If Israel disappears, others will too

Since 1948, we Arabs have been taught that all we need to do is get rid of the Jewish state, and ‎everything else will go well after that. (…)

von Mudar Zahran

http://www.israelhayom.com/site/newsletter_opinion.php?id=13113

Ein sehr interessanter Artikel des jordanisch-palästinensischen Politikers Mudar Zahran, der die Ansicht vertritt, dass das Wohlergehen der arabischen Welt mit Israels Existenz steht und fällt.

Nur ein existierendes Israel soll nach Zahran garantieren, dass

  • der Iran sein Machtgebiet insbesondere auf der Arabischen Halbinsel nicht unbeschränkt erweitern kann,
  • wir im Westen weiterhin Erdöl erhalten,
  • der Iran daran gehindert wird, Nuklearwaffen zu bauen und
  • der IS Jordanien nicht erobert.

Zahran stellt die Doppelmoral des Westens an den Pranger, dem das tatsächliche Wohlergehen der Palästinser nicht am Herzen liegt.

(…) We ‎Palestinians might have believed that these groups and countries actually care about us, but they take no interest in the fate of the ‎‎150,000 Palestinians being starved to death in Syria’s Yarmouk refugee camp, nor in an estimated ‎‎5.8 million Palestinians in Jordan (as indicated by a U.S. Embassy cable) who live as second-‎class citizens and are banned from government jobs and any form of state benefits while paying full taxes.‎

Die wundersame Israel-Hamas-Connection

Gaza liegt in Trümmern. Was läge da näher als ein Separatfrieden mit Israel? Die Hamas hat die Fühler ausgestreckt, in Israel gibt es Interessenten. In Ramallah ist man dagegen gar nicht erfreut.

von Ulrich Schmid, Gaza

http://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/die-wundersame-israel-hamas-connection-1.18542406

(…) Nichts beweist dies besser als die Äusserungen des israelischen Generals Sami Turgeman, der Mitte dieser Woche in der Zeitung «Yedioth Ahronoth» nüchtern feststellte, Israel und die Hamas hätten gemeinsame Interessen und die Hamas müsse in Gaza an der Macht bleiben, da der Streifen sonst im Chaos versinke. Die Alternative, eine israelische Militärherrschaft, wäre sicherheitspolitisch sehr viel problematischer.

Ein interessanter Gedanke, auch angesichts der Ausbreitung des IS im Gaza.

Terror cell behind Malachi Rosenfeld’s murder caught

Leader of cell is Hamas operative released in Shalit deal; terror cell also behind shooting at MDA ambulance.

von Yoav Zitun, Elior Levy

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4681707,00.html

The brains behind the terror cell, Ahmad Najar, a Hamas operative, was not among the suspects arrested. He was imprisoned in Israel several times in the past, most recently from December 2003 until October 2011 over his involvement in a shooting attack that claimed the lives of six Israelis. After his release as part of the Shalit deal and expulsion to Gaza, Najar moved to Jordan, where he has been working to organize and fund terror attacks.

Im Rahmen des Shalit- Gefangenenaustausches wurden insgesamt 1027 palästinensische Häftlinge freigelassen, die unter anderem für den Tod von etwa 200 Israelis verantwortlich sind, so auch der obige Ahmad Najar, der für die Ermordung von Malachi Rosenfeld vor einigen Wochen verantwortlich gemacht werden konnte.

UN-Bericht wirft beiden Seiten Rechtsbruch vor

Die Vereinten Nationen haben ihren Bericht über den Gaza-Krieg vorgestellt. Sowohl Israel als auch die Palästinenser haben demnach gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/gaza-krieg-un-wirft-israel-und-palaestina-rechtsbruch-vor-13661835.html

Hier gibt es die vorläufigen Untersuchungsergebnisse einer hochrangigen internationalen militärischen Gruppe zum Gaza-Konflikt 2014, auf die im obigen Artikel hingewiesen wird:

Klicke, um auf Vorl%C3%A4ufige%20Ergebnisse%20der%20hochrangigen%20internationalen%20milit%C3%A4rischen%20Gruppe%20zum%20Gazakonflikt%20Juni%202015.pdf zuzugreifen

Diese Militär-Gruppe ist der Ansicht, dass der Krieg gerechtfertigt war, um Angriffe der Hamas und anderer Gruppen auf das israelische Staatsgebiet abzuwehren:

Unser Gesamtergebnis ist, dass während der Operation Protective Edge im vergangenen Sommer Israels Verhalten in der Luft, am Boden und auf dem Meer nicht nur einem angemessenen internationalen Standard der Einhaltung der Gesetze zu bewaffneten Konflikten entsprach, sondern in vielen Fällen deutlich diesen Standard noch übertroffen hat. Wir haben dafür eindeutige Beweise von der oberen bis zur unteren Befehlsebene gesehen. Ein Maß für die Ernsthaftigkeit, mit der Israel seinen moralischen Pflichten und Aufgaben nach dem Recht des bewaffneten Konflikts nachging, ist, dass in einigen Fällen Israels gewissenhafte Einhaltung der Gesetze des Krieges israelischen Soldaten und Zivilisten das Leben kostete.

