Das bewegte Köln

Als ich diesen Freitagabend über den Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs schlenderte, fiel mir eine Gruppe ausländischer Frauen auf, die in einem Kreis standen und laut riefen. Als ich, neugierig wie ich bin, näher trat, erkannte ich, dass es sich um eine „Friedensdemonstration“ handelte, von türkischen bzw. kurdischen Frauen. Eine (kurdische) Passantin erklärte mir, dass diese Frauen sich jeden Freitag auf dem Vorplatz treffen würden, um gegen den Krieg und für Frieden in der Türkei zu demonstrieren, besonders im Hinblick auf die (heutige) Wahl in der Türkei. Als die Frauengruppe „Bella Ciao“ anstimmte, kam mir der Gedanke, ob es sich um eine linke Gruppierung handeln könnte.

Auf meinem Spaziergang kam ich dann, mitten auf dem Vorplatz des Doms, an einem Stand vorbei, der die vermeintlichen Grausamkeiten Israels an die palästinensische Bevölkerung anprangerte. Die Schilder waren sehr einseitig propalästinensisch und geizte nicht mit Horrorbildern von verletzten Kindern. Zu meiner Freude war ich die Einzige, die an diesem Stand stehenblieb. Das Interesse der Kölner bzw. Touristen an dieser Propaganda scheint nicht sehr ausgeprägt zu sein. Der Stand war herrenlos. Der Aktivist war nicht zu sehen. Dieser Stand war mir bereits ein Tag zuvor aufgefallen, wiederum herrenlos. Es scheint sich um eine „Dauerausstellung“ zu handeln. Ich sah an jenem Tag nur einen verkniffenen alten Mann, der in der Nähe des Standes saß und vor sich hinstierte. Er sah von seiner Sache nicht überzeugt aus. Vielleicht sucht der Mann nur einen Ventil, um jemandem (in diesem Fall Israel) die Schuld an sein vermutlich eigenes Unglück zu geben. Ich weiß es nicht.

Mein Weg führte mich auch an mehreren sog. Stolpersteinen vorbei, die zum Andenken der jüdischen Bewohner Kölns gelegt wurden. Die meisten Steine weisen Beschädigungen auf. Sie scheinen mutwillig beschädigt worden zu sein. Zumindest die Brandspuren deuten darauf hin. Nur Hass kann Menschen dazu bewegen, das Andenken verfolgter und ermorderter Menschen zu schänden.

Kinder und Jugendliche sind die Verlierer

Die Wirtschaft erholt sich, doch die junge Generation profitiert davon kaum. Laut einer Studie sind 26 Millionen Kinder und Jugendliche in der EU von Armut bedroht.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-10/europaeische-union-armut-kinder-jugendliche-bertelsmann-stiftung

Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung sind Jüngere die größten Verlierer der Wirtschafts- und Schuldenkrise der vergangenen Jahre in der EU. 26 Millionen Kinder und Jugendliche sind laut Studie in der Europäischen Union von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Diese Zahl umfasst fast 30 Prozent aller unter 18-Jährigen.

Die wachsende (materielle) Kluft zwischen Alt und Jung würden durch drei europaweite Trends verschärft:

  • steigende Verschuldung der öffentlichen Haushalte
  • Stagnation der Zukunftsinvestitionen in Bildung oder Forschung und Entwicklung
  • alternde Gesellschaften

Der Studie zufolge habe sich der Schuldenstand der EU-Staaten im Verhältnis zu deren Wirtschaftsleistung im Durchschnitt von 63 Prozent im Jahr 2008 auf inzwischen 88 Prozent erhöht.

Die Forscher kritisieren den hohen Anteil von atypischen Beschäftigten in Deutschland (40 Prozent). Diese Menschen seien wegen befristeten Verträgen und niedrigen Löhnen trotz Vollzeitjob von Armut bedroht. Bei der Generationengerechtigkeit sieht es in Deutschland ebenfalls nicht gut aus: Deutschland rutschte im Vergleich zu 2014 von Rang 10 auf 15. Auch soll der Zugang zur Bildung bzw. Bildungserfolg in Deutschland immer noch zu stark von der sozialen Herkunft abhängen.

