Deutschland will nur bestimmte Flüchtlinge neu verteilen

Die Bundesregierung will nicht alle Flüchtlinge in ein EU-Quotensystem einbeziehen. Für Menschen ohne Bleibeperspektive könne es aber Hilfe bei der Abschiebung geben.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/fluechtlinge-quotensystem-eu-thomas-de-maiziere-verteilung

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will in ein mögliches EU-Quotensystem nur Flüchtlinge einbeziehen, „die eine dauerhafte Bleibeperspektive in der EU haben“ (…) Für die anderen Flüchtlinge solle es ein faires und rechtsstaatliches Verfahren im jeweiligen Erstaufnahmeland geben. Bei negativem Ausgang sollten diese dann – „gegebenenfalls mit europäischer Hilfe“ – in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden.

(…) De Maizière nannte vier Hauptpunkte, an denen sich die europäische Flüchtlingspolitik orientieren müsse: Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern, Seenotrettung im Mittelmeer, Bekämpfung von Schlepperbanden und „eine angemessene Aufnahme und eine gerechte Verteilung“ der Flüchtlinge in Europa (…)

Erst 1978 wertete die CIA die Auschwitz-Fotos aus

Vor 70 Jahren fotografierte ein Aufklärungsflugzeug das größte aller deutschen Vernichtungslager. Doch die Brisanz der Aufnahmen wurde nicht erkannt. Deshalb bombardierte man die Gaskammern nicht.

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article131500931/Erst-1978-wertete-die-CIA-die-Auschwitz-Fotos-aus.html

Wer sich schon immer gefragt hat, warum Auschwitz von den Alliierten nicht bombadiert wurde, findet in diesem Artikel die Antwort.

Brugioni erklärte seinen Schülern, dass Luftaufklärung immer vorrangig nach vorgegebenen Arten von Zielen sucht (…) „Konzentrations- und Vernichtungslager standen nicht auf der Liste der interessanten Objekte“, schrieb der Analytiker 1983.

So banal brutal kann Geschichte sein.

Unsere Hassprediger

Der Papst rechtfertigt die körperliche Züchtigung, in Bremen erregt man sich über einen evangelischen Pastor, weil er zum Glaubenskrieg aufgerufen haben soll. Müssen wir nach dem Islam auch das Christentum fürchten?

von

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kampf-der-religionen-unsere-hassprediger-kolumne-a-1017639.html

(…) Es ist bezeichnend, dass sich vor allem die Spitzen der evangelischen Kirche von seiner Predigt herausgefordert sehen. Bei der Konkurrenz begegnet man dem Feuerkopf eher mit Nachsicht; (…)

Zumindest die Gemeinde steht hinter ihrem „Hassprediger“.

(…) Wo von Ketzerei und Glaubensabfall die Rede ist, kommt es entscheidend darauf an, wer zuerst zum Glauben gefunden hat. Wenn es um die Nachfolge Christi geht, liegt die katholische Kirche uneinholbar vorn. Alles, was danach kommt, ist dann nur noch Häresie.

Früher bedeutet „katholisch“ „allumfassend„, es wird im weiteren Sinne unter diesem Begriff die „Gesamtheit aller Christen“ verstanden. Welche „katholische Kirche“ ist hier gemeint?

Israel beschießt Hamas nach Raketenangriff durch IS-Unterstützer

Verbündete der Terrormiliz IS machen sowohl Israel als auch der Hamas zu schaffen. Die Extremisten bekennen sich zu einem Angriff. Die Vergeltung trifft aber andere.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/israel-hamas-raketenangriff-gaza

(…) Für die Raketenattacken am Mittwoch übernahm eine salafistische Gruppierung die Verantwortung. Sie gilt als Unterstützer des vor allem in Syrien und im Irak aktiven IS. Die Gruppe hatte sich schon in der vergangenen Woche für einen ähnlichen Beschuss verantwortlich gezeigt. Die Hamas betrachtet die Dschihadisten als Bedrohung für ihre eigenen Ziele. Laut Angaben der Gruppe war die Attacke Rache für die Tötung eines ihrer Mitglieder durch die Hamas. Die IS-Sympathisanten hatten der Hamas eine 48-Stunden-Frist gesetzt, um Razzien gegen sie zu stoppen und in den vergangenen Monaten festgenommene IS-Unterstützer freizulassen (…)

Da blickt doch keiner mehr durch. Ob Israel sich irgendwann mit den Hamas zusammentun wird, um gegen den IS zu kämpfen?

Der Terror in unseren Städten

Israel ist die erste Demokratie, die Bekanntschaft mit dem islamistischen Terror gemacht hat. Bislang konnten wir Europäer dem Judenstaat bequem gute Ratschläge geben. Jetzt müssen wir beweisen, wie mutig wir selbst sind.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jan-fleischhauer-ueber-den-dschihad-in-europa-a-1018853.html

Ein Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. „Wir“ im Westen sind bereits mit der Flüchtlingsfrage überfordert. Wenn wir ehrlich sind, sind wir doch froh, dass Frontex die Grenzen schützt, Flüchtlinge davon abhält, uns ein Stück von unserem Wohlstand wegzunehmen. Wie denken wir, wenn auch in Deutschlanland die ersten Bomben hochgehen? Werden nicht die, die die Grenzanlage in Israel bislang so vehement kritisiert haben, die ersten sein, die „wirksame“ Maßnahmen fordern?