Den offiziellen Bericht Israels zum Gaza-Konflikt 2014 gibt es hier auf Deutsch:

Klicke, um auf Zusammenfassung%20Gaza%20Report%20MFA%2022-06-15.pdf zuzugreifen

Israels Armee fängt Schiff mit Aktivisten ab

Soldaten haben ein Schiff der Gaza-Flotte geentert und in einen Hafen eskortiert. Das Schiff ist Teil einer Aktion, an der sich auch ein deutscher Journalist sowie ein europäischer Abgeordneter beteiligen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/nahost-konflikt-israels-armee-faengt-schiff-mit-aktivisten-ab-13674023.html

Der von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Gazastreifen wird nach Entführungen israelischer Soldaten und Raketenangriffen auf Israel seit über acht Jahren von Israel und zuletzt auch Ägypten streng abgeriegelt. Schiffe dürfen die Küstengewässer weder ansteuern noch verlassen. Propalästinensische Aktivisten haben bereits mehrfach vergeblich versucht, die Seeblockade zu durchbrechen.

Und die Raketenangriffe hören nicht auf:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nach-raketenangriff-israels-luftwaffe-beschiesst-gaza-13633797.html

Die Touristen konnten Tunesien nach dem Terrorakt verlassen, um in ihr einigermaßen sicheres Heim zurückzukehren. Die israelischen Bürger können es nicht.

Ist es da nicht anmaßend von uns, ohne jegliche Differenzierung auf Israel zu zeigen und nur diesem kleinen demokratischen Staat inmitten von „Terror“-Staaten eine besondere „Verwerflichkeit“ vorzuwerfen?

Aktivisten an Bord neuer Hilfsflotte für Gazastreifen aufgebrochen

Aktivisten an Bord einer neuen Hilfsflotte für den Gazastreifen sind nach Angaben eines Teilnehmers in Richtung des Palästinensergebiets aufgebrochen. „Wir sind endlich an Bord des schwedischen Freiheitsschiffes, der ‚Marianne‘, und wir sind auf dem Weg nach Gaza“, kündigte der arabisch-israelische Parlamentsabgeordnete Basel Ghattas am Freitag auf seiner Seite im Online-Netzwerk Facebook an.

http://www.tt.com/home/10198249-91/aktivisten-an-bord-neuer-hilfsflotte-f%C3%BCr-gazastreifen-aufgebrochen.csp

(…) In einer Erklärung der Aktivisten hieß es, Ziel der Flotte sei es, „auf die Verletzung der Rechte von 1,8 Millionen Palästinensern im größten Freiluftgefängnis der Welt aufmerksam zu machen“. (…)

Vielleicht sollte diese „Hilfsflotte“ lieber auf die 220.000 Syrer aufmerksam machen, die schon seit 2011 durch den Bürgerkrieg in Syrien getötet wurden. Oder die 9 Millionen Syrer, die immer noch auf der Flucht sind. Auch könnten die wenigen arabischen Christen, die noch in Bethlehem und Ramallah verblieben sind und von den dortigen Moslems diskriminiert werden, Solidarität gebrauchen. Was ist mit den hunderttausenden Christen, die aus Ägypten, Syrien und dem Irak geflohen sind? Nur um einige Beispiele zu nennen.

Amnesty wirft Hamas Folter und Hinrichtungen vor

Während des Gazakriegs soll die Hamas zahlreiche Palästinenser entführt, misshandelt und erschossen haben. Keines der Verbrechen wurde geahndet.

http://www.zeit.de/politik/2015-05/amnesty-hamas-folter

(…) Dem Bericht zufolge verschleppte, folterte und attackierte die Hamas unter anderem Mitglieder der im Westjordanland regierenden Fatah. Keines der Vergehen der Hamas gegen Palästinenser sei geahndet worden. Dies deute darauf hin, „dass die Verbrechen von den Behörden entweder angeordnet oder gebilligt“ worden seien, schrieb Amnesty (…)

(Kann man ernsthaft von Israel erwarten, mit solch einer „Regierung“ bzw. Terrororganisation zusammenzuarbeiten?)

(…) Amnesty International hat auch Israel im Gazakonflikt Kriegsverbrechen vorgeworfen. Es soll ohne militärische Notwendigkeit zivile Ziele angegriffen und unnötig Menschenleben gefährdet haben. Die Hamas steht zudem für ihren Raketenbeschuss israelischer Städte in der Kritik: Amnesty International wertete sie als Kriegsverbrechen.

(Ob tatsächlich noch „zivile Ziele“ gegeben sind, wenn die Hamas von dort aus militärisch operieren, ist meiner Ansicht fraglich. Die juristische Bewertung überlasse ich aber denjenigen, die davon rechtlich etwas verstehen.)

Israel erwidert Raketenbeschuss aus Gazastreifen

Israelisches Militär hat mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Auslöser war der Einschlag einer Rakete aus dem Palästinensergebiet trotz Waffenstillstand.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/israel-hamas-gazastreifen

(…) Augenzeugen schilderten, das Militär habe Camps des Islamischen Dschihads in Rafah, Khan Yunis und Gaza Stadt getroffen. Ein Armeesprecher sagte, das Gebiet der Hamas werde für Angriffe auf Israel genutzt, das sei nicht akzeptabel und werde Konsequenzen haben. Israel machte aber die Hamas bisher nicht direkt für diesen Raketeneinschlag verantwortlich (…)

(…) Die Hamas bekannten sich bisher nicht zu dem Raketenbeschuss. Ein Vertreter der Palästinenser sagte, Unbekannte seien verantwortlich. Medien zitierten einen Hamas-Vertreter, der rivalisierende Palästinensergruppen als Hintergrund der Attacke vermutete. Im Norden des Gazastreifens führe zudem ein neuer Befehlshaber das Kommando, dessen Anhänger zwei Mitglieder einer rivalisierenden Truppe gekidnappt hätten. Die habe sich dann entschlossen, die Rakete auf Israel abzufeuern (…)