Glaubensfreiheit rechtfertigt nicht Sachbeschädigung

Eine Muslimin zerstörte in Essen ein Kunstwerk, durch das sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt sah. Doch Glaubens- und Gewissensfreiheit bedeuten noch lange keinen Freibrief zur Sachbeschädigung, befand das OLG Hamm, das am Dienstag eine Geldstrafe von 400 Euro gegen die Studentin bestätigte.

http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-hamm-beschluss-5rvs715-glaubensfreiheit-zerstoerung-geldstrafe/?utm_medium=email&utm_campaign=LTO-Newsletter+13%2F2015&utm_source=newsletter

Es handelte sich um eine Collage mit Bildern aus dem israelischen Comicroman „Blutspuren„.

Ist der Islam eine Religion des Friedens?

Das evangelische Institut für Islamfragen, mit einem Netzwerk von Islamwissenschaftlern, beschäftigt sich laut Selbstdarstellung mit „dem Islam in Europa, der weltweiten Entwicklung der islamischen Theologie und des Islamismus.“ Ziel sei eine respektvolle, sachbezogene Begegnung von Christen und Muslimen.

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Ausschluss vom Unterricht wegen Tragen einer Niqab

Der VGH München hatte im Frühjahr 2014 über einen interessanten Fall zu entscheiden.

Grob vereinfacht ging es darum, dass eine junge Frau sich geweigert hatte, ohne ihren Niqab (gesichtsverhüllende Verschleierung) am Unterricht einer beruflichen Oberschule teilzunehmen. Daraufhin wurde ihr die Aufnahme an dieser Schule widerrufen. Gegen diesen Widerruf ging die Schülerin gerichtlich vor, jedoch ohne Erfolg.

Hier gibt es den Beschluss des VGH München v. 22.04.2014:

Leitsatz:
Das Verbot, während des Unterrichts an einer Berufsoberschule einen gesichtsverhüllenden Schleier zu tragen, begrenzt das Recht einer Schülerin auf freie Religionsausübung in zulässiger Weise.

Verschleierung – Ausdruck religiöser Männerherrschaft?

„Bis wo geht die Toleranz? Und wo ist die Grenze?“ Dieser Frage geht der Schweizer Journalist Frank A. Meyer in diesem interessanten Video von 12.12.2014 nach.

Hochinteressant, dass er auch die Frage aufwirft, ob in einer offenen Gesellschaft der Islam hinsichtlich Karrikaturen etc. anders zu behandeln ist wie zum Beispiel die katholische Kirche, die regelmäßig Spott über sich ergehen lassen muss. Hätte Frank A. Meyer damals ahnen können, wie brisant diese Frage noch sein wird?

Unterwerfung

Michel Houellebecq äußert sich hier über seinen neuesten Roman „Unterwerfung“, der durch den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ enorm an Brisanz gewonnen hat.

Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Wahllokale werden überfallen, Autos brennen auf den Straßen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.
›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und
Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.

(Quelle: http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Michel_Houellebecq_Unterwerfung/15170)

Hier einige interessante Rezensionen zu diesem Buch:

http://www.zeit.de/video/2015-01/3983502234001/michel-houellebecqs-unterwerfung-eine-tragische-satire-gegen-europa-in-seiner-jetzigen-verfassung#autoplay (Video)

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article136202132/2022-darf-Frankreich-endlich-sein-Gehirn-abgeben.html

http://www.cicero.de/salon/michel-houellebecqs-unterwerfung-die-satire/58710

Nu(h)r islamophob?

Ich liebe Deutschland! Hier passieren die komischsten Sachen.

Wie der Vorfall in jüngster Zeit, als der Kabarettist Dieter Nuhr von einem Salafisten namens Erhat Toka, der als Islamist gilt, als „Hassprediger“ titulieliert und deswegen angezeigt wurde. Wegen „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“ nach § 166 StGB.

http://dejure.org/gesetze/StGB/166.html

Ausgerechnet von einem Salafisten, dem Prototyp des friedliebenden Bürgers.

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