Das Borneo-Hörnchen gilt als das Säugetier mit dem flauschigsten Schwanz der Fauna und führt ein verstecktes Leben im Regenwald von Borneo.
Wo ist das Abenteuerland?
Einfach so herumstreifen: Viele Mädchen und Jungen erleben das gar nicht erst. Die Gesellschaft könnte das teuer zu stehen kommen
http://www.zeit.de/2015/34/kinder-freiraum-freiheit-abenteuer
Ein sehr lesenswerter Artikel, in der die Problematik einer „verinselten Kindheit“ thematisiert wird. Diese liegt bei einer verhäuslichten, verplanten Kindheit vor, in der das „zweckfreie“ Spielen und Toben keinen Platz hat.
Die Forscher sehen diese Entwicklung sehr kritisch, da das freie Spielen an der frischen Luft, ohne Aufsicht der Eltern, nicht nur gesund für das einzelne Kind sei, weil es körperliche und geistige Fähigkeiten fördere und beim Erlernen sozialer Kompetenzen helfe. Auch die gesamte Gesellschaft profitiere davon, da beim Spielen auf der Straße die sozialen Ungleichheiten nicht im Vordergrund stünden. Der Kontakt zu anderen sozialen Milieus sei dadurch möglich.
Einer Studie des Bielefelder Pädagogen Holger Ziegler zufolge könne bei Kindern ab drei Terminen pro Woche ungesunder Stress entstehen. Sein Kollege Burkhard Fuhs spricht sogar von einem neuen Bildungsadel, der durch eine übermäßig behütete „Ich“-Kindheit entstehe.
„Die Idee der Gleichheit, die wir im 20. Jahrhundert über die Schule verwirklichen wollten, geben wir aktuell auf, weil wir alle Förderung in die Freizeit verlagern“, sagt Fuhs. „Wir züchten uns einen neuen Bildungsadel heran.“
Jetzt mehr Angst vor Terror und Asylbewerbern
Den Deutschen geht es wirtschaftlich gut – aber sie fürchten sich vor Bedrohungen von außen. Die Studie „Die Ängste der Deutschen“ zeigt, wie stark sich die Sorgen der Bevölkerung verschieben.
Zum Thema „Angst“ gibt es eine interessante Studie, die von der R+V-Versicherung jährlich durchgeführt wird. Die Studie befasst sich mit den Ängsten der Deutschen und heißt dementsprechend „Die Ängste der Deutschen“.
Wie steht es nun um die Befindlichkeit der Deutschen? Vor was fürchten sie sich im Jahr 2015 am meisten?
Vor allem die Angst ums liebe Geld treibt die Deutschen um. 64 Prozent der Befragten sorgen sich, dass sie für die Kosten der Schuldenkrise in Griechenland und anderen Euro-Ländern einstehen müssen.
Hier gibt es Grafiken zur Studie.
We will never forget
Das israelische Generalkonsulat in Shanghai (上海) hat ein süßes Video produziert, mit dem es sich bei Shanghai für die Rettung zehntausender Juden während des Zweiten Weltkriegs bedankt.
Der Generalkonsul des Staates Israel in Shanghai, Arnon Perlman, sagte: „Das Volk Israel wird nie vergessen, dass uns die Menschen in China in unserer dunkelsten Stunde geholfen haben. […] Wir haben dieses Video in der Hoffnung gedreht, dass viele Menschen in China und auf der ganzen Welt es sehen können und unsere Dankbarkeit für die Hilfe der Chinesen spüren können.“
Shanghai war eines der wenigen Orten, wohin die Juden nach der Reichskristallnacht 1938 fliehen konnten. Für die Ausreise aus dem deutschen Reichsgebiet waren Visa erforderlich, die ihnen vom chinesischen Generalkonsul in Wien, Ho Feng Shan, und vom japanische Diplomaten Sugihara Chiune in Litauen ausgestellt wurden. Diese Männer wurden als „Schindlers China“ bzw. „Japanischer Schindler“ bekannt. Beiden wurde der Titel „Gerechter unter den Völkern“ verliehen.
Das „Shanghaier Ghetto“ kannte ich bislang nicht. Es wurde 1943 auf Geheiß der Japaner errichtet, die seit 1937 Shanghai besetzt hielten. Alle Juden, die nach 1937 in Shanghai eingetroffen waren, mussten ihre Wohnungen und Geschäfte in den „ausgewiesenen Bezirk“ verlegen. Dieses Ghetto wurde offiziell am 3. September 1945 befreit.