(…) In den beiden Jahren vor Errichtung der umstrittenen Grenzanlagen zählten die israelischen Behörden 89 Anschläge mit 305 Toten und 4942 Verletzten. Das entspricht umgerechnet auf die deutsche Bevölkerungszahl einer Stadt in der Größe von Baden-Baden. Erst mit dem Bau der Mauer ist die Opferzahl deutlich gesunken – ein Erfolg, der außerhalb des bedrängten Landes nie richtig zählte (…)

Hier die englische Version dieses Artikels.

Deutsche Debattenkultur: Meinung als Verbrechen

Wer sich nicht sofort zur Homo-Ehe bekennt, macht sich der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ schuldig. Sie halten das für übertrieben? Dann hatten Sie wohl noch nicht mit Debattenwächtern wie Volker Beck zu tun.

von

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/debatte-um-die-homo-ehe-meinung-als-verbrechen-kolumne-a-1036737.html

Schön, dass es noch Journalisten gibt, die eine „Meinungsdiktatur“ kritisch sehen.

Zur Erinnerung:

Artikel 5 des Grundgesetzes

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Charlie Chaplin – Die Rede des „Großen Diktators“

Die Schlussrede des „Großen Diktaktors“ war 1940, vor genau 75 Jahren. Erschreckend, dass sich seitdem nicht viel geändert hat.

Hier ein tolles Video mit Hintergrundmusik von Hans Zimmer:

Und hier die Originalversion :

Deutsche Übersetzung:
http://www.der-grosse-diktator.de/global_html/hintergrund_3.html

Im Übrigen war Chaplin nicht jüdischer Herkunft, wie von den Nazis propagiert wurde.

[…] Chaplin hat die Angriffe von Nationalsozialisten, die ihn fälschlicherweise als Juden titulierten, aus Solidarität mit den Verfolgten erst viel später richtiggestellt. Sein Freund Ivor Montagu meinte, dass diese Behauptung der Grund war, warum Chaplin Der große Diktator produzierte; denn er hatte ihn zuvor auf eine Nazischrift mit dem Satz: „Dieses kleine jüdische Stehaufmännchen ist so ekelhaft, wie es langweilig ist“, aufmerksam gemacht. […]

http://de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Chaplin#1940:_Der_gro.C3.9Fe_Diktator

Amnesty wirft Hamas Folter und Hinrichtungen vor

Während des Gazakriegs soll die Hamas zahlreiche Palästinenser entführt, misshandelt und erschossen haben. Keines der Verbrechen wurde geahndet.

http://www.zeit.de/politik/2015-05/amnesty-hamas-folter

(…) Dem Bericht zufolge verschleppte, folterte und attackierte die Hamas unter anderem Mitglieder der im Westjordanland regierenden Fatah. Keines der Vergehen der Hamas gegen Palästinenser sei geahndet worden. Dies deute darauf hin, „dass die Verbrechen von den Behörden entweder angeordnet oder gebilligt“ worden seien, schrieb Amnesty (…)

(Kann man ernsthaft von Israel erwarten, mit solch einer „Regierung“ bzw. Terrororganisation zusammenzuarbeiten?)

(…) Amnesty International hat auch Israel im Gazakonflikt Kriegsverbrechen vorgeworfen. Es soll ohne militärische Notwendigkeit zivile Ziele angegriffen und unnötig Menschenleben gefährdet haben. Die Hamas steht zudem für ihren Raketenbeschuss israelischer Städte in der Kritik: Amnesty International wertete sie als Kriegsverbrechen.

(Ob tatsächlich noch „zivile Ziele“ gegeben sind, wenn die Hamas von dort aus militärisch operieren, ist meiner Ansicht fraglich. Die juristische Bewertung überlasse ich aber denjenigen, die davon rechtlich etwas verstehen.)

Israel erwidert Raketenbeschuss aus Gazastreifen

Israelisches Militär hat mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen. Auslöser war der Einschlag einer Rakete aus dem Palästinensergebiet trotz Waffenstillstand.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/israel-hamas-gazastreifen

(…) Augenzeugen schilderten, das Militär habe Camps des Islamischen Dschihads in Rafah, Khan Yunis und Gaza Stadt getroffen. Ein Armeesprecher sagte, das Gebiet der Hamas werde für Angriffe auf Israel genutzt, das sei nicht akzeptabel und werde Konsequenzen haben. Israel machte aber die Hamas bisher nicht direkt für diesen Raketeneinschlag verantwortlich (…)

(…) Die Hamas bekannten sich bisher nicht zu dem Raketenbeschuss. Ein Vertreter der Palästinenser sagte, Unbekannte seien verantwortlich. Medien zitierten einen Hamas-Vertreter, der rivalisierende Palästinensergruppen als Hintergrund der Attacke vermutete. Im Norden des Gazastreifens führe zudem ein neuer Befehlshaber das Kommando, dessen Anhänger zwei Mitglieder einer rivalisierenden Truppe gekidnappt hätten. Die habe sich dann entschlossen, die Rakete auf Israel abzufeuern (…)