Ich lebe noch! Zeitzeugen berichten

Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, kurz EVZ, wurde im Jahr 2000 vor allem mit dem Ziel gegründet, Zahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter zu leisten. Nachdem diese Auszahlungsprogramme im Jahr 2007 abgeschlossen wurden, bestehen die Handlungsfelder der Stiftung gegenwärtig in der Auseinandersetzung mit der Geschichte, im Handeln für Menschenrechte und im Engagement für Opfer des Nationalsozialismus.

Im Oktober 2014 hat die Stiftung eine sehr interessante Kampagne mit dem Titel „Ich lebe noch“ gestartet.

Ziele der Kampagne sind, die Aufmerksamkeit für NS-Opfer in Osteuropa zu erhöhen und das Fundraising zu unterstützen. Sechs Überlebende zeigen ihre Gesichter und erzählen ihre Geschichte.

Da ist zum Beispiel Sinaida Lewanez, deren Heimatdorf Skirmontowo von den deutschen Besatzern gezielt durch Brandstiftung zerstört wurde. Oder Frida Rejsman, die als Siebenjährige mit ihrer Familie in das Minsker Ghetto verschleppt wurde.

Diese Kampagne bietet eine gute Gelegenheit, die Geschichten derer aufzuzeichnen, die den Terror des Nazi-Regimes hautnah miterlebt haben und noch leben. Es sind nicht mehr viele.

Eine Sprechstunde für 2.500 Betroffene

Als ich diesen Artikel gelesen habe, ist mir wieder einmal klar geworden, wie unglaublich gut es mir geht, dass ich keinen ernsthaften Grund habe, mich zu beschweren. Über die Politik, das Gesundheitsssystem, das Wetter und was auch immer. Um Missverständnisse vorzubeugen: Ich benutze nicht das Leid anderer Menschen, um mich besser zu fühlen, sondern möchte nur dazu aufrufen, ein neues Bewusstsein zu entwickeln, mehr Selbstzufriedenheit zu gewinnen und den kleinen Dingen des Alltags mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

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Im Vogelkäfig

In diesem Artikel von Philipp Reinartz dreht sich alles um Tel Aviv, den „Frühlingshügel“ am Mittelmeer.

Anhand mehrerer Lebensgeschichten wird vom Leben in dieser einzigartigen Stadt erzählt, die erst 1909 gegründet wurde und bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Für den Autor ist Tel Aviv ein Ort der Träume.

Die Menschen träumen dort von Amerika, von Frieden, von Erfolg – und geben nie auf. Aus ihren Geschichten steigt der immerwährende Wunsch nach Freiheit.

Doch stellt er die berechtigte Frage in den Raum, wie hoch man unter einem Raketenschutzschild fliegen kann.

Die Geschichte von Tel Aviv ist gleichzeitig die Geschichte eines Mannes, der die Vision von einem jüdischen Staat hatte und alles für diesen Traum tat: Theodor Herzl.  Ein Start-Up, das 1948 seinen Abschluss fand.