„In Europa sehe ich, wie viel schlimmer es sein kann“

Abe Foxman ist das Gesicht der amerikanischen Anti-Defamation League, die gegen Antisemitismus und Rassismus kämpft. Nach 28 Jahren hört er auf.

Ein Gespräch zum Abschied von Tuvia Tenenbom, New York

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-07/abe-foxman-antisemitismus-juden

Abe Foxman hat eine wirklich sehr interessante Lebensgeschichte, im obigen Artikel nachzulesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Foxman

PA-Elite lebt im Luxus, Durchschnittspalästinenser in erbärmlichen Verhältnissen

In einer Fotoserie, die die israelische Menschenrechtsaktivistin Kay Wilson JerusalemOnline überliess, werden die Lebensbedingungen innerhalb der palästinensischen Autonomie präsentiert. Mit den Fotos wird dokumentiert, dass die PA eine Elite hat, die im Luxus lebt, während die Durchschnittspalästinenser in UNRWA-Flüchtlingslagern zum Leben in erbärmlichen Zuständen verdammt sind.

von Rachel Avraham

PA-Elite lebt im Luxus, Durchschnittspalästinenser in erbärmlichen Verhältnissen

Mit dem Tod wird das Leben anders

Ein verstorbener Freund begleitet den Erzähler, jedoch lässt sich die Vergangenheit nicht reparieren. Eyal Meggeds „Unter den Lebenden“ ist heitere Fiktion über große Themen, findet Iris Radisch.

http://www.zeit.de/video/2015-07/4355593454001/roman-von-eyal-megged-mit-dem-tod-wird-das-leben-anders

http://www.berlinverlag.de/buecher/unter-den-lebenden-isbn-978-3-8270-1242-5

Früherer SS-Mann Gröning zu vier Jahren Haft verurteilt

Im Auschwitz-Prozess hat das Landgericht Lüneburg den früheren SS-Mann Oskar Gröning zu vier Jahren Haft verurteilt. Er habe sich der Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen schuldig gemacht. Der 94 Jahre alte Gröning hatte im Prozess Reue gezeigt.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/urteil-im-auschwitz-prozess-4-jahre-haft-fuer-ss-mann-groening-13703800.html

Das Urteil wird von den Kommentatoren sehr kontrovers diskutiert.

Aber meiner Ansicht nach ist es wichtig, das Gesamtbild zu sehen, nicht nur den alten 94-jährigen Verurteilten, der keiner Fliege etwas zuleide zu tun scheint und auch bei mir Mitleid hervorruft. Ich stelle gerne die Frage in den Raum, wie diese Kommentatoren reagieren würden, wenn nicht die „anderen“, sondern sie selbst und ihre Familie Opfer dieser Mordmaschinerie waren und noch sind. Würden auch nicht sie eine Art von „Gerechtigkeit“ anstreben?

Für Gerechtigkeit kann es aber nie zu spät sein.

Eine Hypothek auf die Zukunft

13 Jahre hat der Westen mit Iran über das umstrittene Atomprogramm verhandelt, nun haben sich in Wien beide Seiten auf ein Abkommen geeinigt. Doch die Vereinbarung birgt Risiken

Von Judith Hart

http://www.cicero.de/weltbuehne/atomdeal-mit-iran-eine-hypothek-auf-die-zukunft/59561

Wäre der status quo nicht besser als dieses Abkommen, das für mich als Laien augenscheinlich die Welt nicht sicherer, sondern gefährlicher macht?

Dem obigen Artikel kann ich entnehmen, dass

  • der Iran weiter im Besitz des Know-hows und der technischen Einrichtungen für eine militärische Nutzung bleiben darf,
  • er nach Ablauf der im Abkommen festgelegten Zeitspanne von 15 Jahren wieder frei, also ohne Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde, über seine Zentrifugen verfügen darf,
  • die wirtschaftlichen Sanktionen aufgehoben werden.

Im Gegenzug verpflichtet sich der Iran

  • sein Programm für eine Weile einzufrieren und
  • Inspektionen der Prüfer zuzulassen.

Demnach nur eine Win-Situation für den Iran, oder nicht?

Wie wirksam Kontrollen sind, kann ich nicht beurteilen, aber Frau Hart zufolge „gibt es auf diesem Feld, wenn man es denn will, reichlich Möglichkeiten für Katz- und Maus-Spiele“. Wenn eigentlich alles beim Alten bleibt, wäre es dann wirklich ratsam, die Sanktionen zu lockern? Damit würde doch nur dem Regime im Iran in die Hände gespielt werden, die offen mit der Vernichtung Israels drohen, Menschenrechte nicht achten und Terroristen unterstützen. Angesichts dieser offensichtlichen Nachteile des Abkommens kann ich das Verhalten von Obama nicht nachvollziehen, der dieses Abkommen über alle Maßen preist. Geht es Obama wirklich um die Sicherheit der Welt oder vielmehr um sein eigenes politisches Vermächtnis? Wird die Welt dadurch wirklich sicherer, dass der Iran zukünftig über viel Geld verfügen wird?

Das Prinzip Hoffnung – in diesem Fall vermutlich nicht angebracht.

Hoffen wir das Beste

Der Atomstreit ist noch lange nicht gelöst. Das Abkommen von Wien kann nur ein Anfang sein, und es hat viele Feinde. Für den Iran ist es eine historische Chance.

Ein Kommentar von 

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-07/iran-atomabkommen-atomstreit

Wie gut das Abkommen wirklich geeignet ist, das militärische Nuklearpotenzial des Irans zumindest einzuhegen, ist heute noch nicht zu beantworten.

Das ist wohl das Problem an der ganzen Sache.