Alice Munro: Zu viel Glück

Vor einiger Zeit habe ich auf einem „Wühltisch“ ein Exemplar von MunrosZu viel Glück“ ergattert. Zum Glück. Die Kurzgeschichten in diesem nicht sehr dicken Band gehören nämlich zu den besten, die ich bis jetzt gelesen habe.

Die Literaturnobelpreisträgerin 2013 beschreibt in „Zu viel Glück“ verschiedene Situationen von zumeist Frauen, denen alles unterstellt werden könnte, aber nicht „zu viel Glück“. Aus auf dem ersten Blick scheinbar alltäglichen Situationen heraus entwickelt die Autorin Handlungsstränge, die den Leser (also mich) fesseln und oft fassungslos zurücklassen. Die Sprache der Kurzgeschichten finde ich wunderbar, auffällig ist eine gewisse Distanz in der Erzählweise Munros, die im Kontrast zu den oftmals existenziellen Situationen der Protagonisten stehen.

Ich bin glücklich, denn es gibt noch über 150 Kurzgeschichten von Munro, auf die ich mich freuen kann.

Hier eine Leseprobe :

Klicke, um auf LP_978-3-596-51300-0.pdf zuzugreifen

Und hier eine Rezension in der FAZ:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/alice-munro-zu-viel-glueck-eine-form-von-kreuzigung-17196.html

(Ich würde die Rezension aber erst lesen, wenn ich die Kurzgeschichten bereits kenne. Hier werden nämlich einige Handlungsstränge verraten.)

14. European Maccabi Games (EMG2015)

Vom 27. Juli bis 5. August 2015 finden in Berlin die 14. European Maccabi Games statt.

Die EMG2015 sind Europas größte jüdische Sportveranstaltung mit über 2.000 Athleten, Trainer und Betreuer aus über 30 EU-Ländern, EU-Partnerländern und der ganzen Welt und Wettkämpfen in 19 Sportarten.

Die EMG finden das 1. Mal in Deutschland statt. Sie werden im Berliner Olympiapark ausgetragen, genau der Ort, an dem 1936 deutschen Juden die Teilnahme an den Olympischen Spielen verboten wurde. Somit haben diese Spiele auch eine wichtige historische Bedeutung insbesondere für die jüdische Gemeinschaft.

Die Ausrichtung der EMG2015 in Berlin ist ein Zeugnis des erstarkten Selbstvertrauens der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und des Selbstverständnisses, mit dem Juden wieder als integraler Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Laut Webseite von Makkabi Deutschland wird mit den EMG2015 bezweckt,

sportliche und faire Spiele für die jüdischen Teilnehmer zu veranstalten, ein Verständnis von Gleichheit und Fairness zu verbreiten und die deutsche und europäische Öffentlichkeit vom neugewonnen jüdischen Selbstbewusstsein und der unumstößlichen Präsenz des Judentums in Deutschland zu überzeugen. Die EMG2015 senden ein starkes Signal für das neue deutsch-jüdische Selbstverständnis als Grundlage für eine Entwicklung aus dem Schatten der Vergangenheit in eine von Freundschaft, Vertrauen und Zuversicht geprägte Zukunft. Die EMG2015 sind ein Zeichen für den europäischen Einheitsgedanken und ein Plädoyer für einen offenen und toleranten Umgang miteinander.

Übrigens wird alle vier Jahre in Israel die Makkabiade veranstaltet, die größte internationale jüdische Sportveranstaltung.

Wieder Zusammenstöße vor Al-Aqsa-Moschee

Israelische Polizisten sind am Sonntagmorgen in die Al-Aqsa-Moschee in Ost-Jerusalem eingedrungen, um „die Ordnung wiederherzustellen“. Doch die Ausschreitungen gehen weiter.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/israelische-polizei-dringt-in-al-aksa-moschee-ein-13720739.html

Auslöser der erneuten Spannungen rund um den Tempelberg soll die Aussage einer jüdischen Siedlerin sein, die sich durch die Anfeindungen seitens der arabischen „Gotteskrieger“ von al-Murabitun provozieren ließ und mit wenig Weisheit Mohammed als Schwein bezeichnet haben soll.
http://www.timesofisrael.com/muhammad-insult-prompts-police-tisha-bav-alert-on-temple-mount/

Mit welchen Worten sie zuvor von den arabischen Frauen beleidigt wurde, ist mir nicht bekannt. Vielleicht kann jemand auf dem Video etwas verstehen.