Für die Jugend unseres Landes sieht die Zukunft nach der Studie demnach nicht rosig aus:

Auch Menschen mit Vollzeitstellen seien insbesondere durch die niedrigen Löhne armutsgefährdet. Ich sehe daher keinen Gestaltungsspielraum für die Aussetzung des Mindestlohns, wie gelegentlich anlässlich der aktuellen Migrationsströme gefordert. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass das Leben trotz Mindestlohn entbehrungsreich genug ist. Bei einer 40-Stunden-Woche würde sich ein Bruttogehalt von 1.360,00 EUR ergeben. Netto bliebe bei einem kinderlosen 1-Personen-Haushalt nur noch 1.014,95 EUR zum Leben. Eine Familie könnte mit diesem Betrag niemals ohne staatliche Unterstützung ernährt werden.

Wer war der Mufti, der die Nazis unterstützte?

Er soll Hitler zum Holocaust angestiftet haben? Netanjahus Behauptung ist abwegig. Ein Faktencheck für alle, die den Mufti von Jerusalem nicht mehr kennen

Ein Gastbeitrag von

http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2015-10/holocaust-jerusalem-amin-al-husseini-netanjahu-hitler-mufti

Ein interessanter Artikel vom Historiker Hans Goldenbaum, der zurzeit in Jerusalem zu den Beziehungen zwischen arabischen Nationalisten und Zionisten in den 1930er und 1940er Jahren forscht.

Goldenbaum zufolge hätte der Mufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, kaum irgendeinen Einfluss auf führende Kreise des nationalsozialistischen Apparats gehabt. Vielmehr hätten nationalsozialistische politische und militärische Strukturen seine Anwesenheit für propagandistische und strategische Zwecken genutzt. Husseini war jedoch unstreitig radikaler Antisemit und hatte die Ziele der Achsenmächte (insbesondere das Deutsche Reich, Italien, Japan) unterstützt.

Der (noch so geringe) Einfluss Husseinis war von mörderischer Art: Al-Husseini wäre nicht nur über die Realität der deutschen Vernichtungspolitik im Osten informiert gewesen, sondern hätte auch mehrfach aktiv bei verantwortlichen Stellen interveniert, um den Austausch jüdischer Häftlinge beziehungsweise die Ausreise von Juden in Richtung Palästina zu verhindern. 1943 soll al-Husseini zum Beispiel die Freilassung von 5000 jüdischen Kindern verhindert haben, die auf Initiative des Roten Kreuzes gegen 20.000 gefangene Deutsche ausgetauscht werden sollten. Durch seine persönliche Intervention bei Heinrich Himmler soll Husseini erreicht haben, dass diese Kinder stattdessen in deutsche Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden.

Der Holocaust sei laut Goldenbaum schon in vollem Gange gewesen, als Husseini 1941 in Berlin auf Hitler traf. Dieser hätte Husseini die Ausweitung der Vernichtungspolitik auf den Nahen Osten im Falle eines deutschen Sieges angekündigt. Dieser Fall traf nie ein.

The Palestinian Jihad: Lies, Lies and More Lies

This is Not an „Intifada“

by Bassam Tawil

http://www.gatestoneinstitute.org/6754/palestinian-jihad-lies

Ein sehr interessanter Artikel von Bassam Tawil über die aktuellen Terrorattacken in Israel, die primär von Palästinensern verübt werden. Tawil ist vermutlich selbst Palästinenser.

Diese Vorfälle haben Tawil zufolge nicht die Beendigung der „Besatzung“ oder ein Protest gegen Elend und Checkpoints zum Ziel, sondern sind Teil des weltweiten islamischen Terrors. Fast allen Terroristen, die kürzlich in Israel auf „Judenjagd“ gingen, würden nämlich die Hamas und die palästinensiche Islamistenorganisation „Islamischer Jihad“ nahestehen. Zwei Gruppen, deren Hauptanliegen die Zerstörung Israel ist.

