Tragödie an der syrisch-türkischen Grenze

Seit Tagen flieht die kurdische Zivilbevölkerung aus dem Norden Syriens vor dem anrückenden IS über die türkische Grenze.

Hier der Link zu einem „Lagebericht“:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-09/is-terror-tuerkei-syrien-grenze-fluechtlinge-krieg

Einem Mitarbeiter des türkischen Katastrophenschutzes AFAD zufolge übertreffe die jetzige Situation all das vorherige Elend.

Es ist der größte Flüchtlingsandrang seit Beginn des Bürgerkriegs vor dreieinhalb Jahren. „Hier kommen Frauen mit ihren Babys an, die sie seit Tagen nicht stillen konnten“, erzählt er. Es gebe Kinder, die einen Angehörigen auf ihrem Rücken schleppen, und das über Tage. „Wann wird dieses Töten vorbei sein?“

Paul von Maltzahn, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, versucht eine Antwort auf die Frage zu geben, warum die USA schon im August im Irak intervenierten, aber erst vor wenigen Tagen in Syrien, wo seit dreieinhalb Jahren ein Bürgerkrieg herrscht.

„Im Irak haben wir eine einfache Einteilung in Schwarz und Weiß. Auf der einen Seite stehen die bedrohten Minderheiten und die kurdischen Kämpfer, auf der anderen Seite die Terroristen.“ Außerdem sei die Unterstützung der Kurden im Irak völkerrechtlich leichter zu begründen, da die irakische Regierung um Hilfe gebeten habe während der syrische Präsident Baschar al-Assad sich jede „ausländische Einmischung“ verbittet, sagt der frühere Diplomat an der deutschen Botschaft in Syrien und ehemalige Leiter der Vertretung im Irak. Jetzt habe die Internationale Gemeinschaft, sprich die Vereinigten Staaten, eingesehen, dass die Bekämpfung des IS nur im Irak nicht sinnvoll sei, da der IS sich nicht auf den Irak beschränke. „Es war vorauszusehen, dass der IS sich bei Widerstand in den östlichen Kurdengebieten auf die nördlichen, in Syrien gelegenen, konzentrieren würde.“

Link zu einem Video, das die Fluchtproblematik in Syrien kurz erklärt:

http://www.zeit.de/video/2014-09/3799114644001/kurz-erklaert-syrer-auf-der-flucht-vor-buergerkrieg-und-dem-is#autoplay

Kurdische PKK-Kämpferinnen

Hier ein Link zu einem interessanten Video!

Im Kampf gegen den IS sind auf kurdischer Seite nicht nur Männer, sondern auch Frauen vertreten.

Diese Frauen wollen aber nicht nur gegen den IS kämpfen, sondern sehen ihren Einsatz auch als Möglichkeit, für die Freiheit der Frauen einzutreten, die von den sunnitischen Extremisten des IS unterdrückt werden.

http://www.zeit.de/video/2014-09/3785213409001/islamischer-staat-kurdinnen-kaempfen-im-irak

Dürfen kirchliche Einrichtungen das Kopftuch verbieten?

Das BAG hat gestern entschieden, dass das Tragen eines Kopftuchs als Symbol der Zugehörigkeit zum islamischen Glauben grundsätzlich mit der arbeitsvertraglichen Verpflichtung einer in einer Einrichtung der Evangelischen Kirche tätigen Arbeitnehmerin zu neutralem Verhalten nicht zu vereinbaren ist. Nach Auffassung des BAG kann den Arbeitnehmern in einer kirchlichen Einrichtung regelmäßig das Tragen eines islamischen Kopftuchs untersagt werden. Im Einzelfall könne eine Entscheidung aber auch anders ausfallen, zum Beispiel wenn jemand in einem Labor arbeite und wenig Kontakt zu Außenstehenden habe.