Geld nach Ringelnatz

Joachim Ringelnatz (eigentlich Hans Gustav Bötticher) ist einfach toll. Er hat für jede Situation den richtigen Spruch, immer mit einer Prise Humor.

Der heutige Spruch aus dem Hause Ringelnatz handelt vom lieben Geld.

Geld soll man sich nur von Pessimisten borgen.
Die erwarten sowieso nicht,
dass sie es jemals wiederkriegen.

Germany meets Israel

Was wissen wir eigentlich über das weit entferne Israel? Und was wissen die Israelis über? Unsere Reporter Karlotta und Johannes finden es heraus!

http://www.galileo.tv/videos/germany-meets-israel/

Ein völlig harmloser Beitrag von Galileo über die Achse Israel-Deutschland vom 16.07.2015.  Er wurde dennoch von PRO 7 entfernt, weil sich viele wohl daran störten, dass überhaupt etwas (Positives) über Israel ausgestrahlt wurde.

Jetzt ist dieser Beitrag wieder online.

Terror cell behind Malachi Rosenfeld’s murder caught

Leader of cell is Hamas operative released in Shalit deal; terror cell also behind shooting at MDA ambulance.

von Yoav Zitun, Elior Levy

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4681707,00.html

The brains behind the terror cell, Ahmad Najar, a Hamas operative, was not among the suspects arrested. He was imprisoned in Israel several times in the past, most recently from December 2003 until October 2011 over his involvement in a shooting attack that claimed the lives of six Israelis. After his release as part of the Shalit deal and expulsion to Gaza, Najar moved to Jordan, where he has been working to organize and fund terror attacks.

Im Rahmen des Shalit- Gefangenenaustausches wurden insgesamt 1027 palästinensische Häftlinge freigelassen, die unter anderem für den Tod von etwa 200 Israelis verantwortlich sind, so auch der obige Ahmad Najar, der für die Ermordung von Malachi Rosenfeld vor einigen Wochen verantwortlich gemacht werden konnte.

Forget the Palestinians: Arab states have too much else to worry about

By Amir Taheri

http://nypost.com/2015/07/12/forget-the-palestinians-arab-states-have-too-much-else-to-worry-about/

Today, no Arab feels safe in his country,” he said. “Ironically, the sole exceptions are Palestinians in the West Bank because they know Israel will defend them if ISIS attacks. Even in Gaza, most people secretly believe that Israel is their ultimate protection against ISIS fighters trying to strike roots in the Sinai.”

Wer hätte das vor einigen Jahren gedacht?

“Today, it is Iran and not Israel the Arabs ought to worry about,” says Gulbuddin Hekmatyar, leader of the Afghan Hizb Islami (Islamic Party) who was sheltered, financed and armed by Tehran for decades.

Er muss es ja wissen.

The Khomeinists missed the irony of Israel being the only government in the Middle East, outside Iran itself, to allow such a demonstration.

Damit ist die Demonstration in Jerusalem für das Iran-Regime gemeint.

Christen im Nahen Osten: Mariä Himmelfahrt im Iran, Mönche in Ägypten

Christen leben an vielen Orten im Nahen Osten friedlich mit der muslimischen Mehrheit zusammen. Andere wandern aus, weil sie ausgegrenzt, diskriminiert oder sogar verfolgt werden – wie aktuell von den Terroristen des „Islamischen Staates“. Aber schätzungsweise 12 Millionen Christen leben noch in der Region. Die Fotografin Linda Dorigo und der Journalist Andrea Milluzzi sind über zwei Jahre durch neun Länder gereist. Sie zeigen nicht die Flüchtlinge, sondern die in der Region gebliebenen Christen in ihrem Alltag, mit ihren Geschichten und Traditionen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-07/bedrohtes-refugium-fs