Die Antwort der Shanghaier auf die jüdische Grußbotschaft erfährt ihr hier: 🙂
„Hart aber fair“: WDR rudert und rudert zurück
Beim WDR geht es drunter und drüber: Zunächst wurde die Ausgabe der Talkshow von Frank Plasberg zur Geschlechterdebatte aus der Mediathek entfernt. Jetzt geht sie wieder online.
Es entsteht sicherlich keine Bildungslücke, wenn man die Sendung „Nieder mit dem Ampelmännchen“ nicht gesehen hat. Ich habe sie teilweise gesehen, meine Begeisterung hielt und hält sich in Grenzen.
Herr Hofreiter machte ein dauerbeleidigtes Gesicht, von Feministinnen wie Frau Wizorek lasse ich mich ungern vertreten, Herr Kubicki war für die Altherrenwitze zuständig. Da wäre noch Frau Thomalla – ja, keine Ahnung, warum sie eingeladen wurde. Zumindest hat sie die Schönheitsskala im Studio erheblich nach oben geschoben, zur Freude von Herrn Kubicki.
Einzig Frau Kelle machte für mich sowohl einen seriösen wie auch symphatischen Eindruck.
ZDF-History: Vietnam und die Deutschen
Eine interessante Dokumentation über den Einsatz des deutschen Lazarettschiffs „Helgoland“ (offizielle Bezeichnung: Hospitalschiff Helgoland) in Da Nang während des Vietnamkriegs. Alle Behandlungen auf dem Schiff waren für die Patienten kostenlos. Die Mission wurde von der Bundesrepublik Deutschland finanziert und endete 1972.
Dresdner Lyrikpreis 2016
Deutsche (Nachwuchs-)Schriftsteller können sich nicht über das Angebot an literarischen Wettbewerben beklagen, wie diese Zusammenstellung auf „Wortmagier“ zeigt.
Insbesondere die Lyrik-Wettbewerbe sind für mich von Interesse. Übrigens, wer liest heutzutage noch Lyrik?
In diesem Zusammenhang ist vor allem der Dresdner Lyrikpreis 2016 erwähnenswert, der mit 5.000 Euro dotiert wird. Ich werde mit hoher Wahrscheinlickeit daran teilnehmen. Die Chancen sind eher gering, aber auch Goethe hat nun einmal klein angefangen. 🙂
Weitere Informationen zum Dresdner Lyrikpreis 2016:
https://www.autorenwelt.de/verzeichnis/foerderungen/ausschreibung-dresdner-lyrikpreis-2016
Nachtrag:
Dieser Wettbewerb ist bereits abgelaufen. Der Preis wird vermutlich ab 2017 wieder ausgeschrieben.
Info Arbeitsrecht 3/2015
Hier der neue Newsletter der DIHK vom 24.08.2015:
Scherbenhaufen der Asylpolitik
So viele Einwanderer wie nie zuvor strömen nach Deutschland. Die Bundesrepublik ist überfordert. Sie darf nicht den Sinn dafür verlieren, wen sie wirklich braucht und wen nicht. Ein Kommentar.
(…) Die unangenehmen Vorschläge klingen anders und sind nicht ganz so beliebt. Denn sie zielen darauf, Flüchtlinge, die sich nur so nennen, davon abzuschrecken, ihre Heimat zu verlassen oder nirgends anders hinziehen zu wollen als nach Deutschland. (…)
Man kommt momentan nicht umhin, sich mit der Flüchtlingsproblematik auseinanderzusetzen. Als Migrantin, die allein durch glückliche Zusammenfügungen nach Deutschland gelangt ist, fällt es mir besonders schwer, Menschen zu „verurteilen“, die sich hier in Deutschland ein besseres Leben erhoffen. Ob als Asylant oder „nur“ als Wirtschaftsflüchtling.
Unabhängig von meiner persönlichen Geschichte stellt sich für mich die Frage:
Haben wir moralisch ein Recht darauf, Menschen davon abzuhalten, ein Stück von unserem unglaublichen Wohlstand hier in Europa und besonders Deutschland zu ergattern?
Wir, die wir durch Glück, Schicksal, Fügung oder wie wir es auch immer nennen mögen, das (unverdiente) Recht haben, in einem der reichsten Länder geboren zu werden und zu leben. Wohl nein.
Nächtigen im Schlossgarten nicht gestattet
Der 19-jährige Loi lebt mit einer Gruppe anderer Roma auf der Wiese zwischen Landtag und Fünf-Sterne-Hotel. Das irritiert viele Stuttgarter.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-08/roma-stuttgart-schlossgarten