Weiterlesen „Dürfen kirchliche Einrichtungen das Kopftuch verbieten?“

„Phoenix“

In einem Interview mit Cicero spricht Nina Hoss über ihre neue Rolle in Christian Petzolds Film „Phoenix“, der am 25.09.2014 in den deutschen Kinos anläuft. Die bekannte Schauspielerin spielt die deutsche Jüdin Nelly, die 1945 aus Auschwitz nach Berlin zurückkehrt, um ihr altes Leben wieder aufzunehmen.

http://www.cicero.de/salon/nina-hoss-das-grauenvollste-war-diese-ordnung/58246

Interessant ist der Titel „Phönix“.

Was sagt Wikipedia?

Der Phönix […] ist ein mythischer Vogel, der am Ende seines Lebenszyklus verbrennt oder stirbt, um aus dem verwesenden Leib oder aus seiner Asche wieder neu zu erstehen.

Diese Vorstellung findet sich heute noch in der Redewendung „Wie ein Phönix aus der Asche“ für etwas, das schon verloren geglaubt war, aber in neuem Glanz wieder erscheint.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%B6nix_%28Mythologie%29

Weiterlesen „„Phoenix““

Deutsch-Israelische Juristenvereinigung

Selbstdarstellung des Vereins:

Den Dialog zwischen deutschen und israelischen Juristenfördern, die Beziehungen beider Länder stärken, das Verständnis für beide Rechtssystem entwickeln und die Auseinandersetzung mit der Justiz des Nationalsozialismus vertiefen – das sind die vier wichtigsten Ziele der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung.

Unsere Vereinigung wurde im Jahre 1989 in Jerusalem gegründet. Ihr gehören derzeit etwa 400 Mitglieder an. Der regelmäßige Meinungs- und Erfahrungsaustausch in Deutschland und Israel ist Kernpunkt unserer Aktivitäten. Zentral sind dabei unsere Tagungen für deutsche und israelische Juristen. Unsere Konferenzen in Deutschland und Israel zeichnen sich nicht nur durch ein hohes fachliches Niveau aus, sondern auch durch eine herzliche Atmosphäre.

Zu den Referenten unsere Tagungen zählen führende Juristen beider Länder. Auf den Jahrestagungen der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung referierten mehrfach die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Professor Dr. Jutta Limbach, und der Präsident des israelischen Supreme Court, Professor Aharon Barak.

Der Jugend ist ein besonderer Zweig unser Aktivitäten gewidmet. Spezielle Jugendtagungen in beiden Ländern werden an den Interessen junger Juristen – Referendare und Studenten – ausgerichtet und erfreuen sich regen Zuspruchs. Sie eröffnen jungen Juristen zudem die Möglichkeit, sich über Praktikumsplätze und Referendarstellen in Israel oder Deutschland zu informieren – und schon einmal erste Kontakte zu knüpfen.

Weiterer wichtiger Bestandteil unsere Arbeit sind die Mitteilungen aus dem Verein, die in regelmäßiger Folge erscheinen. Hier publizieren Mitglieder beider Ländern aktuelle Beiträge zu Fachthemen, Informationen zu Tagungen, Literaturhinweise etc. Die Beiträge erscheinen überwiegend in deutscher, teils aber auch in englischer oder hebräischer Sprache.

1998 hat sich in Israel eine Schwestervereinigung gegründet, die Israelisch-Deutsche Juristenvereinigung (IDJV). Jedes Mitglied in der jeweiligen nationalen Vereinigung ist automatisch auch Mitglied in der Schwestervereinigung. Die Geschäftsstelle der IDJV in Tel Aviv betreut die israelischen Mitglieder und organisiert die Veranstaltungen vor Ort.

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit – und über jedes neue Mitglied!

http://www.dijv.de/

Vom 21. bis 26. Oktober 2014 findet die 22. Jahrestagung der DIJV/IDJV in Tel Aviv statt.

Die Anmeldefrist zur Tagung ist bis zum 15. Oktober 2014 verlängert worden.

Es gibt noch freie Plätze für das Jugendprogramm!

Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage (oben)!

Müsste ich nicht bald mein Examen schreiben, würde ich glatt und mit Freude wieder nach Israel reisen – Fliegende Hamas hin oder her…

Jüdisch-arabisches Theaterstück

Ich würde euch gerne auf ein jüdisch-arabisches Theaterstück aufmerksam machen, das von Jugendlichen sowie Mitarbeitern und Freiwilligen des Kinderheimes Neve Hanna aufgeführt wird.

Das Bühnenstück mit viel Musik und Tanz widmet sich einer Liebe im Spannungsfeld; der Liebe zwischen einer
Jüdin aus frommem Elternhaus und einem Araber. Mohammed, ein junger beduinischer Araber, arbeitet im
Haus der Familie Shapira, wo er Naomi kennen lernt. Vor dem Hintergrund einer eskalierenden Sicherheitslage
nimmt die Liebesgeschichte zwischen dem Beduinen und der Jüdin ihren Lauf. Als Naomis Eltern davon erfahren, weigern sie sich, die Verbindung ihrer Tochter zu akzeptieren, und die Ereignisse überschlagen sich …
Das Kinderheim NEVE HANNA in Kiryat Gat, Israel, besteht seit 40 Jahren und bietet jüdischen Kindern aus zerrütteten Familien ein Zuhause. Seit 25 Jahren unterhält NEVE HANNA Friedensprojekte, darunter seit 10 Jahren den jüdisch-beduinischen Tageshort „Pfad des Friedens“. Dank der Unterstützung des deutschen Freundevereins „Neve Hanna Kinderhilfe e.V.“ tourt das Kinderheim erneut in Deutschland mit seiner jüdisch-arabischen Theatergruppe und einem Bühnenstück, das auf einer wahren Geschichte basiert, von den Jugendlichen eigenständig erarbeitet wurde und bei dem auch Mitarbeiter und Freiwillige aus Israel und Deutschland mitwirken.
Die fünf Auftritte mit freiem Eintritt finden statt in:
Plochingen, Esslingen, Aachen, Wuppertal und Köln.

I want to ride my bicycle…

Inzwischen bin ich wieder in deutschem Gefilde. Den Höhepunkt meiner Reise in den Norden Israels möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten.

Hier kommt Reisebericht 3.0.

Eines Morgens wachte ich in Tiberias auf und beschloss, etwas Verrücktes zu machen. Nein, ganz so war es nicht. Der Tag wurde im positiven Sinne tatsächlich verrückt, aber eins nach dem anderen.

Also, eines Morgens wachte ich in Tiberias auf. Ich überlegte, wie ich den noch jungen Tag sinnvoll gestalten konnte. Der Strand reizte mich nicht allzu sehr. Ich beschloss daher, nach Kapernaum zu reisen. Es gab jedoch ein Problem: Es war Shabbat. Folglich ruhte der Nahverkehr. So musste ich nach alternativen Reisemöglichkeiten Ausschau halten.

Ich hatte mehrere Ideen, um nach Kapernaum (16 km von Tiberias entfernt) zu gelangen.

  • Wandern
  • ein Boot mieten
  • ein Fahrrad mieten

Weiterlesen „I want to ride my bicycle…“

Sorgenfreier Wellengang

 

Dieses Gedicht habe ich 2014 in Haifa geschrieben.

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Sorgenfreier Wellengang

Die Strahlen brechen in
Tausend Diamanten,
Auf den Wellen
Türkisfarbenes Blau.

Licht, es umhüllt die Welt,
Es bedeckt die Sorgen,
Die vergehn in
Der Wellen starker Flut.

Mein Gott, du bist das Licht,
Du bist die Wellen, du
Bist der Schöpfer,
Der mich hat neu erschafft.

Ich bin ein Sandkorn auf
Deiner Gnaden Wellen,
Geborgen im
Toben der offnen See.

Geborgen bin ich
Im Wellengang
Des Lebens.

(Loan Truong)