Experten: 6 Gründe dafür, dass der Kongress das Atomabkommen mit dem Iran ablehnen sollte

http://www.ncr-iran.org/de/news/nuclear-program/7583-experten-6-gruende-dafuer-dass-der-kongress-das-atomabkommen-mit-dem-iran-ablehnen-sollte.html

Die Punkte des Atomabkommens, die die Abgeordneten des Kongresses besonders kritisch sehen:

  • Nukleare Rückführung:

(…) Nach der Übereinkunft ist die Zeit bis zu einer atomaren Rückführung weder verkürzt noch ist das Ziel eines atomwaffenfreien Iran realisiert.

Die dem Iran auferlegten Beschränkungen sollen gemäß FAZ vom 07.08.2015 nur 15 Jahre gelten. Der Iran kann demnach mittelfristig eine nukleare Schwellenmacht werden.

  • Geregelter Zugang:

Das Abkommen gibt keinen uneingeschränkten  Zugang – zu jeder Zeit, an jeden Ort – zu verdächtigen Atomanlagen, darunter auch militärischen Einrichtungen. (…)

Laut FAZ dürfen die Inspekteure der „Internationalen Atomenergiebehörde“ (IAEA) keineswegs „jeden Ort zu jeder Zeit“ untersuchen. Wenn die IAEA Verdacht schöpft und etwa eine Militäranlage betreten will und der Iran dies ablehnt, soll ein Mechanismus zur Konfliktbeilegung in Kraft treten, der bis zu 24 Tage dauern könne.

Die geplante Überwachung sämtlicher Atomanlagen auf langer Zeit scheint für mich allein kein geeigneter Schutzmechanismus zu bieten, da (1) hierunter nicht die geheimen Anlagen fallen können, zu deren Offenbarung die Mullahs nicht verpflichtet sind (s.u.) und (2) die Fernüberwachung die große Gefahr einer Manipulation birgt.

Dem obigen Artikel in der FAZ kann weiterhin entnommen werden, dass der Kongress keinen Einblick in die Vereinbarung zwischen der IAEA und dem Iran enthält.

Die Überwachung der Anlagen soll ein Grundpfeiler des Abkommens sein. Wäre es nicht angebracht zu wissen, wie dieser Grundpfeiler konkret ausgestaltet werden soll?

  • Forschung und Entwicklung:

Ebenso wenig wird das Regime an Forschung und Entwicklung an fortgeschrittenen Zentrifugen gehindert.  Eine geregelte Form des Zugangs wird gewährt, die gerade den Zweck der Inspektionen zuallererst unterläuft.(…)

  • Erlass der Sanktionen:

Der enorme Zufluss an Geldmitteln, den es mit der Aufhebung der Sanktionen  geben wird, wird die Unterstützung der terroristischen Anhängerschaft durch Teheran befeuern und sie darin bestärken, ihren Aktionsradius der Gewalt zu erweitern.

Ich mag nicht glauben, dass der Iran die Geldmittel zukünftig primär in seine Bevölkerung investieren wird. Schon jetzt ist der Iran überall da, wo der Terror blüht – trotz klammer Kassen.

  • Waffen und Raketen

Erleichterung des Handels mit Waffen und Raketen in jeweils fünf und acht Jahren.

  • Aktivitäten in der Vergangenheit:

Schließlich wurde das Regime nicht veranlasst, über seine Atomaktivitäten in der Vergangenheit Rechenschaft abzulegen. (…)

Der Atomdeal mit Iran zeigt die Doppelmoral des Westens

Die Welt freut sich über das Abkommen mit Teheran und feiert den Durchbruch. Doch sie übersieht die Gefahren und welche Absichten der größte Unterstützer des internationalen Terrorismus hegt.

Von Yair Lapid

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article144940003/Der-Atomdeal-mit-Iran-zeigt-die-Doppelmoral-des-Westens.html

Ein interessanter Gastbeitrag des israelischen Politikers Yair Lapid, auf den ich durch „faehrtensuche“ aufmerksam wurde.

Einige Anmerkungen hierzu:

Der Iran ist seit den 80er-Jahren in Tausende von Terroranschläge verwickelt: Selbstmordattentate, Flugzeugentführungen, die Sprengung öffentlicher Gebäude, der Einsatz chemischer Waffen gegen Zivilisten – nichts ist tabu.

Als Beispiel sei nur der Anschlag auf die Botschaft von Israel in Buenos Aires 1992 genannt, bei dem 29 Menschen getötet und 242 verletzt wurden.

Jeder, der sich selbst als moralische Person begreift, würde seiner Regierung sagen: „Bevor ihr irgendwelche Geschäfte mit dem Iran macht, verlangt ein Ende von Terror und Gewalt, daheim und in aller Welt.“

Mich hat es sehr gewundert, dass unser werter Herr Wirtschaftsminister Gabriel nach dem Atomabkommen mit dem Iran nur fünf Tage wartete, bevor er sich zu den Mullahs begab.

