„Die Bevölkerung wird von der Politik in die Irre geführt“

Die Flüchtlinge werden Deutschland viel Geld kosten, sagt der Ökonom Clemens Fuest. Den Bürgern als Ausgleich jetzt mehr Wohltaten zu versprechen, sei der falsche Weg.

Interview: Bastian Brauns und Marcus Gatzke

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-03/fluechtlingskrise-schaeuble-haushalt-kosten

Die fehlende Glaubwürdigkeit der alteingesessenen Parteien in der Flüchtlingskrise ist vermutlich der Grund, warum die AfD jüngst bundesweit erhebliche Wahlerfolge erzielen konnte.

Die nüchterne und ideologiefreie Art und Weise, wie der Ökonom Fuest Bilanz zieht, finde ich sehr angenehm. Seiner Ansicht zufolge wird die Flüchtlingskrise für uns voraussichtlich ein „Verlustgeschäft“ bleiben.

Ehrlich sei deshalb diese politische Botschaft gewesesen: Die Flüchtlingskrise ist kein Geschäft und sie wird uns Geld kosten.

Es sei jedoch unsere humanitäre Pflicht, den Menschen zu helfen, die zu uns kommen. Wir müssten uns aber auch dafür einsetzen, die Zuwanderung zu begrenzen.

Nachtrag:

Meiner Meinung nach kann Solidarität und „Opferbereitschaft“ nur entstehen, wenn einem bewusst ist, worauf man sich einlässt und welche Einbußen (materieller oder ideeller Art)  durch die geforderte Solidarität drohen könnten.

Und genau die Entwicklung dieses Bewusstseins wurde von der Politik nicht gefördert bzw. erschwert.

Im „Flüchtlingssommer 2015“ galt in den Medien fast alles, was die Migration kritisch beurteilte, als rechts und unsolidarisch. Nachdem die Euphorie vergangen und sich Ernüchterung breit gemacht hat, ist eine konkrete politische Lösung in der Flüchtlingskrise immer noch nicht ersichtlich.

Muss man sich unter diesen Umständen wundern, dass die Bürger zur AfD rennen?

 

 

 

Projekt Politik

Gestern war ein besonderer Tag für mich. Gestern bin ich das erste Mal in meinem Leben Mitglied einer Partei geworden! 🙂

Mein Interesse für die Politik ist mit den Jahren stetig gewachsen. Manchen politischen Entscheidungen konnte ich zustimmen, manchen nicht. Eins wurde mir bald klar: Weitreichende gesellschaftliche Veränderungen können nur gemeinsam erreicht werden.

Ich habe lange die Vor- und Nachteile einer Parteimitgliedschaft erwogen. Welche Partei wäre die richtige? Welche nicht? Würde ich meine Unabhängigkeit auf Dauer verlieren?

Letztendlich habe ich mich für eine „Vernunft-Ehe“ mit der Partei entschieden, die mir am wenigsten suspekt vorkommt und bei der ich die meisten Gemeinsamkeiten ausmachen kann.

Kommt bald die Ernüchterung? Ich weiß es nicht. In jedem Fall freue ich mich auf die ersten Schritte in die Politik!

Nachtrag:

Das Wahlergebnis in BW ist für meine Partei (! 🙂 ) desaströs! Ich kann immer noch nicht glauben, dass so viele Bürger die Grünen gewählt haben. Ich habe die Vermutung, dass dieses Ergebnis hauptsächlich Kretschmann zu verdanken ist, nicht dem Wahlprogramm der Grünen an sich. Hätte die CDU sich früher bzw. von Anfang an mit dem Programminhalt der AfD „argumentativ“ auseinandergesetzt, wie jetzt von Merkel beabsichtigt, wären die Wähler ihr nicht in Scharen davongelaufen. Aus Fehlern kann man nur lernen.

Wenigstens ein Grund zur Freude: Rot-Grün ist im Ländle Vergangenheit.

„Die Gedanken sind frei „

Ein interessantes Musik-Projekt von 150 aus dem Elsass stammenden Musiker und Techniker verschiedener Nationalitäten in Erinnerung an den Terroranschlag auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo am 7. Januar 2015. Es heißt „Pour ne pas oublier Charlie“. Das Lied „Die Gedanken sind frei“ ist ein deutsches Volkslied über die Gedankenfreiheit.

Es hat mich besonders gefreut, dass Jiddisch ebenfalls vertreten ist (2:14).

 

„Zu viel Nettigkeit bei den Ehrenamtlichen“

Sechs Monate arbeitet unsere Autorin nun schon in einem Flüchtlingsheim. Sie hat oft das Gefühl, die Welt sei aus den Fugen. Wenn der Flüchtlingsstrom anhält, gibt es keine Integration, weiß sie.

Von Eva Quistorp

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article153207250/Zu-viel-Nettigkeit-bei-den-Ehrenamtlichen.html

Integration ist Schwerstarbeit.

