel
Eine Ausstellung erinnert an den Widerstand der Gruppe um die Geschwister Scholl.
https://www.de50il.org/de/topic/politik/die-weisse-rose-in-israel
Hier der Trailer zum Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (2005)
Hans und Sophie Scholl wurden 18. Februar 1943 bei einer Flugblattaktion an der Münchner Uni von einem Hausmeister namens Jakob Schmid entdeckt und an die Gestapo ausgeliefert. Der Hausmeister erhielt als Denunziant eine „Blut“-Belohnung von 3.000 Reichsmark und eine Beförderung vom Arbeiter zum Angestellten.
Die Geschwister Scholl wurden zusammen mit Christoph Probst, auch Mitglied der Weißen Rose, am 22. Februar 1943 enthauptet, auf Geheiß des Rechtsverdrehers und Blutrichters Freisler.
Mut und Menschlichkeit
Yad Vashem ehrt posthum Hans Feyerabend als »Gerechter unter den Völkern«
Von Naomi Bader
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24023
Mit dem Titel „Gerechter unter den Völkern“ werden nichtjüdische Menschen geehrt, die während des Holocaust ihr Leben riskierten, um Juden zu retten.
Hans Feyerabend versuchte vergeblich, das größte NS-Massaker in Ostpreußen zu verhindern. Es fand noch Ende Januar 1945 in Palmnicken statt und kostete über 3.000 jüdische KZ-Häftlinge, meist Frauen, das Leben. Ursprünglich waren es mehr als 5.000 Gefangene, die nach Auflösung der Stutthofer Außenlager in Ostpreußen von Königsberg Richtung Palmnicken getrieben wurden. Nur etwa 3.000 überlebten den knapp fünfzig Kilometer langen Marsch. 2.000 Häftlinge wurden auf dem Weg vom Begleitkommando erschlagen oder erschossen, alles auf offener Straße, am helllichten Tag.
Die SS plante, diese Häftlinge in Stollen der stillgelegten Grube Anna des Bernsteinwerkes in Palmnicken einzumauern. Der Bergwerksdirektor, ein Herr Landmann, gab entgegen der SS-Pläne jedoch keinen Stollen frei. Er ließ die erschöpften und halb erfrorenen Opfer stattdessen in der sehr großen Schlosserei des Werks unterbringen.
Auch Feyerabend, Güterdirektor des Bernsteinwerks, weigerte sich, den Befehlen der SS zu folgen. Diese Aussage von ihm soll vielfach bezeugt worden sein:
Solange er lebe, würden die Juden zu essen bekommen, keiner werde umgebracht, aus Palmnicken dürfe kein Katyn werden.
Feyerabend ließ die Häftlinge versorgen und schützte sie in seinem Bernsteinwerk. Er wurde jedoch wenig später aus dem Weg geschafft. Man fand ihn mit dem eigenen Gewehr durch den Mund geschossen. Ob es tatsächlich ein Selbstmord war, ist bis heute ungeklärt.
Die 3.000 meist weiblichen Häftlinge wurden darauffolgend in der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar 1945 von der SS unter Feuer aus Maschinenwaffen auf das Eis und ins Meer getrieben. Nur 18 von ihnen konnten überleben.
Hier ein sehr guter ZEIT-Artikel über das Massaker von Palmnicken:
http://www.zeit.de/2002/07/200045_palmnicken_xml
Informationen über die Gedenkstätte in Palmnicken:
http://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/774/Holocaustdenkmal-Palmnicken
Hans Christian Andersen
Der standhafte Zinnsoldat
Ein schönes Märchen über einen tapferen Zinnsoldaten und seine Liebe zur papiernen Tänzerin.
Interpretationen:
Klicke, um auf Zinnsoldat.pdf zuzugreifen
http://www.uni-kassel.de/fb01/uploads/media/Charakter_M%C3%A4rchen_Andersen.pdf