Gabriel rechtfertigte seinen raschen Besuch im Iran u.a wie folgt:

(…) „Man kann nicht dafür plädieren, Sanktionen und Kontaktsperren aufrechtzuerhalten, weil es mit dem Iran noch weitere Konflikte gibt“, sagte der SPD-Vorsitzende. Meinungsverschiedenheiten bei Themen wie Menschenrechte und Existenzrecht Israels blieben davon unberührt, es müssten aber „gleiche Maßstäbe“ angelegt werden. (…)

Warum kann man nicht für Sanktionen und Kontaktsperren plädieren, wenn der Iran z.B. Menschenrechte verletzt? Was ist mit Anlegung von „gleichen Maßstäben“ gemeint?

Eine Hypothek auf die Zukunft

13 Jahre hat der Westen mit Iran über das umstrittene Atomprogramm verhandelt, nun haben sich in Wien beide Seiten auf ein Abkommen geeinigt. Doch die Vereinbarung birgt Risiken

Von Judith Hart

http://www.cicero.de/weltbuehne/atomdeal-mit-iran-eine-hypothek-auf-die-zukunft/59561

Wäre der status quo nicht besser als dieses Abkommen, das für mich als Laien augenscheinlich die Welt nicht sicherer, sondern gefährlicher macht?

Dem obigen Artikel kann ich entnehmen, dass

  • der Iran weiter im Besitz des Know-hows und der technischen Einrichtungen für eine militärische Nutzung bleiben darf,
  • er nach Ablauf der im Abkommen festgelegten Zeitspanne von 15 Jahren wieder frei, also ohne Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde, über seine Zentrifugen verfügen darf,
  • die wirtschaftlichen Sanktionen aufgehoben werden.

Im Gegenzug verpflichtet sich der Iran

  • sein Programm für eine Weile einzufrieren und
  • Inspektionen der Prüfer zuzulassen.

Demnach nur eine Win-Situation für den Iran, oder nicht?

Wie wirksam Kontrollen sind, kann ich nicht beurteilen, aber Frau Hart zufolge „gibt es auf diesem Feld, wenn man es denn will, reichlich Möglichkeiten für Katz- und Maus-Spiele“. Wenn eigentlich alles beim Alten bleibt, wäre es dann wirklich ratsam, die Sanktionen zu lockern? Damit würde doch nur dem Regime im Iran in die Hände gespielt werden, die offen mit der Vernichtung Israels drohen, Menschenrechte nicht achten und Terroristen unterstützen. Angesichts dieser offensichtlichen Nachteile des Abkommens kann ich das Verhalten von Obama nicht nachvollziehen, der dieses Abkommen über alle Maßen preist. Geht es Obama wirklich um die Sicherheit der Welt oder vielmehr um sein eigenes politisches Vermächtnis? Wird die Welt dadurch wirklich sicherer, dass der Iran zukünftig über viel Geld verfügen wird?

Das Prinzip Hoffnung – in diesem Fall vermutlich nicht angebracht.

Hoffen wir das Beste

Der Atomstreit ist noch lange nicht gelöst. Das Abkommen von Wien kann nur ein Anfang sein, und es hat viele Feinde. Für den Iran ist es eine historische Chance.

Ein Kommentar von 

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/iran-atomabkommen-atomstreit

Wie gut das Abkommen wirklich geeignet ist, das militärische Nuklearpotenzial des Irans zumindest einzuhegen, ist heute noch nicht zu beantworten.

Das ist wohl das Problem an der ganzen Sache.

Einer Viertelmillion Kinder im Südsudan droht der Hungertod

Die Vereinten Nationen haben zu mehr Hilfe für den Südsudan aufgerufen. In dem Bürgerkriegsland könnten 250.000 Kinder an Hunger sterben, so die UN.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/hunger-kinder-suedsudan

Im Bürgerkriegsland Südsudan sind laut einem UN-Bericht rund 250.000 Kinder so stark unterernährt, dass sie in Lebensgefahr schweben. „Jedes dritte Kind ist ernsthaft unterernährt und 250.000 sind vom Hungertod bedroht“, heißt es in einem Bericht des UN-Koordinators für humanitäre Hilfe im Südsudan, Toby Lanzer.

Anstatt unnötig Geld in den Aufbau eines Stasi 2.0 – Staates zu stecken, könnte die rot-grüne Regierung in BW dieses Geld doch für den Südsudan spenden.

Oder in wichtigeren Projekten investieren, wie Flüchtlingsarbeit, Armutsbekämpfung, Schülerforderung etc.

„Wir sind nicht der Vormund Afrikas“

Entwicklungsminister Müller appelliert an Verbraucher, nicht länger „sklavenähnliche Arbeitsbedingungen“ in Kauf zu nehmen. Er verlangt eine Partnerschaft mit Afrika.

von Hans Monath und Dagmar Dehmer

http://www.zeit.de/politik/2015-06/entwicklungsminister-gerd-mueller-g7-tagesspiegel

Müller kritisierte, dass die Verbraucher in den Industriestaaten nicht nur im Textilbereich bislang „menschenunwürdige Beschäftigung und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen“ einfach so hinnähmen. Es müsse in allen G-7-Ländern soziale und ökologische Kriterien geben, „egal ob für Mobiltelefone, Jeans oder Lebensmittel“. Müller ist überzeugt, dass es weltweit enorme Auswirkungen haben werde, „wenn sich mehr als 700 Millionen Verbraucher in den G-7-Ländern danach richten“ (…)