Dieser Aussage der Autorin kann ich mich nur anschließen. Für eine gelungene Integration reicht es nicht, Teddybären zu verteilen, „Welcome Refugees“ an die Wand zu sprühen oder Menschen illegal über die Grenze nach Deutschland zu holen. Das dürfte sich inzwischen nach der „Flüchtlings“euphorie im letzten Sommer herumgesprochen haben.

Der Artikel ist interessant, da die Autorin im Gegensatz zum Mainstream der „Pro-Flüchtlings-Idealisten“ als Insider die momentanen Verhältnisse in der Flüchtlingskrise pragmatisch und kritisch beurteilt. Man kann nur hoffen, dass es unter den Flüchtlingshelfern mehr von ihrer Art gibt.

 

Ein weiterer interessanter Artikel von Quistorp:

„Mich nervt die sture Borniertheit vieler Männer“

In diesem Artikel ist interessant, dass laut Quistorp im Berliner Flüchtlingsheim, wo sie arbeitet, entgegen anderslautenden Behauptungen von Politik und Medien nur wenige Familien und Männer direkt aus Syrien oder dem Krieg kommen. Viele junge Männer seien vielmehr aus Pakistan, aus dem Irak, aus dem Iran und die meisten aus Flüchtlingslagern in der Türkei oder dem Libanon nach Deutschland gekommen. Darüber hinaus würden besonders Christinnen unter den Verhältnissen im männerdominierten Flüchtlingsheim leiden.

Ich habe öfters über meine von Anfang an kritische Beurteilung der Flüchtlingskrise nachgedacht. Bin ich ungerecht? Habe ich meine Empathie gegenüber Menschen in Not verloren?

Die Antwort ist einfach und ehrlich: Nicht die Masse der Flüchtlingsströme machen mir Sorgen, sondern die Art von Kultur und (religiös geprägten) gesellschaftlichen Gegebenheiten, die diese flüchtenden Menschen mit nach Deutschland bringen.

 

Demografiebeauftragte und andere Wolfsche Pläne

Als sozialrechtlich interessierte Juristin interessiert es mich natürlich sehr, was uns im sozialen Bereich „blühen“könnte, falls das Ländle doch wieder schwarz wird.

Hier einige sozialrechtlichen Wahlversprechen von Guido Wolf, Spitzenkandidat der CDU für die diesjährige Landtagswahl in BW:

Senioren- und Rentenpolitik

 

Gesundheitspolitik

 

 

„Mein Vater gehörte zur Elite des NS-Staates“

Die Neuverfilmung von „Das Tagebuch der Anne Frank“ kommt am Donnerstag in die Kinos. Das Drehbuch stammt vom Juristen Fred Breinersdorfer, der im Interview verrät, warum er sich erneut mit einem Stück über die NS-Zeit befasst hat.

Ein radikaler Erzähler

Zum hundertsten Todestag von Henry James, dem großen Menschenforscher mit dem durchdringenden Blick

Von Ulrich Greiner

http://www.zeit.de/2016/10/henry-james-literatur-romane-todestag

 

Wer Bücher liebt, dem stehen Welten offen.

Es gibt noch unzählige literarische Welten, die ich noch nicht erkundschaftet habe. Dazu gehört auch der Kosmos von Henry James, der laut Artikel „dem Los der Menschen auf den Grund gehen“ und „das dunkle Rätsel ihres Strebens erhellen“ wollte, und dabei so weit oder tief wie keiner vor ihm gekommen sei.

Diese Beschreibung macht Lust auf mehr.

 

SO ISST ISRAEL 2: Von den Judäischen Hügeln zum See Genezareth

In der zweiten Folge von SO ISST ISRAEL reist Tom Franz von den Judäischen Hügeln über das Westjordanland hoch in den Norden Israels nach Galiläa und trifft auf Menschen, die spannende Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden haben.

http://www.br.de/interkulturell/so-isst-israel-150.html

Auch die zweite Folge der Dokureihe „SO ISST ISRAEL“ bietet viele interessante Eindrücke in die kulinarische Welt Israels.

Besonders faszinierend ist die Käseproduktion von Shai Seltzer in der Judäischen Bergwelt. Der ehemalige Botaniker hängte in den siebziger Jahren seine Universitätskarriere an den Nagel und wurde Produzent von Ziegenkäse in allen Varianten. Damit ist er in guter Gesellschaft. Unser Reiseführer Tom Franz hat nämlich seine Karriere als Anwalt aufgegeben, um seinen Traum zu verwirklichen: ein Leben als Koch in Israel.

Der Käse von Seltzer wird passend zu seiner Lebensphilosophie von „Langsamkeit“ nur vor Ort verkauft. Als Käseliebhaberin würde der Besuch dieser Produktionsstätte mich sehr reizen. Ein weiteres „To Do“ auf meiner imaginären Israel-Liste.

Auch das Weingut „Tulip Winery“ in Galiläa hat mich sehr angesprochen. Es liegt mitten in Kfar Tikva, einem Art Kibbuz für Menschen mit geistiger Behinderung. Diese werden in verschiedenen Bereichen der Weinproduktion beschäftigt. Damit wird hier das Nützliche mit dem Sozialen verbunden.

 

Das Dorf Kfar Tikva