Diese Terrorwelle basiere auf Lügen, die von den palästinensischen Politikern -inklusive Abbas, seinen Beamten und der Fatah- seit Monaten verbreitet würden. Abbas und sein Gefolge drängten die Muslime dazu, am Jihad gegen die Juden teilzunehmen. Sie würden den Palästinensern erzählen, dass die meisten der (palästinensichen) Terroristen nur unschuldige Menschen wären, die von den Israelis auf dem Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit erschossen worden seien. Lügen und die Verdrehung der Wahrheit seien ein wesentlicher Bestandteil des Jihad gegen Juden geworden.

Letztendlich sei diese Terrorwelle in Israel ein weiterer Abschnitt des weltweiten Jihad gegen „Ungläubige“ und „Feinde des Islams“. Diejenigen, die heute Juden ermorden, würden nicht zögern, morgen Nichtmuslime zu töten.

Tawil macht in seinem Artikel darüber hinaus auf die fortgesetzen Versuche der (palästinensichen) Politik aufmerksam, die jüdische Vergangenheit Israels auszulöschen. Er bezieht sich hierbei auf das Grab Rachels in Judäa und das Josef-Grab in Nablus, die von Palästinensern im Stile des IS beschädigt wurden. Bei diesen historischen Verdrehungsversuchen werden die Palästinenser tatkräftig von der UNESCO unterstützt, die vor einigen Tagen in geistiger Umnachtung das Grab Rachels und das Grab der Patriarchen in Hebron zu muslimischen Stätten erklärten. Ich wäre nicht überrascht gewesen, wenn die UNESCO sich durchgerungen hätte, die Klagemauer ebenfalls als muslimisch zu bezeichnen, wie von sechs arabischen Ländern beantragt. Aber solch eine ungeheure Geschichtsverdrehung war vermutlich sogar für die UNESCO nicht tragbar, sodass sie dem Antrag nicht entsprochen hatte.

Palmer wettert gegen „Durchhalteparolen“ der Kanzlerin

Der Tübinger Oberbürgermeister und Grünen-Politiker Boris Palmer schlägt in der Flüchtlingskrise weiter Alarm. Der ungebremste Flüchtlingsstrom erzeuge eine „brandgefährliche“ gesellschaftliche Lage. Parteifreunde sind sauer auf den „Bescheidwisser“.

von Rüdiger Soldt, Stuttgart

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/gruenen-streit-ueber-fluechtlinge-palmer-wettert-gegen-durchhalteparolen-der-kanzlerin-13868881.html

[…] Thekla Walker, die baden-württembergische Landesvorsitzende der Grünen, nannte Palmers Aussagen im Gespräch mit FAZ.NET „sehr befremdlich“. Eine Umfrage unter deutschen Oberbürgermeistern habe doch gerade gezeigt, dass sich viele Rathauschefs angesichts der Flüchtlingskrise weiter und trotz großer Schwierigkeiten „pragmatisch“ und „zuversichtlich“ verhalten würden. […]

Diese Umfrage würde ich liebend gern sehen! Im Gegensatz zur „Theoretikerin“ Walker muss sich Palmer als Kommunalpolitiker mit den irdischen Sorgen der Flüchtlingsunterbringung und-versorgung befassen.

Die AfD sei nun an Palmer interessiert.

Deutsche trauen Politik keine Lösung der Flüchtlingskrise zu

In der Flüchtlingskrise wächst bei den Deutschen die Sorge vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Der Zweifel wächst, ob die Politik eine Vorstellung davon hat, wie die Probleme bewältigt werden können.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/zweifel-an-loesung-der-fluechtlingskrise-durch-die-politik-13866897.html

Die Allensbach-Umfrage gibt interessante Einblicke in die Gemütsverfassung der Deutschen im Hinblick auf die nicht enden wollenden „Flüchtlingsströme“.

Laut FAZ seien 54 Prozent der Befragten über die aktuelle Situation außerordentlich besorgt, auch im Hinblick auf die mittel- und langfristigen gesellschaftlichen und ökonomischen Konsequenzen. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Besorgnis der Bürger sich parteiübergreifend verstärkte.

Interessant ist ebenfalls die aktuelle Sonntagsfrage („Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?“), aus der deutlich hervorgeht, dass die CDU kontinuierlich an Wählergunst verliert, während die AfD innerhalb eines Monats um gute 3,5 % zulegen konnte.

