Sa, 23.1.2016: Bei der Bekämpfung von Antisemitismus ist die Bundeskanzlerin nicht bereit, Kompromisse zuzulassen. Antisemitismus, so Merkel, habe keinen Platz in der Gesellschaft. Es sei auch wichtig, antisemitische Hasseinträge in sozialen Netzwerken zu löschen.
Kaum zu glauben, aber wirklich wahr! Es gibt koschere Restaurants in Vietnam! Die chassidische Gruppierung „Chabad“ bzw. „Lubawitsch“ unterhält seit einigen Jahren in Hanoi und Saigon (Ho Chi Minh City) zwei Häuser, in denen koscheres Essen angeboten sowie Schabbes gefeiert wird. In Saigon befindet sich sogar eine Mikwe. 🙂
Liebe jüdische Mitmenschen, ihr seid in Vietnam herzlich willkommen!
Man lernt nie aus. Was habe ich gerade gelesen? Ho Chi Minh soll David Ben-Gurion 1946 in Paris angeboten haben, eine Exilregierung im Norden Vietnams zu gründen.
Ein Gespenst geht um in Amerika und zunehmend auch in Europa – das der politischen Korrektheit. Für stramme Linke ist sie eine Art Religion, für stramme Rechte hingegen Teufelszeug. Doch was sollen vernünftige Leute von ihr halten, fragt sich Susanne Gaschke
Die Autorin macht vier „strukturelle Belastungen des öffentlichen politischen Gesprächs“ aus:
Eine „durchgestylte“ Politik dergestalt, dass Authentizität nur simuliert werde. Vielmehr stehe die Inszenierung von Parteitagen und Politikerauftritten im Vordergrund. Die „Resonanzachse“ zwischen Politik und weiten Teilen der Bevölkerung sei gebrochen, mit der Folge, dass die Politik nicht mehr auf diese Menschen zu antworten scheine.
Die fehlende Selbstkritik der Medien bzw. Kritik der Medien untereinander.
Der „Kulturpessimismus“, der in Deutschland als gefährliches, „rechtes“ Gefühl gelte. Skepsis und Angst würden daher nicht zugelassen.
Der vorherrschende „Machbarkeitsoptimismus“, der Widersprüche nicht aushalten könne.
Der Koch Tom Franz reist von der Wüste in die Judäischen Hügel und trifft auf Menschen, die spannende Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden haben.[…]
Nur wenn mein Gewissen in Gottes Wort gefangen ist, will ich widerrufen. Denn es ist nicht geraten, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir, Amen.
Dieses Zitat stammt vom Jobst Bittner, Pastor einer Gemeinde in Tübingen und Mit-Initiator des jährlichen „Marsch des Lebens„. Bittner sprach am 27.01.2016 anlässlich des von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalems (ICEJ) veranstalteten Holocaustgedenktags in Stuttgart.
Ehrengast des Abends war der Holocaust-Überlebende Yossef Aron aus Jerusalem, der für Judith Rosenzweig einsprang. Frau Rosenzweig musste ihre Teilnahme wegen Krankheit absagen.
Yossef Aron
Yossef Aron wurde 1935 in Frankfurt geboren. 1942 wurde er nach Bergen-Belsen transportiert. Kurz nach Ende des Krieges wanderte er nach Israel aus. Da er durch den Holocaust seine gesamte Familie verloren hat, sei er in Israel anfangs ganz auf sich alleine gestellt gewesen. Obdachlos und ohne Familie, habe er sich aus Mülleimern ernährt, bis er schließlich Zuflucht bei einer Familie Rubinstein fand.
Yossef Aron erzählte seine tragische Lebensgeschichte ohne jede Bitterkeit. Geholfen habe ihm in seinem Leben der Glaube an Gott, der immer bei ihm sei. Er forderte die Zuhörer auf, nach Israel zu kommen, da „es ein wunder-, wunderschönes Land mit allem Drum und Dran“ sei, „das schönste Land, das es gibt“. Yossef Aron sprach am Ende seines kurzen Vortrags die Hoffung aus, „dass am Ende alles gut wird“.
Impressionen des Gedenkens
Dr. Dan Shaham Ben Hayun, Generalkonsul des Staates Israel für SüddeutschlandKranzniederlegung am Holocaust-DenkmalDavidstern am Holocaust-DenkmalDevise für die Zukunft
Ein Junge liegt im Koma. Freunde beten für ihn. Der Junge überlebt. Knapp zehn Jahre später ist er ein Mann, der begreifen will, was damals passiert ist.
Die 90-jährige Jüdin Éva Fahidi stammt aus Ungarn. Sie hat als einzige ihrer Familie Auschwitz und Buchenwald überlebt. Über ihre Verfolgung hat sie das Buch „Die Seele der Dinge“ geschrieben, das 2004 erstmals erschien, fast 60 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz. Das Buch ist nicht nur ein „eindringliches Zeugnis des Holocaust„, sondern porträtiert zugleich eine Familiengeschichte und vergangene Epoche.
Frau Fahidi tanzt jetzt in einem biografischen Stück mit, das den Titel „Sea-Lavender oder die Euphorie des Seins“ trägt. Das Tanztheaterstück ist in ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Premiere ist am 24.01.2016 im Berliner Theater im Aufbau.
Warum wurde der Meerlavendel als Titelgeber gewählt?
Die 18 Jahre alte Irakerin Jinan wurde von Dschihadisten des Islamischen Staates entführt und an zwei Männer verkauft. In ihrem Buch beschreibt sie ihr Martyrium als Sexsklavin der Dschihadisten.
Die Jesidin Jinan konnte nach drei Monaten Gefangenschaft fliehen. Sie lebt inzwischen mit ihrem Mann in einem Flüchtlingslager für Jesiden im Nordirak.
Nicht nur jesidische Frauen wurden in Mossul als Sexsklavinnen feilgeboten, sondern auch Christinnen. Interessanterweise seien bei diesen „Auktionen“ auch westliche Ausländer anwesend gewesen. Perversion und Grausamkeit machen bekanntlich vor Grenzen und Ethnien nicht halt.
Ein Interview mit France 24 über ihre Gefangenschaft:
Nachtrag:
Die Überschrift des Artikels ist etwas irreführend. Wie ich dem obigen Interview entnehmen kann, wurde Jinan glücklicherweise noch nicht sexuell missbraucht (6:30).