
Die Israel-Story
In diesem hervorragenden Artikel von Matti Friedman wird die Rolle der Journalisten im Nahost-Konflikt kritisch beleuchtet.
Unterwerfung
Michel Houellebecq äußert sich hier über seinen neuesten Roman „Unterwerfung“, der durch den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ enorm an Brisanz gewonnen hat.
Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Wahllokale werden überfallen, Autos brennen auf den Straßen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.
›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und
Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.(Quelle: http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Michel_Houellebecq_Unterwerfung/15170)
Hier einige interessante Rezensionen zu diesem Buch:
http://www.cicero.de/salon/michel-houellebecqs-unterwerfung-die-satire/58710
Reaktion Israels auf den Anschlag in Paris
Hier die Reaktion Israels auf den Anschlag in Paris.
Endlich – Die letzte Etappe meiner Reise in Israel
Die Zeit in Israel liegt nun eine Weile zurück. Der Aufenthalt dort war eine Bereicherung, trotz oder gerade wegen den Raketenangriffen der Hamas. Der Terror hat auch Europa endgültig erreicht, wie der Anschlag gestern leider deutlich machte.
Weiterlesen „Endlich – Die letzte Etappe meiner Reise in Israel“
Verfolgte Christen – Weltverfolgungsindex 2015
Das christliche Hilfswerk Open Doors hat den Weltverfolgungsindex 2015 veröffentlicht. Der jährlich veröffentlichte Index gibt in einer Rangliste von 50 Ländern an, wo Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und diskriminiert werden.
Nordkorea steht weiterhin unangefochten auf Platz 1, dies zum 13. Mal in Folge. Somalia folgt auf Platz 2, Irak und Syrien haben die Plätze 3 und 4 inne. Islamischer Extremismus sei in den meisten der 50 aufgeführten Länder ein Grund der Verfolgung. Das dies nicht ausnahmslos gilt, zeigt Vietnam, das im Ranking auf Platz 16 ist, noch vor Palästina (Platz 26).
Nach Angaben von Open Doors werden weltweit etwa 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Christen seien damit die am meisten verfolgte Glaubensgruppierung.
Kein Aprilscherz
Nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon soll der „Staat Palästina“ am 1. April 2015 dem Internationalen Strafgerichtshof beitreten. Ab diesem Zeitpunkt gelte das Rom-Statut für Palästina.
Dem Strafgerichtshof zufolge bezieht sich die Anerkennung der Gerichtsbarkeit auf den Zeitraum seit dem 13. Juni 2014. Damit könnten theoretisch auch Vorfälle während des jüngsten Gaza-Kriegs untersucht werden.
„Die Anerkennung der Zuständigkeit führt aber nicht automatisch zu einem Ermittlungsverfahren“, erklärte der Sprecher. Die Anklage müsse jeden Fall prüfen und vor Eröffnung eines Verfahrens einen richterlichen Beschluss beantragen.
Die Palästinenser erklärten sich mit der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs für mögliche Verbrechen auf dem von ihr kontrollierten Gebiet einverstanden. Die israelische Organisation „Schurat Hadin„, die Terroropfer vertritt, kündigte zuletzt Verfahren gegen drei ranghohe Mitglieder der „Autonomiebehörde“ an. Sie wolle beim Strafgerichtshof gegen Regierungschef Rami Hamdallah, Geheimdienstchef Madschid Faradsch sowie das Führungsmitglied Dschibril Radschub vorgehen. Sie seien für Raketenangriffe auf Israel aus dem Gazastreifen verantwortlich, erklärte die Organisation.
Weder die USA noch Israel sind Mitglieder im internationalen Strafgerichtshof.
Hurra, der Mindestlohn ist da…
Hier gibt es das Mindestlohngesetz (MiLoG) als PDF.
Wie sagte schon Kant? 🙂
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Von Interesse könnten § 3 sein, der die Unabdingbarkeit des Mindestlohns regelt, § 20, der die grundsätzliche Pflicht des Arbeitgebers zur Zahlung des Mindestlohns statuiert sowie § 21 (Bußgeldvorschrift). Nach § 21 Abs. 3, § 21 Abs. 1 Nr. 9 stellt ein Verstoß gegen § 20 eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu fünfhunderttausend Euro geahndet werden kann.
– Alle Angaben natürlich ohne Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. –
🙂
Interessant, dass nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit der Mindestlohn die Zahl der Hartz IV-Aufstocker um 60.000 reduzieren könnte. Es werden Einsparungen von 700 bis 900 Millionen Euro erwartet.
Das sind doch mal gute Nachrichten! Unglaublich, dass es immer noch vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer gibt, die so wenig verdienen, dass sie ergänzend auf Hartz IV angewiesen sind. Das Gesetz ist daher ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Dem Thema „Mindestlohn“ haben die sog. Wirtschaftsweisen auch einige Seiten in ihrem aktuellen Jahresbericht mit dem Titel „Mehr Vertrauen in Marktprozesse“ gewidmet.
http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg201415/JG14_07.pdf (ab Seite 17)
Der Auschwitz-Prozess
Hier gibt es Informationen zum 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess, der vom 20. Dezember 1963 bis zum 20. August 1965 dauerte.
Diese hervorragende Dokumentation („Das Ende des Schweigens“) wurde vom Hessischen Rundfunk verwirklicht und zeigt in Bild, Ton und Film die Hintergründe und Auswirkungen des sog. Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Die Seite wurde übrigens für den Grimme Online Award 2006 nominiert und bekam weitere Auszeichnungen.
Zu diesem Prozess gibt es auch Original-Tonbandmitschnitte auf der Seite des Fritz Bauer Instituts mit weiteren Hintergrundinformationen.
Ich habe mir schon einige Zeugenaussagen angehört. Man kann nur erahnen, was die verfolgten Menschen damals erleiden und erdulden mussten.
Weitere Infos:
http://www.auschwitz-prozess-frankfurt.de/
(Produktion im Auftrag der SAALBAU GmbH in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut Frankfurt am Main)
http://de.wikipedia.org/wiki/Auschwitzprozesse#Der_1._Auschwitzprozess_1963_bis_1965
Resolution im UN-Sicherheitsrat gescheitert
Die von Jordanien (nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat) vorgelegte Resolution ist vor einigen Tagen im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Nur acht von neun benötigten Ja-Stimmen wurden abgegeben. Argentinien, Tschad, Chile, China, Frankreich, Jordanien, Luxemburg und Russland stimmten für den Entwurf, die USA und Australien stimmten dagegen. Die fünf Länder Nigeria, Südkorea, Litauen, Ruanda und Großbritannien enthielten sich. Für den Fall einer Mehrheit hätte Washington wohl ein Veto eingelegt.