Darüber hinaus kritisieren 47 Prozent der Befragten die Berichterstattung über die Flüchtlingskrise als einseitig, da die Risiken der derzeitigen Entwicklung nicht ausreichend berücksichtigt würden.

Flüchtlinge: Chance oder Bürde?

Bei Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, überwiegt (wirtschaftlich) wohl die Bürde, denn:

  • Die meisten „Flüchtlinge“ seien geringqualifiziert bzw. hätten keine anerkannten Abschlüsse.
  • Es könne aktuell vielleicht nur 10 % der „Flüchtlinge“ (in den Arbeitsmarkt) integriert werden.
  • Die Integration sei daher außerordentlich schwierig.
  • Es drohe ein Verdrängungswettbewerb mit den bereits ansässigen Arbeitnehmern im Billiglohnsektor, der nur durch die Außerkraftsetzung des Mindestlohns verhindert werden könne.
  • Lohndumping sei ein Konsequenz der massenhaften Zuwanderung.
  • Es könne durch die massenhafte Zuwanderung eine Lohnstagnation im unteren Bereich der Lohnskala verursacht werden.

 

 

Four arrested for beating Eritrean mistaken for terrorist

Four suspects in beating of Eritrean migrant in aftermath of Be’er Sheva attack to be formally charged on Thursday, Israel Police reveals.

By Arutz Sheva Staff

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/202253#.VilHFCubj6s

Der Eritreer Haftom Zarhum wurde letzten Sonntag nach einem Anschlag in Beerscheba irrtümlich für den Attentäter gehalten. Er wurde angeschossen und von einigen Israeli misshandelt. Andere Israeli sollten jedoch versucht haben, den am Boden liegenden Zarhum vor den Tritten der wütenden Menge zu schützen. Haftom Zarhum erlag wenig später seinen schweren Verletzungen.

Netanjahu verurteilte diese Tat scharf.

Israel sei ein Rechtsstaat, sagte er in Jerusalem. Niemand dürfe das Recht in seine eigenen Hände nehmen.

Es gibt ein Video zu diesem schrecklichen Vorfall. Ich kann es mir aber nicht ansehen und demnach auch nicht verlinken.

Netanjahu gibt Palästinenser-Mufti Verantwortung für Holocaust

Nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten stiftete der palästinensische Großmufti Hitler zum Holocaust an. Dieser habe die Juden zunächst nur vertreiben wollen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-10/israel-benjamin-netanjahu-adolf-hitler-holocaust-mufti

Im NS-Archiv gibt es eine Aufzeichnung von einem Gesandten Schmidt, die eine Unterredung zwischen Adolf Hitler und dem Großmufti von Jerusalem Hadji Mohammed Amin el Hussein zum Inhalt hat. Der Großmufti reiste im November 1941 nach Berlin.

Zumindest haben die beiden dem Dokument zufolge zusammen Welteroberungspläne geschmiedet und von einer „judenfreien“ Welt geträumt.

Das ohrenbetäubende Schweigen der «Palästina-Solidarität»

Die jüngsten mörderischen Angriffe palästinensischer Terroristen auf israelische Juden scheinen «propalästinensische» Aktivisten keineswegs um den Schlaf zu bringen. Teilweise werden die Taten von ihnen sogar gerechtfertigt. Verwunderlich ist das gleichwohl nicht, wenn man weiss, was sie antreibt.

Von Alex Feuerherdt

Das ohrenbetäubende Schweigen der «Palästina-Solidarität»

Ich habe mich schon immer gefragt, warum hier im Westen kein Hahn danach kräht, wenn Christen im arabischen Raum die Kehlen durchgeschnitten und Jesiden ermordert werden. Wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken. Oder wenn wie jüngst in Israel wahllos Jagd auf Juden gemacht wird.

Aber wenn es sich um Kritik an Israel handelt, scheinen die Demonstranten und Moralisten, die vermeintlichen Verfechter der Menschenrechte und des Friedens wie aus dem Nichts aufzutauchen. Dann wird demonstriert, berichtet und nach Boykott geschrien.

Beruht diese Doppelmoral tatsächlich auf den Aspekt, den der Autor im obigen Artikel aufgeworfen hat?

Dass die Motivation der „propalästinensischen“ Aktivisten einfach eine antiisraelische ist?