„Dort, wo es einen gesellschaftlichen Willen zur Entwicklung gibt, kann Entwicklungszusammenarbeit wirken“

Auch im Rahmen des kommenden G20-Gipfels wird Afrika und seine zahlreichen Probleme eine entscheidende Rolle spielen. Angesichts der nicht abebbenden Flüchtlingsströme über dem Mittelmeer soll nach dem Willen der deutschen Kanzlerin Merkel als Ergebnis des Gipfels ein Masterplan für Afrika entstehen, der unter dem Banner „Fluchtursachenbekämpfung“ stehen soll.

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Gedenkstätte „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“

Geht man an einem sonnigen Tag durch den gepflegten Lohsepark in Hamburg, wird man die dunkle Vergangenheit dieses Ortes kaum erahnen können. Inmitten dieses Parkes stand bis 1955 der Hannoversche Bahnhof, der vom Mai 1940 bis Februar 1945 Ausgangspunkt für 20 Transporte Richtung Osten war. Rund 8083 Juden, Sinti und Roma wurden von hier in osteuropäische Ghettos oder Vernichtungslager deportiert. Mindestens 6500 von ihnen fanden dort den Tod.

Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof ist diesen Menschen gewidmet, die einem verbrecherischen System zum Opfer fielen. Die Gedenkstätte umfasst eine sog. Fuge, die den ehemaligen Bahnhofsvorplatz mit noch vorhandenen Überresten des Bahnsteigs 2 verbindet. Die Fuge nimmt hierbei den Verlauf der einstigen Gleisanlagen auf. Auf dem Areal des Bahnsteigs 2 finden sich Tische mit den Daten von 7741 Opfern, die namentlich bekannt sind.

 

 

„Gegen Terror hilft kein Dialog“

Ob in Europa tatsächlich schon Krieg ist, wie vom Journalisten Alexander Kissler in den Raum gestellt, kann ich nicht beurteilen. Aber die zeitlich immer kürzeren Terrorwellen auch in Europa (zuletzt Manchester) zeugen meinem Gefühl nach von enormen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die wir uns bereits jetzt stellen sollten.

Der interessante Artikel „Gegen Terror hilft kein Dialog“ von Kissler (23.05.2017) ist lesenswert. Kissler fordert hier dazu auf, die Augen nicht vor Terror zu verschließen und ihm keinen Diskussionsraum zu geben.

 

Cool, aber jüdisch

Ein 14-Jähriger mit jüdischem Glauben hat an der Berliner Friedenauer Gemeinschaftsschule mehr Multikulti erlebt, als ihm gut tat.

Multikulti – aus diesem Grund haben die Eltern den Jugendlichen auf diese Gesamtschule geschickt, die größtenteils von arabischen und türkischen Kindern besucht wird. Aus Freundschaft wurde Hass, als der Jugendliche seinen Mitschülern offenbarte, dass er Jude ist.

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Goodbye SPD…

Ich finde es sehr aussagekräftig, wie liberale Muslime, besonders die in Deutschland geborenen, den Umgang der hiesigen Politik mit dem (politischen) Islam beurteilen. Der Rechtsanwalt Erol Özkaraca war so entsetzt über den Umgang der SPD mit dem politischen Islam, dass er gar aus dieser Partei austrat, nach 23 Jahren Mitgliedschaft und 5 Jahren als SPD-Abgeordneter in Berlin.

Seine Motive für diesen Austritt und weitere interessante Details lassen sich im folgenden Cicero-Interview vom 24.03.2017 nachlesen:

„Die SPD wollte mich zum Türkensarrazin machen“

Der frühere Berliner Abgeordnete Erol Özkaraca ist nach 23 Jahren aus der SPD ausgetreten. Er ist erzürnt über den zu toleranten Umgang seiner Partei mit dem politischen Islam. Der habe sich bei einer Friedensdemonstration für die Opfer des Berliner Terroranschlags erneut gezeigt

von Ramon Schack

http://cicero.de/berliner-republik/Parteiaustritt-%E2%80%9EDie-SPD-wollte-mich-zum-T%C3%BCrkensarrazin-machen%E2%80%9C

 

 

Buch: „Die Getriebenen“

Heute erscheint das neue Buch „Die GetriebenenMerkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Innern der Macht“ des Journalisten Robin Alexander, das die dramatischen Ereignisse rund um die Grenzöffnung für Flüchtlinge im Herbst 2015 zum Inhalt hat. Als „Insider-Report“ gedacht, rekonstruiert der Autor nicht nur die Schlüsselentscheidungen von sechs Schicksalsmonaten, sondern will anhand der Flüchtlingskrise auch erzählen, wie Politik heute gemacht wird.

Hörprobe: „Die Getriebenen“

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The hate that begins with Jews never ends with Jews

Mit diesem markanten Satz leitete Rabbi Lord Jonathan Sacks am 27.09.2016 seine Grundsatzrede vor dem Europäischen Parlament ein, anlässlich einer Konferenz über Antisemitismus und Perspektiven für die Zukunft der Juden in Europa.

Laut Antonio Tajani, dem frischgebackenen EU-Parlamentspräsident und Nachfolger von Martin Schulz, besteht Grund zur Besorgnis, da gemäß der Jewish Agency 2015 ungefähr 10.000 Juden nach Israel gezogen seien, 8.000 allein aus Frankreich. Die Zahlen hätten sich demzufolge im Vergleich zu 2014 verdoppelt. 2010 hätten 1,4 Millionen Juden in Europa gelebt, wohingegen im Jahr 1991 noch 2 Millionen Juden in Europa wären.

Rabbi Sacks Rede trägt den Titel „The Mutating Virus: Understanding Antisemitism“ und geht den Fragen nach, (1) was Antisemitismus ist, (2) warum er auftritt und (3) weshalb Antisemiten sich selbst nicht als antisemitisch ansähen.

Der moderne Antisemitismus trete nicht mehr als Hass gegen die Religion der Juden oder gegen deren Volkszugehörigkeit auf, sondern als Hass gegen den Staat Israel, als Antizionismus. Auch wenn die Erscheinungsformen des Antisemitismus sich änderten, gehe es immer noch um das Gleiche: nämlich um die Ansicht, dass Juden nicht das Recht hätten, als freie und gleichberechtigte Menschen zu existieren. Das Epizentrum des „neuen“ Antisemitismus sei nicht mehr Europa, sondern der Nahe Osten. Von hier aus verbreite er sich weltweit durch die Neuen Medien.

Rabbi Sacks appellierte an seine Zuhörer, Antisemitismus nicht nur als Bedrohung für Juden anzusehen, sondern als „Bedrohung für Europa und seine Freiheiten, die über die Jahrhunderte erzielt wurden.“ Ihm zufolge sei das Auftreten von Antisemitismus in einer Kultur das erste Anzeichen einer Krankheit, die frühe Warnung vor einem kollektiven Versagen. Denn der Hass, der mit den Juden beginne, ende niemals mit den Juden.

 

Der Wortlaut dieser beeindruckenden Rede kann hier nachgelesen werden (auf Englisch).